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Nach Odyssee aus Afghanistan Ertrunken geglaubter Flüchtlingsjunge trifft Familie wieder

Auf dem Weg nach Deutschland verliert eine afghanische Familie ihren zehnjährigen Sohn. Sie fürchten, dass er bei der Bootsüberfahrt ertrunken ist. Nach über einem Jahr gibt es nun ein Wiedersehen.

Ein auf der Flucht von Afghanistan nach Deutschland verloren gegangener afghanischer Flüchtlingsjunge trifft nach einjähriger Odyssee an diesem Montag seine Familie wieder. Nach der Ankunft am Flughafen Hannover soll der zehnjährige Mahdi mit seinen Eltern nach Bad Bodenteich weiterreisen, wo die Familie in einem Flüchtlingslager untergebracht ist, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit. Die Eltern hatten zwischenzeitlich nicht mehr geglaubt, ihren Sohn lebend wiederzusehen. DRK-Helfer aber spürten ihn dann in der Schweiz auf.

Als sich die Familie mit drei Söhnen (8, 10, 14) und zwei Töchtern (15, 17) im Januar 2015 zur Flucht aus Afghanistan entschloss, führte sie der Weg über die Türkei. In einem Wald warteten sie mit vielen anderen auf ein Boot, das sie zur griechischen Insel Lesbos übersetzen sollte. Im Gedränge ging Mahdi verloren, auf Lesbos warteten Eltern und Geschwister vergeblich auf ihn.

Da andere Boote bei der Überfahrt gesunken waren, befürchtete die Familie das Schlimmste. Schließlich fuhr sie zurück in die Türkei und suchte den Zehnjährigen - vergeblich. Nach sieben Monaten setzte die Familie die Flucht ohne den vermissten Sohn in Richtung Deutschland fort und landete in einer Unterkunft im Kreis Uelzen.

Hier vertraute sich eine der Töchter einem Flüchtlingshelfer an und bat um Hilfe. Nach vielen endlosen und vergeblichen Telefonaten machte der DRK-Helfer das Kind im Dezember im Kanton Bern in der Schweiz ausfindig. Erst als sich beide Seiten sicher waren, dass es sich um das verloren gegangene Kind handelte, wurde die Familie informiert - die überglücklich war.

Wie sich herausstellte, hatte sich Mahdi einer anderen afghanischen Familie angeschlossen. Mit dieser reiste er in die Schweiz. Da die Formalitäten einige Zeit dauerten, vergingen bis zur Familienzusammenführung in Deutschland noch einige Wochen.

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