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Rheinland-Pfalz Julia Klöckner rutscht in Wählergunst ab

Rückschlag für Spitzenkandidatin Klöckner: Laut einer Umfrage wird die CDU bei der Wahl in Rheinland-Pfalz zwar stärkste Kraft. Doch im Sympathieduell mit Ministerpräsidentin Dreyer verliert sie.

Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat eine neue Umfrage interessante Entwicklungen offenbart: Während die CDU an sich stärkste Kraft bleibt, knicken die Umfragewerte von Spitzenkandidatin Julia Klöckner ein.

Dem PoliTrend von Infratest Dimap für das SWR-Politmagazin "zur Sache Rheinland-Pfalz!" zufolge machte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im direkten Sympathievergleich Boden gegenüber Herausforderin Julia Klöckner (CDU) gut – im Vergleich zur Umfrage vom 11. Februar.

In der aktuellen Erhebung erreicht Dreyer bei der Frage, wenn man bei einer Direktwahl zur Regierungschefin wählen würde, nun 50 Prozent (plus vier), während Klöckner sechs Punkte auf 31 Prozent verliert. Unentschlossen sind laut PoliTrend 17 Prozent (+drei) der Befragten.

Die CDU wiederum bleibt stärkste Kraft. Sie verliert gegenüber der vorherigen Umfrage nur einen Prozentpunkt auf nun 36 Prozent. Die SPD legt einen Punkt zu und landet bei 32 Prozent.

Die Grünen verharren bei acht Prozent, die AfD bleibt bei neun Prozent. Die FDP kommt unverändert auf sechs Prozent, die Linke würde mit vier Prozent (ebenfalls unverändert) erneut den Einzug in den neuen Mainzer Landtag verpassen.

Drei verschiedene Regierungen möglich

Die Ergebnisse deuten auf eine schwierige Regierungsbildung in Mainz nach dem Urnengang am 13. März hin. Denn in einem solchen Fünf-Parteien-Parlament gäbe es weder eine Mehrheit für Rot-Grün (40 Prozent) noch für Schwarz-Gelb (42 Prozent) oder Schwarz-Grün (44 Prozent).

Eine Regierungsmehrheit hätten rechnerisch eine große Koalition (68 Prozent), eine Jamaikakoalition aus CDU, Grünen und FDP (50 Prozent) sowie eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen (46 Prozent).

Bei den Befragten des PoliTrends zeigte sich den Angaben zufolge keine klare Meinung zu einem Wunschbündnis. Rot-Grün bezeichneten 48 Prozent als gut für Rheinland-Pfalz. Ähnlich schnitt eine große Koalition mit 47 Prozent Zustimmung ab.

Weniger beliebt sind Schwarz-Gelb (37 Prozent) und Schwarz-Grün (30 Prozent). Ein Dreierbündnis aus SPD, Grünen und FDP wollen 23 Prozent der Befragten, "Jamaika" nur 22 Prozent.

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Beim dominanten Thema Flüchtlingspolitik zeigt sich ein geteiltes Bild: 46 Prozent der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Kurs der rot-grünen Landesregierung. Das sind fünf Punkte mehr als im vergangenen Herbst. 50 Prozent (plus eins) zeigten sich weniger oder gar nicht zufrieden.

Es zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern einzelner Parteien: Während die Zustimmung der SPD- und Grünen-Anhänger zur Flüchtlingspolitik deutlich über 60 Prozent liegt, sind es bei denen der CDU 51 Prozent, bei denen der FDP 31 Prozent. AfD-Anhänger lehnen die Flüchtlingspolitik zu 98 Prozent ab.

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