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Umfrage Baden-Württemberg Grüne stehen vor einem Quantensprung

Es wäre eine Sensation: Die Grünen können darauf hoffen, bei der Wahl in Baden-Württemberg stärkste Kraft zu werden. Der CDU droht ein Debakel. In Sachsen-Anhalt rückt die AfD auf Platz drei vor.

Noch zehn Tage bis zum Superwahlsonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Eine neue Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" legt nahe, dass es zu erheblichen Umbrüchen kommen wird. Gleich zwei Regierungen droht die Abwahl.

- In Baden-Württemberg stehen die Grünen vorm Quantensprung: 2011 holten sie noch 24,2 Prozent. Jetzt könnten sie um acht Prozent zulegen. Die CDU liegt bei 28 Prozent.

- In Rheinland-Pfalz kommt es zum Duell zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Herausforderin Julia Klöckner: Die SPD liegt bei 34 Prozent, die CDU bei 36.

- In Sachsen-Anhalt liegt die AfD (19 Prozent) hinter CDU (31 Prozent) und Linke (21 Prozent). Die SPD ist abgeschlagen mit 15 Prozent.

Baden-Württemberg: Grüne Supermacht

Die Grünen können darauf hoffen, in Baden-Württemberg stärkste Kraft zu werden. Der Umfrage zufolge erreicht die Partei unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann 32 Prozent der Stimmen und landet damit deutlich vor der CDU, die auf 28 Prozent kommt.

Die Grünen lägen damit auch deutlich über ihrem Wahlergebnis aus dem Jahr 2011, als sie 24,2 Prozent erreichten. Die CDU hingegen würde gegenüber der vergangenen Wahl elf Prozentpunkte einbüßen. Großer Verlierer wäre den Meinungsforschern zufolge auch die SPD, die in Baden-Württemberg nach 23,1 Prozent 2011 in der Vorwahlumfrage nur noch 13 Prozent erreicht.

Mehr zum Thema: Die CDU sitzt in der Kretschmann-Falle

Die Sozialdemokraten liegen damit gleichauf mit der AfD, die FDP verbessert sich um knapp drei Punkte auf acht Prozent. Eine Fortsetzung der grün-roten Regierung wäre daher trotz des guten Abschneidens der Grünen nicht mehr möglich.

Könnten die Baden-Württemberger den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 64 Prozent für Amtsinhaber Kretschmann und nur 17 Prozent für CDU-Herausforderer Guido Wolf entscheiden.

Rheinland-Pfalz: Duell der starken Frauen

In Rheinland-Pfalz wird es bis zum letzten Moment spannend bleiben: Laut Umfrage holt die SPD gegenüber der CDU auf. Bei der Befragung kam die CDU auf 36 Prozent, die SPD landete bei 34 Prozent.

Damit lag die CDU mit Spitzenkandidatin Julia Klöckner bei dem Wert, den sie zuletzt schon bei einer SWR-Umfrage von Infratest dimap hatte. Die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) machte zwei Punkte gegenüber der SWR-Umfrage gut. Auf 34 Prozent oder mehr war die SPD im Land bei SWR-Umfragen zuletzt im Jahr 2013 gekommen.

Bei einer Direktwahl würden jedoch 50 Prozent Amtsinhaberin Dreyer und nur 30 Prozent Herausforderin Klöckner ins Amt wählen.

Die schwersten Verluste im Mainzer Parlament drohen der Erhebung zufolge den Grünen, die von 15,4 um mehr als die Hälfte auf sieben Prozent abstürzten. Reichen würde es so weder für ein rot-grünes noch für ein schwarz-gelbes Bündnis.

Die AfD kommt laut Umfrage auf neun Prozent, während die FDP mit fünf Prozent knapp den Sprung in den Landtag schafft. Die Linke würde mit vier Prozent den Einzug verpassen.

Sachsen-Anhalt: AfD rückt auf Platz drei vor

In Sachsen-Anhalt bleibt die CDU unter Ministerpräsident Reiner Haseloff in der Umfrage mit 31 Prozent deutlich stärkste Kraft. Sie verliert zwar gegenüber 2011 anderthalb Punkte, könnte die Koalition mit der 15 Prozent erreichenden SPD aber knapp fortführen.

Die Sozialdemokraten wären gegenüber der vorigen Wahl, in der sie noch 21,5 Prozent erreichten, größter Verlierer.

Zweitstärkste Kraft in Magdeburg bliebe demnach die Linkspartei mit 21 Prozent, während die AfD mit 19 Prozent drittstärkste Partei würde. Es ist die zweite Umfrage in Folge, die die Rechtspopulisten als drittstärkste Kraft vor der SPD sieht.

Die Grünen blieben mit 5,5 Prozent im Landtag. Die FDP erreicht in der Umfrage 4,5 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen.

In Sachsen-Anhalt würden 46 Prozent Amtsinhaber Haseloff direkt wählen, je zwölf Prozent sprechen sich für Herausforderer Wulf Gallert (Linke) und Konkurrentin Katrin Budde (SPD) aus.

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