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Mitt Romney gegen Donald Trump Vereint gegen den "Schwindler" und "Betrüger"

Bei den US-Republikanern wächst die Verzweiflung. Wie kann die Partei einen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verhindern? Der Kampf gegen den Populisten wird immer schmutziger.

Nach seinem Siegeszug bei den ersten US-Vorwahlen schlägt dem Republikaner Donald Trump nun heftiger Widerstand in der eigenen Partei entgegen. Die früheren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und John McCain richteten scharfe Verbalattacken gegen Trump. Romney nannte ihn gefährlich und ungeeignet für das höchste Staatsamt der USA. Trump hielt dagegen.

Der Immobilienunternehmer bewirbt sich derzeit in Vorwahlen darum, im Juli zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt zu werden. In der Partei gilt er als Außenseiter. Nach einem ganzen Schwung Abstimmungen am sogenannten Super Tuesday diese Woche liegt Trump dennoch deutlich vor seinen Mitbewerbern Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich.

Romney, der 2012 glatt gegen den nun scheidenden Präsidenten Barack Obama verlor, nannte Trump einen "Schwindler" und "Betrüger". "Ein Business-Genie ist er nicht." Sollte er zum offiziellen Kandidaten der Republikaner werden, wäre die Demokratin Hillary Clinton schon so gut wie im Weißen Haus. Trump fehle das Urteilsvermögen und die Integrität zum Präsidenten, sagte Romney und forderte seine Partei auf, Trump mit aller Macht zu verhindern.

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Trump keilte per Twitter zurück: "Ich bin nicht Mitt Romney, der nicht weiß, wie man gewinnt", textete er zu den Äußerungen des Partei-Granden. Romney ist aber bei weitem nicht der einzige Vertreter des Partei-Establishments, der gegen Trumps Kandidatur Sturm läuft. Vertreter der Parteiführung diskutieren nun öffentlich, wie Trumps Griff nach dem Weißen Haus noch zu verhindern wäre. McCain, republikanischer Präsidentschaftskandidat 2008, nannte Trumps Äußerungen uninformiert und gefährlich. Die Wähler sollten sehr genau nachdenken, wen sie als nächsten Oberkommandierenden haben wollten, erklärte McCain.

 

Auf Trump sind beim Nominierungsparteitag bisher 316 Delegierte verpflichtet, 226 auf den texanischen Senator Cruz und 106 auf den Senator aus Florida, Rubio. Mindestens 1237 Delegiertenstimmen werden benötigt, um Präsidentschaftskandidat zu werden. Trump forderte die Parteiführung auf, seine Kandidatur als Chance zu begreifen, den Republikanern neue Wählerschichten zu erschließen. "Warum können die Führer der Republikanischen Partei nicht sehen, dass ich Millionen neue Wähler bringe - wir schaffen eine größere, stärkere Partei", twitterte er. 

Auch Ryan macht sich über Trump lustig

Sein Wahlkampfteam bat den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, um ein Gespräch. Ryan ist derzeit der ranghöchste republikanische Amtsträger im politischen System der USA. Trump hatte nach dem Super Tuesday erklärt, Ryan müsse mit ihm auskommen oder er werde "einen hohen Preis zahlen".

Darüber wiederum machte sich Ryan lustig. Er habe laut gelacht, als er das Trump im Fernsehen habe sagen hören. "Manchmal kann die Wirklichkeit merkwürdiger als Fiktion sein", sagte Ryan. Er kenne Trump nicht besonders gut, sei aber selbst ein gutmütiger Mensch und komme eigentlich mit jedem aus. Der 15. März gilt bei den Republikanern jetzt als letzte Chance, Trumps Siegeszug zu stoppen.

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Eine Fernsehdebatte der verbliebenen republikanischen Bewerber zur besten Fernsehsendezeit am Donnertagabend (Ortszeit) wurde daher mit Spannung erwartet. Bewerber Ben Carson sagte seine Teilnahme ab und ließ durchblicken, dass er sich komplett aus dem Rennen zurückziehen werde. Bei den Demokraten schien die Gemengelage klarer. Clinton errang am Super Tuesday fast die Hälfte der für die Nominierung nötigen Delegierten. Ihr Rivale Bernie Sanders kündigte dennoch an, bis zum Parteitag kämpfen zu wollen.

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