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Super Tuesday Donald Trump und Hillary Clinton hängen Konkurrenz ab

Donald Trump geht am Super Tuesday in Führung. Er sichert sich bei den Republikanern die meisten Staaten, doch Rivale Ted Cruz gewinnt im wichtigen Texas. Clinton schlägt bei den Demokraten Sanders.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf zeichnet sich ein Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ab. Am Super Tuesday fuhren die Demokratin und der Republikaner bei dem Vorwahlmarathon in zwölf Bundesstaaten die meisten Siege ein. Die Ex-Außenministerin und der Immobilien-Milliardär zementierten ihre Rollen als Favoriten auf die Kandidatur für die Wahl des Nachfolgers von Präsident Barack Obama im November. Allerdings gaben sich ihre Rivalen noch nicht geschlagen.

Clintons Widersacher Bernie Sanders kündigte an, trotz seines Rückstands bei allen noch anstehenden Vorwahlen anzutreten. Der erzkonservative Senator Ted Cruz empfahl sich nach wichtigen Erfolgen in Texas und Oklahoma als Alternative der Republikaner zu dem auch in der Partei umstrittenen Trump. Er rief die drei anderen Bewerber auf, das Feld frei zu machen und sich hinter ihm zu vereinen, um einen Durchmarsch des 69-Jährigen doch noch zu verhindern.

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Trump und Clinton schossen sich derweil in ihren Siegesreden bereits aufeinander ein. "Wenn wir das alles hier erledigt haben, dann werde ich mir eine Person vornehmen - Hillary Clinton", sagte Trump in Palm Beach. Vorwürfe, er spalte mit seinem provokanten Auftritten die republikanische Partei und das Land, wies er zurück. "Ich bin einer, der eint."

Clinton hielt dagegen. Noch nie habe in diesem Wahlkampf so viel auf dem Spiel gestanden und noch nie hätten die Reden "der anderen Seite" ein so niedriges Niveau gehabt, sagte die 68-Jährige vor Anhängern in Miami. "Zu versuchen, Amerika zwischen uns und denen aufzuteilen, ist falsch, und wir werden das nicht zulassen."

Video: Hillary Clinton wird Favoritenrolle gerecht

 

Noch ein weiter Weg zu gehen

Sowohl Trump als auch Clinton siegten nach vorläufigen Prognosen in jeweils sieben Bundesstaaten. Sie bauten damit ihren Vorsprung bei den Delegierten deutlich aus, die im Juli auf den Parteitagen die Kandidaten küren. Allerdings sind sie noch klar davon entfernt, die nötigen Stimmen für eine sichere Nominierung zusammenzuhaben.

Sanders gab sich daher kämpferisch. In 35 Staaten müssten die Demokraten noch wählen. "Ich versichere Ihnen, dass wir unseren Kampf für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, für das Wohl der Umwelt und für den Weltfrieden in jeden einzelnen dieser Staaten tragen werden", rief der selbst ernannte demokratische Sozialist Anhängern in seinem Heimatstaat Vermont zu. "Wir werden uns von den Donald Trumps dieser Welt nicht spalten lassen", fügte er hinzu.

Video: Trump setzt sich deutlich ab

 

Trump hat mit seinen Tiraden, Beleidigungen anderer Bewerber sowie Forderungen wie den Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko oder der Ausweisung von Millionen Einwanderern ohne Aufenthaltsgenehmigung zahlreiche Anhänger gewonnen. Allerdings provozierte er auch einen Sturm der Entrüstung selbst in seiner eigenen Partei.

Sein innerparteilicher Rivale Cruz warf ihm vor, "profan und vulgär" zu sein. Ein Leben lang habe Trump politische Macht zur persönlichen Bereicherung genutzt. Der von der Tea-Party-Bewegung gestützte Senator etablierte sich nach seinem insgesamt dritten Vorwahlsieg als aussichtsreichster Kontrahent Trumps. "Jeder Kandidat, der morgen aufwacht und keinen Staat gewonnen hat, sollte darüber nachdenken, dass wir uns jetzt vereinen sollten", sagte Cruz.

 

Republikaner-Führung setzt auf Rubio

Die Partei-Elite allerdings würde am liebsten den vergleichsweise moderaten Senator Marco Rubio als Kandidaten aufstellen, denn landesweit rechnet sie sich mit ihm die besten Chancen aus, nach acht Jahren das Weiße Haus zurückzuerobern. Rubio warnte nach seinem ersten Vorwahlsieg, sollte Trump die Nominierung erhalten, werde das nicht nur die Republikaner, sondern auch "die konservative Bewegung spalten".

Rubio muss sich in seinem Heimatstaat Florida behaupten, wo der Vorwahl-Express in zwei Wochen Halt macht. Das würde seinem Wahlkampf den dringend benötigten Auftrieb geben. Daneben stehen allein im März noch gut zwei Dutzend Abstimmungen bei Demokraten und Republikanern an.

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