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In Syrien USA bauen angeblich neue Luftwaffenstützpunkte

Die vereinbarte Waffenruhe in Syrien wackelt. Etliche Zivilisten sterben bei Angriffen in Aleppo. Laut einem Medienbericht bauen die USA indessen im Norden des Landes zwei Luftwaffenstützpunkte.

Die USA bauen einem kurdischen Medienbericht zufolge zwei Luftwaffenstützpunkte im Norden Syriens. Die Arbeit an einer Start- und Landebahn in Rmeilan in der Provinz Hasaka sei praktisch fertig, berichtete die Webseite BasNews unter Berufung auf Vertreter des von den USA und den Kurden unterstützten Militärbündnisses Syrische Demokratische Kräfte (SDF). Eine zweite Basis werde südöstlich von Kobane nahe der türkischen Grenze gebaut. Zahlreiche US-Experten und -Techniker seien an dem Projekt beteiligt. Im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben die USA ihre Verbindung zu den Kurden vertieft, was auf Kritik beim Nato-Verbündeten Türkei stößt.

Ein US-Militärsprecher sagte jedoch, die Vereinigten Staaten würden bei keinem Flugplatz in Syrien die Kontrolle übernehmen. Anderslautende Berichte seien nicht korrekt. Die USA hätten nur eine kleine Truppe in dem Bürgerkriegsland. Grundsätzlich werde dort immer nach Wegen gesucht, die Logistik zu verbessern.

Die Lage im syrischen Bürgerkrieg ist durch vielschichtige Allianzen und Rivalitäten der Konfliktparteien und ihrer Unterstützer sehr verworren. In der kommenden Woche nehmen die Vereinten Nationen (UN) einen neuen Anlauf für Friedensgespräche in Genf. Die vor gut einer Woche in Kraft getretene Feuerpause ist aber brüchig. Oppositionsnahen Beobachtern zufolge starben seitdem Hunderte Menschen bei Kämpfen.

Hunderte Tote seit Beginn der Feuerpause

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau vom Sonntagabend wurde die Waffenruhe allein in den vorherigen 24 Stunden 15 mal gebrochen. Oppositionsnahen Beobachtern zufolge starben seitdem Hunderte Menschen bei anhaltenden Kämpfen. Am Sonntag kamen dem syrischen Staatsfernsehen zufolge mindestens 14 Zivilisten bei einem Angriff auf einen Markt in der nordsyrischen Stadt Aleppo ums Leben.

Bei Raketen- und Granatbeschuss eines von Regierungstruppen kontrollierten Viertels in Aleppo sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mehr als 70 Geschosse seien auf das vorwiegend von Kurden bewohnte Viertel Scheich Maksud niedergegangen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Dabei seien mindestens drei Zivilisten getötet und 26 weitere verletzt worden. Mindestens neun Menschen seien in Trümmern zerstörter Gebäude eingeschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete sogar 13 getötete Zivilisten und 40 Verletzte. Die Geschosse seien von "Terroristen" abgefeuert worden.

Dennoch äußerten sich Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry russischen Nachrichtenagenturen zufolge bei einem Telefonat zuversichtlich mit Blick auf die Durchsetzung der Waffenruhe.

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