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Messerattentat in Tel Aviv Palästinenser tötet amerikanischen Touristen

Ein Angreifer hat in Tel Aviv einen Touristen aus den USA getötet und weitere Menschen verletzt, bevor er selbst getötet wurde. Die Tat geschah, nachdem US-Vizepräsident Biden ins Land gekommen war.

Bei einer Messerattacke in Tel Aviv hat ein Angreifer einen US-Touristen getötet und mehrere Menschen verletzt, bevor er von der israelischen Polizei getötet wurde. Der Vorfall ereignete sich kurz nach der Ankunft von US-Vizepräsident Joe Biden zu einem Treffen mit dem früheren israelischen Präsidenten Schimon Peres. Palästinenser verübten zudem mehrere Angriffe auf israelische Polizisten, bei denen zwei Polizisten schwer verletzt und drei Palästinenser getötet wurden.

Bei dem Angreifer handelte  es sich dem Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, zufolge um einen Palästinenser. Unter den Opfern gab es mehrere Schwerverletzte. Der Messerangriff begann im Hafengebiet von Jaffa südlich des Stadtzentrums von Tel Aviv, anschließend zog der Angreifer in ein Restaurant weiter.

Treffen von Peres und Biden unweit entfernt

Das Treffen von US-Vizepräsident Biden mit dem israelischen Ex-Präsidenten Peres fand nur gut einen Kilometer entfernt vom Tatort der Messerattacke statt. Am Mittwoch will Biden in Jerusalem den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen.

In kurzen Abständen trafen am Dienstag Mitteilungen der israelischen Polizei und der Rettungsdienste über Angriffe von Palästinensern auf israelische Polizisten ein: Ein Palästinenser schoss im besetzten Ostteil Jerusalems nach Angaben der israelischen Sicherheitskräfte auf Polizisten. Ein 49-jähriger Polizist wurde lebensgefährlich verletzt, ein 31-jähriger Beamter schwer, bevor der Angreifer erschossen wurde.

Zuvor hatte eine Palästinenserin in der Altstadt von Jerusalem Grenzschutzbeamte mit einer Stichwaffe angegriffen, bevor sie erschossen wurde. Die rund 50-jährige Frau aus dem israelisch besetzten Ostteil Jerusalems habe plötzlich ein Messer gezogen und versucht, auf Polizisten einzustechen. Diese hätten sich mit Schüssen gewehrt, sagte eine Polizeisprecherin.

Welle der Gewalt kommt nicht zur Ruhe

In Petah Tikwa bei Tel Aviv griff ein Palästinenser mit einem Messer einen ultra-orthodoxen Juden an, als dieser sich in einem Spirituosengeschäft aufhielt. Der Geschäftsinhaber und der Angegriffene hätten dem Palästinenser seine Waffe entrungen und ihn getötet, teilte die Polizei mit.

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober von einer Welle der Gewalt erschüttert, bei der bislang 183 Palästinenser sowie 28 Israelis, ein US-Bürger, ein Sudanese und ein Eritreer getötet wurden. Bei den meisten der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Angreifer.

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