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Drogenfund bei Volker Beck Selbst die Grünen reagieren empört

Der Drogenfund beim Grünen-Abgeordneten Volker Beck rief bei vielen Politikern Entsetzen hervor. Ein Linken-Abgeordneter jedoch fragt, ob Hilfe nicht besser wäre, als die Justiz zu beschäftigen.

Bei dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck wurden bei einer Polizeikontrolle 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz" gefunden. Laut "Bild"-Zeitung soll es sich um die synthetische Droge Crystal Meth handeln. Der Abgeordnete legte alle Ämter daraufhin nieder, sein Bundestagsmandat will er aber behalten. Beck selbst sagte auf seiner Website: "Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten." Weitere Aussagen will er lieber seinem Anwalt überlassen. Dafür jedoch reden andere.

Becks Parteikollegen wirken schockiert und reagieren zögerlich. Grünen-Chef Cem Özdemir, gegen den auch die Staatsanwaltschaft ermittelte, weil er in einem Video auf seinem Balkon eine Hanfpflanze zeigte, erklärte gegenüber N24, Beck habe "schnell die Konsequenzen gezogen, das ist bei der Schwere der Vorwürfe auch angemessen". Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt.

Aufgebrachter war Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, wo in zehn Tagen Landtagswahlen stattfinden. "Es ist ja schon ein schweres Fehlverhalten", sagte Kretschmann im ZDF-"Morgenmagazin". Mit Blick auf die Wahlen sagte er: "Ich kann nur hoffen, dass jetzt solch ein einzelnes Fehlverhalten nicht auf alle übertragen wird".

Der Linken-Fraktionsvize Frank Tempel plädierte dafür, Beck zu helfen, statt ihn zu kriminalisieren. "Strafrechtlich ist das eine klare Sache", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung". "Häufig werden die Ermittlungen allerdings eingestellt wegen geringer Mengen." Tempel fügte hinzu: "Hier geht es ausschließlich um eine Selbstschädigung. Man muss sich fragen, ob es richtig ist, darauf mit Polizei und Staatsanwaltschaft und nicht mit Hilfsangeboten zu antworten."

Hämischer Kommentar aus der CDU

Zurückhaltend waren auch die Reaktionen aus anderen Parteien. Bundesminister Peter Altmaier (CDU) reagierte mit Respekt auf Becks Reaktion. Nur CDU-Fraktionsvize Michael Kretschmer rief per Twitter "Und Tschüss".

 

Rapper Bushido machte sich über den Grünen-Abgeordneten zuerst lustig, schob dann aber schnell hinterher: "Kinder, lasst die Finger von Crystal Meth!". Und natürlich war das Netz auch wieder zu Scherzen aufgelegt. In Anlehnung an die bekannte amerikanische Serie "Breaking Bad" machte der Hashtag #BreakingBeck die Runde.

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