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Sensbachtal So erklärt der Wahlleiter 95 Prozent ungültige Stimmen

Viele Medien griffen ein mysteriöses Ergebnis bei der Kommunalwahl in Hessen auf. Im Örtchen Sensbachtal waren beinahe alle der 500 Stimmzettel ungültig. Doch der Bürgermeister kann das erklären.

Bei der Kommunalwahl in Hessen hat es in der kleinen Gemeinde Sensbachtal eine Panne gegeben. Durch sie geriet die Gemeinde am Montag in die Medien. Sensbachtal hatte nach der Auszählung ein überraschendes Ergebnis: 95,8 Prozent der abgegebenen Stimmen bei der Kommunalwahl waren ungültig.

Dies bei einer hohen Wahlbeteiligung von 64,8 Prozent. Die Wählergemeinschaft, die ohne Konkurrenz zur Wahl angetreten war, erreichte so 100 Prozent. Die Zahl der ungültigen Stimmen war jedoch falsch, sagte Bürgermeister Egon Scheuermann am Dienstag gegenüber der "Welt". Der Bürgermeister, der zugleich Wahlleiter ist, hatte die Zahlen selbst in den Computer eingegeben. "Bei der Übertragung der Daten zum Statistischen Landesamt muss der Fehler passiert sein", sagt Scheuermann.

Nicht 95,8 Prozent der Stimmen seien ungültig, sagte er, sondern nur acht Prozent. Das sind 42 von 527 Stimmen. Acht Prozent ungültige Stimmen sind immer noch nicht wenig, lassen sich aber vielleicht dadurch erklären, dass nur eine Liste zur Wahl stand.

Ein Anruf deckte die Panne auf

Zudem fanden gleichzeitig Kreistagswahlen statt und ein Bürgerentscheid zur Gemeinde-Fusion. Gut möglich, dass Wähler nur wegen einer dieser Wahlen ins Wahllokal gingen und andere Wahlzettel leer ließen.

Aufgefallen ist der Fehler mit den Hunderten ungültigen Stimmen erst, als die Lokalpresse am Dienstagmorgen bei dem Bürgermeister anrief. Der erschrak und korrigierte die Zahlen.

Das Wahlergebnis von 100 Prozent der Stimmen für die Liste Freier Wähler/Überparteiliche Wählervereinigung (GFW/ÜWS) sei aber richtig, sagt der Bürgermeister. Es sei nun einmal nur ein Bewerber angetreten. Vielleicht sei es aber diese Zahl gewesen, die den Computer beim Statistikamt verwirrt hätten, so Scheuermann. Bereits bei der vorherigen Wahl hatte die Wählergemeinschaft alle Stimmen erhalten.

"Ein Hauch von Sozialismus im Odenwald", schrieb die "Hessenschau" dazu. Auch der Bürgermeister gehört der Liste GFW/ÜWS an. Die einzige Liste besetzt dann alle elf Sitze in der Gemeindevertretung.

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