Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Manöver mit Südkorea China warnt USA vor "explosiver" Lage

China wirft den USA vor, die Spannungen mit Nordkorea nur weiter anzuheizen. Peking selbst kündigte an, die umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer mit jedem Chinesen zu verteidigen.

China hat scharfe Kritik am Umgang der USA mit den Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und im Südchinesischen Meer geübt. Vor dem Hintergrund der laufenden Manöver der USA mit Südkorea und den neuen Drohungen Nordkoreas mit einem atomaren Präventivschlag warnte Chinas Außenminister Wang Yi vor der "explosiven" Lage und rief alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf. "Wenn die Spannungen außer Kontrolle geraten, wäre es eine Katastrophe für alle Parteien", sagte Wang Yi anlässlich der Tagung des Volkskongresses in Peking.

China werde nicht untätig zusehen, wenn es zu einer Störung der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel komme. Alle Seiten sollten Aktionen vermeiden, die die Situation verschärften. Dazu rufe auch die UN-Resolution nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest auf.

Die Entschließung unterstütze ferner eine Verhandlungslösung über die Sechser-Gespräche mit Nordkorea, China, den USA, Südkorea, Russland und Japan, hob Wang Yi hervor. Die Gespräche sind allerdings seit 2009 eingefroren.

Mehr zum Thema: Nordkorea droht mit "präventiver Atomattacke"

Eine harte Haltung nahm der Außenminister im Streit um die Inseln im Südchinesischen Meer ein, wo große Rohstoffvorkommen und wichtige Schifffahrtsstraßen liegen. Die Inselgruppen seien "integraler" Teil chinesischen Territoriums, das jeder Chinese verteidigen müsse. Nachdem die US-Marine direkt an Inseln vorbeigekreuzt war, um die Freiheit der Schifffahrt zu unterstreichen, sagte Wang Yi: "Die Freiheit der Navigation bedeutet nicht, dass sie alles tun können, was sie wollen."

"Recht auf Selbstverteidigung"

Der Außenminister verteidigte den Aufbau von Militäranlagen auf den umstrittenen Inseln. China übe nur sein "Recht auf Selbstverteidigung" aus und könne nicht der Militarisierung beschuldigt werden. Das gelte eher für andere Länder. Wang Yi übte ferner scharfe Kritik an den Philippinen, die wegen der Streitigkeiten das internationale Schiedsgericht in Den Haag angerufen hat. China erkennt die Zuständigkeit nicht an.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. China beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes, darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen, aber nur etwa 220 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt liegen. Ansprüche erheben ganz oder in Teilen auch Vietnam, Taiwan, Malaysia, die Philippinen und Brunei.

Im Verhältnis zwischen China und den USA gebe es "sowohl Kooperation als auch Spannungen", was vielleicht der "Normalzustand" sei, sagte Wang Yi. Kritik übte der Außenminister an den Sanktionen der USA gegen den großen Telekom-Anbieter ZTE und drei andere chinesische Firmen, die aus US-Sicht wissentlich gegen amerikanische Beschränkungen für die Lieferung von US-Technologie an den Iran verstoßen haben. Das sei "nicht der richtige Ansatz" im Umgang mit Wirtschafts- und Handelsstreitigkeiten, sagte Wang Yi.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
Rechtsextreme und Hooligans in der Kölner Innenstadt: Die Gewaltbereitschaft nimmt zu.
Gewalt gegen Politiker
Hass regiert die extrem aufgeheizte politische Debatte
Der Leserbrief erschien in der Wochenend-Ausgabe der SZ mit der Überschrift "Unsägliches Gejammere".
Opa geht viral
"Wir schaffen auch die AfD, wenn wir nur wollen"
Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch lehnen ein Spitzenquartett zusammen mit den Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger ab. Foto: Bernd Settnik/Archiv
Widerstand gegen Wagenknecht
Linke will strittige Kandidaten-Frage noch nicht lösen
Schwere Luftangriffe auf Positionen der Rebellen bei Aleppo.
UN schlagen Alarm
Lage in Aleppo ist "unfassbar"
CDU-Generalsekretär Peter Tauber steht unter Beschuss. Er soll die Kanzlerin mit rüden Worten verteidigt haben.
Peter Tauber robust
"Wer nicht für Merkel ist, ist ein A ... "
Der erste weltweit verbindliche Klimavertrag soll die Erderwärmung stoppen. Foto: Etienne Laurent/Archiv
Historisches Abkommen
EU ebnet den Weg für raschen Start des Pariser Klimapakts
Flüchtlinge und Helfer an der Küste der griechischen Insel Lesbos.
EU-Türkei-Abkommen
Europa spielt "russisches Roulette" mit Griechenland
Bundesinnenminister Thomas de Maizière korrigierte die Zahl der Asylbewerber, die 2015 nach Deutschland kamen, nach unten.
De Maizière korrigiert
2015 kamen weit weniger Flüchtlinge als gedacht
Die Debatte um vermeintlich abgelaufene Lebensmittel geht weiter: Eine große Mehrheit der Deutschen fordert, Supermärkte sollten abgelaufene Lebensmittel spenden müssen. Foto: Lino Mirgeler
Große Mehrheit bei Umfrage
Supermärkte sollten abgelaufene Lebensmittel spenden müssen
Der Sarg von Schimon Peres vor der Knesset in Jerusalem.
Beisetzung von Peres in Jerusalem
Spitzenpolitiker aus aller Welt erweisen letzte Ehre
Rodrigo Duterte stößt immer wieder wüste Drohungen gegen Drogenabhängige aus.
Philippinischer Präsident
Duterte nennt Holocaust als sein Vorbild
Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. Foto: Stringer
Luftangriffe gehen weiter
Russland verteidigt Luftangriffe auf Aleppo
Muslima mit Niqab in Berlin.
Verfassungsschutz ermittelt
Vollverschleierte Schülerin stellt Niedersachsen vor Problem
Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, «verstärkt zu schauen, ob es etwas Ungewöhnliches gibt». Foto: Sebastian Kahnert
Sprengsatz-Attrappe gefunden
Angespannte Sicherheitslage vor Einheitsfeiern in Dresden
Der Bürgermeister musste ins Krankenhaus.
Schleswig-Holstein
Bürgermeister niedergeknüppelt – wegen Flüchtlingen?
Die Hamas hat für heute zu einem «Tag des Zorn» aufgerufen. Foto: Atef Safadi
8000 Polizisten im Einsatz
Trauergäste aus aller Welt nahmen Abschied von Schimon Peres
Vergangenen Jahr war der damalige Generalstaatsanwalt bei einem ähnlichen Anschlag getötet worden. Foto: Esslam Gomaa
Bombenexplosion
Vize-Generalstaatsanwalt entgeht Attentat in Kairo
US-Präsident Barack Obama in Saudi-Arabien.
US-Gesetz zu 9/11
Riad warnt USA vor "gefährlichen Folgen"
Syrische Truppen im Norden von Aleppo: Die Stadt liegt inzwischen in Schutt und Asche.
Harte Kritik an Russland
Obama und Merkel verurteilen "barbarische" Luftangriffe
Hillary Clinton bewundert nach eigenen Angaben den Mut der Bundeskanzlerin.
"Wirklich große Weltführerin"
Clinton und Trump singen Loblieder auf Merkel