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"Was würdet ihr tun?" Provokante Fragen an die muslimische Welt

In einem in Kuwait veröffentlichten Zeitungsartikel konfrontiert eine Autorin ihre Leser mit der Vorstellung, dass Christen zu Terroristen im Nahen Osten werden - und will damit aufrütteln.

„Stellen wir uns vor, junge Menschen aus dem Westen würden hierher kommen und auf unseren öffentlichen Plätzen Selbstmordanschläge im Namen des Kreuzes verüben.“ Mit diesen Worten zeichnet die saudi-arabische Journalistin Nadine Al-Budair ein Bild, dass die Leser der Artikel der kuwaitischen Zeitung „Al-Rai“ zum Nachdenken anregen soll. Sie will provozieren – die Menschen aufrütteln. Sie fordert sie auf, islamistische Gräueltaten zu verurteilen.

In dem Zeitungsartikel, den das Institut für Medienforschung im Mittleren Osten (MEMRI) in Auszügen veröffentlichte, beschreibt Al-Budair, der Leser solle sich vorstellen, wie christliche Priester über Lautsprecher Muslime als „Ungläubige“ bezeichnen und davon singen, dass Gott ihren Tod verlange.

Die in Katar lebende Journalistin gibt zu bedenken, was passieren würde, wenn arabische Staaten westliche Migranten aufgenommen, ihnen Bildung und Gesundheitsversorgung zur Verfügung gestellt hätten, um dann im Gegenzug von einigen im Namen ihrer Religion getötet zu werden.

"Wir sollten uns beim Rest der Welt entschuldigen"

Sie glaubt, dass die Toleranz gegenüber Muslimen im Westen unter anderen deshalb schwindet, weil sich die Mehrheit der Muslime weigert, sich mit dem Problem des islamischen Extremismus ernsthaft auseinanderzusetzen. Sie verweist auf die Kampagne des möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der vor wenigen Monaten in einer „beängstigenden Rede“ forderte, Muslime nicht mehr in die USA einreisen zu lassen.

Al-Budair ist der Meinung, dass Muslime dennoch nicht das Recht hätten, solche Aussagen zu verurteilen, solange sie nicht ebenso Verfehlungen zum Beispiel in der arabischen Erziehung anprangern, wo „der ‚heilige Krieg‘ und Hass gegen die westliche Welt“ gelehrt würden. „Es ist seltsam, dass wir andere verurteilen, anstatt uns beim Rest der Welt zu entschuldigen“, schreibt sie.

Zum Ende hin, fragt die Journalistin sehr direkt, wie der Leser reagieren würde, wenn Studenten in Amsterdam, London oder New York diese Art von Lehrstoff vermittelt bekommen würden: „Würdet ihr euren Aufenthalt in diesen Städten gern verlängern, oder eher wegbleiben? Was würdet ihr tun?“

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