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Osama bin Laden US-Geheimdienst veröffentlicht mutmaßliches Testament

Die Familie von Osama bin Laden sollte seinem Testament zufolge nach seinem Tod den Großteil seines Vermögens für den Dschihad ausgeben. Das geht aus einem nun veröffentlichten Papier hervor.

Rund fünf Jahre nach der Tötung von Osama bin Laden haben die US-Geheimdienste ein handschriftliches Testament des Al-Kaida-Chefs veröffentlicht. In dem auf Arabisch auf einem linierten Blatt Papier verfassten Testament legte Bin Laden demnach fest, dass von ihm im Sudan gebunkerte Gelder in Höhe von 29 Millionen Dollar für den Dschihad verwendet werden sollten.

"Ich hoffe (...), dass meinem Willen Folge geleistet wird und dass all das Geld, das ich im Sudan gelassen habe, für den Dschihad ausgegeben wird, um Allahs willen", schrieb der Al-Kaida-Chef laut der englischen Übersetzung, die von den US-Geheimdiensten veröffentlicht wurde. In dem unterschriebenen Dokument, das nach seiner Tötung in seinem pakistanischen Versteck gefunden worden waren, schrieb Bin Laden demnach auch, er habe zwölf Millionen Dollar von seinem Bruder bekommen.

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Bin Laden hielt sich Anfang der 90er Jahre fünf Jahre lang in der sudanesischen Hauptstadt Khartum auf. Die US-Geheimdienste machten keine Angaben dazu, was aus dem Geld in dem afrikanischen Land seither wurde.

Tausende Dokumente beschlagnahmt

Zu den veröffentlichten Dokumenten zählt auch ein Brief des Al-Kaida-Chefs an seinen Vater vom 8. August 2008. Darin brachte er seine Sorge zum Ausdruck, getötet zu werden. "Wenn ich getötet werde, bete viel für mich und gib fortlaufend Almosen in meinem Namen", schrieb er. Seinen Vater bat er auch um Vergebung, ohne aber Reue zu zeigen: "Ich hätte gerne, dass du mir vergibst, sollte ich etwas getan haben, was dir nicht gefiel."

Bei dem Einsatz gegen den Al-Kaida-Chef in Abbottabad in Pakistan am 2. Mai 2011 hatte die US-Spezialeinheit Navy Seals tausende Dokumente beschlagnahmt. Auf richterliche Anordnung wurden bereits im vergangenen Mai mehr als hundert der Schriftstücke freigegeben. Darin forderte Bin Laden unter anderem, die Attacken von Dschihadisten sollten sich auf den Erzfeind USA konzentrieren, statt sich in Konflikten mit Regierungen im Nahen Osten und der Golfregion zu verausgaben.

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