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Donald Trumps obszöne Anspielung Ein Moment voller Fremdscham

Die einst so stolze republikanische Partei versinkt im Chaos. Bei der jüngsten TV-Debatte erreichten die Attacken einen neuen Tiefpunkt. Donald Trump schockierte mit einer obszönen Anspielung.

Bei einer ruppigen Fernsehdebatte haben die republikanischen Präsidentschaftsbewerber erneut versucht, den Höhenflug des populistischen Geschäftsmanns Donald Trump zu stoppen. Die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio sowie Ohios Gouverneur John Kasich gingen den Milliardär am Donnerstagabend (Ortszeit) in Detroit hart an. Dennoch erklärten sie, sich im Falle einer Nominierung Trumps hinter ihn zu stellen.

Rubio stürzte sich gleich zu Beginn der vom Nachrichtensender Fox News übertragenen Debatte auf den Werdegang von Trump als Geschäftsmann. Mit Verweis auf die Pleiten mancher seiner Casinos und fehlgeschlagene Unternehmungen des Trump-Imperiums versuchte der Senator, das Image von Trump als erfolgreicher Geschäftsmann zu zerstören. Der Immobilienmagnat konterte, dass der "kleine Marco" nie jemanden eingestellt habe.

"Trump zu nominieren wäre ein Desaster", warnte Cruz. Der Senator erinnerte daran, dass Trump in der Vergangenheit die als Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten geltende Hillary Clinton in Wahlkämpfen finanziell unterstützt habe. "Das war wegen der Geschäfte", rechtfertigte sich Trump.

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Unter Druck geriet Trump auch bei seiner als besonders hart bekannten Haltung zur Einwanderung. Angeblich soll er der Zeitung "New York Times" im Hintergrundgespräch gesagt haben, dass er bei der Frage der illegalen Einwanderer flexibel wäre, obwohl er öffentlich verkündet hatte, sie ausweisen zu wollen.

"Ich habe einen sehr soliden Kern", sagte Trump dazu. "Aber ich habe noch nie gesehen, dass jemand ohne eine gewisse Flexibilität erfolgreich ist."

Die groben gegenseitigen Attacken erreichten einen neuen Tiefpunkt, als Trump eine obszöne Anspielung auf seine eigenen Genitalien machte. Der Milliardär bezog sich auf einen Vorwurf von Rubio, wonach er kleine Hände habe. Dazu sagte er: "Wenn sie klein sind, dann muss auch etwas anderes klein sein. Ich garantiere Ihnen, da gibt es kein Problem."

Es war einer dieser Momente voller Fremdscham, die den Wahlkampf der Republikaner in diesem Jahr ausmachen. Cruz, der direkt neben Trump stand, konnte nur verstört schmunzeln.

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Offensichtlich bestürzt über das Niveau der Debatte hob Kasich hervor, dass er der Vernünftigste der Bewerber sei. "Wo immer ich hingehe, sagen die Leute: 'Du scheinst der einzige Erwachsene auf der Bühne zu sein", sagte er.

Die drei verbliebenen Kontrahenten Trumps machten allerdings deutlich, dass sie den Milliardär mittragen würden, sollte er für ihre Partei bei der Wahl im November antreten. "Ich werde den Kandidaten der Republikaner unterstützen", sagte Rubio. Die Alternativen auf Seiten der Demokraten seien noch schlimmer: Clinton sei eine "Lügnerin" und ihr parteiinterner Rivale Bernie Sanders ein "Sozialist".

Romney attackiert Trump

Auch Cruz erklärte, er habe sein Wort gegeben, den Kandidaten der Republikaner zu unterstützen. Kasich sagte, Trump mache es "manchmal ein bisschen schwer", ihn zu akzeptieren. "Aber ich werde unterstützen, wer auch immer der republikanische Präsidentschaftskandidat ist."

Die TV-Debatte war der Abschluss eines bewegten Tages für die Republikaner. Nachdem der von der Parteiführung lange nicht ernst genommene Trump nach Vorwahlen in 15 der 50 Bundesstaaten bei den Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli klar vorne liegt, hatte der einflussreiche Republikaner Mitt Romney am Donnerstag eindringlich vor ihm gewarnt. Der Milliardär habe "weder das Temperament noch das Urteilsvermögen" für das Präsidentenamt, sagte Romney.

Der republikanische Kandidat bei der Präsidentschaftswahl 2012 warf Trump charakterliche Schwächen vor und mokierte sich über gescheiterte unternehmerische Projekte des Geschäftsmanns: Trumps wirtschaftspolitische Ideen würden das Land in eine "lange Rezession" stürzen, warnte Romney.

 

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