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N24-Umfrage Die Mehrheit glaubt nicht an Merkels Flüchtlingsstrategie

Wird sich die Kanzlerin in der EU mit der Forderung nach einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik durchsetzen? Die Deutschen sehen schwarz. Dafür befürworten sie Ideen, wie Berlin reagieren sollte.

Die Bundeskanzlerin nennt eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise ihre "verdammte Pflicht und Schuldigkeit" - doch die meisten Deutschen glauben nicht daran, dass Angela Merkel diese Herausforderung meistern wird. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von N24 rechnen 79 Prozent der Befragten damit, dass die EU-Staaten weiterhin national über ihre Flüchtlingspolitik entscheiden werden. Selbst unter Anhängern der großen Koalition überwiegt mit 70 Prozent die Skepsis deutlich.

Nur 18 Prozent glauben, dass Merkel sich in Brüssel durchsetzen wird. Die CDU-Chefin plädiert dafür, in Zusammenarbeit mit der Türkei Fluchtursachen zu beseitigen und die Außengrenzen der EU besser zu schützen. Zudem müssten Schlepper bekämpft werden. Einen "Plan B" für eine nationale Lösung gebe es nicht und mache auch keinen Sinn, hatte Merkel in einem Interview bei "Anne Will" gesagt.

In der Umfrage äußerten die Befragten hingegen ein paar Präferenzen, wie Deutschland auf eine anhaltende Blockade-Haltung vieler EU-Staaten reagieren sollte. 56 Prozent sprachen sich dafür aus, die Beitragszahlungen Berlins an die EU zu verringern.

Mehr zum Thema: Tausende hoffen an der Grenze auf Merkels Hilfe

51 Prozent befürworteten im Fall der nationalen Einzelgänge, dass die Bundesrepublik nur eine bestimmte Zahl von Flüchtlingen aufnimmt. Merkel lehnt eine solche Obergrenze bisher nachdrücklich ab. Ihr Argument: Eine solche Zahl würde zum einen die Verhandlungen mit der Türkei deutlich erschweren. Zum anderen geht sie davon aus, dass ein solches Kontingent nicht lange Bestand hätte.

48 Prozent würden die deutschen Grenzen gern besser gesichert sehen. Einen völligen Aufnahmestopp für Flüchtlinge befürworten hingegen nur 9 Prozent.

In der Wählergunst konnten CDU/CSU zuletzt etwas gewinnen. Wären am Sonntag Wahlen, wurden laut Emnid-Befragung 36 Prozent und damit ein Prozent mehr als in der Vorwoche ihr Kreuz bei der Union setzen. Die SPD verharrt auf 24 Prozent, während die AfD ein Prozent nachgibt und mit 11 Prozent drittstärkste Fraktion würde. Die Grünen bleiben stabil bei 10 Prozent, die Linke gibt um einen Punkt auf 9 Prozent nach. Wackelkandidat FDP schaffte demnach mit 5 Prozent (plus 1 Prozent) den Sprung ins Parlament.

Für die Umfrage hat Emnid am 2. März rund 1000 wahlberechtigte Bürger befragt.

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