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AfD manipuliert Facebook-Post Münchner "Abendzeitung" prüft rechtliche Schritte

Die AfD Nürnberg hat sich juristischen Ärger eingehandelt. Die Partei teilte einen Artikel der "Abendzeitung", änderte in dem Facebook-Post aber die Überschrift. Die Zeitung reagiert empört.

Die Münchner "Abendzeitung" hat rechtliche Schritte gegen den Nürnberger Verband der Alternative für Deutschland (AfD) angekündigt. Die Zeitung berichtete am Dienstag, die AfD Nürnberg habe einen Artikel des Blattes bei Facebook veröffentlicht und mit einer anderen Überschrift versehen. So wurde aus "Jugendliche wollten Flüchtlingsheim in Brand stecken" im Original der Titel "Polizei erwischt Linksextreme bei Brandstiftung in Asylbewerberheim!"

Die "Abendzeitung" berichtete, sie habe ihre Anwaltskanzlei eingeschaltet. Diese prüfe nun eine Urheberrechtsverletzung und eine Verletzung der Unternehmerrechtspersönlichkeit. Die AfD habe den Namen und den Ruf der "Abendzeitung" als kritisch-liberales Blatt für ihre politischen Zwecke instrumentalisiert. Unter dem Facebook-Post machten viele Nutzer auf die geänderte Überschrift aufmerksam. "Ihr seid doch keinen Meter besser als die sogenannte Lügenpresse", hieß es dort unter anderem.

Die AfD Nürnberg antwortete zunächst: "Wir finden es sehr bedauerlich, dass Medien meist keine Aufklärungsarbeit betreiben, sondern verschleiern, wie auch in diesem Artikel." Später hieß es in einer längeren Antwort: "Wir haben die Beschreibung zu einem Link angepasst, um darzustellen, wie es wirkt, wenn man zuspitzt." Nun sei es interessant zu sehen, welch ein Aufschrei erfolge.

Im Artikel hatte die "Abendzeitung" geschrieben, die mutmaßlichen Täter "sollen keinen rechtsradikalen Hintergrund haben – im Gegenteil". Wie ein Polizeisprecher sagte, gibt es bei den Jugendlichen bisher weder Hinweise auf einen rechten noch auf einen linken Hintergrund. Die drei Verdächtigen im Alter von 16 und 17 Jahren hätten angegeben, dass sie den Bau der Unterkunft verzögern wollten. Solche Taten seien "eher im rechten Spektrum angesiedelt". Bei den Jugendlichen habe man aber keine Hinweise auf eine extreme Ideologie gefunden.

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