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Islamischer Staat Ex-Terrorist verrät Daten von 22.000 IS-Mitgliedern

Ein enttäuschter IS-Aussteiger hat einem britischen Fernsehsender die Namen von 22.000 mutmaßlichen Mitgliedern der Terrormiliz verraten. Er stahl in Syrien die Daten von Kämpfern aus 51 Ländern.

Der britische Fernsehsender Sky News hat nach eigenen Angaben die Daten von 22.000 mutmaßlichen Mitgliedern der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) zugespielt bekommen. Ein enttäuschtes ehemaliges IS-Mitglied habe ein in Syrien gestohlenes elektronisches Speichermedium mit den Daten Sky News übermitteln lassen, teilte der Sender mit. In den Akten seien die Daten von mutmaßlichen IS-Mitgliedern aus 51 Ländern gespeichert.

In den Bögen, die Kämpfer vor einer Aufnahme in den IS ausfüllen müssen, sind unter anderem Namen, Adressen, Telefonnummern und Angaben zur Familie enthalten. Insgesamt müssen die Anwärter 23 Fragen beantworten, wie auf einigen der von dem Sender veröffentlichten Bögen zu sehen ist.

Sky News habe die Behörden informiert, teilte der Sender auf seiner Website mit. Unter den übermittelten Namen seien auch die von bislang unbekannten Dschihadisten unter anderem aus Nordeuropa, den USA und Kanada.

BKA freut sich über Material

Wie Anfang der Woche bekannt wurde, liegen auch dem Bundeskriminalamt Daten aus solchen "Personalbögen" von deutschen IS-Kämpfern vor.  Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nannte die aufgetauchten Geheimpapiere sehr hilfreich für die deutschen Ermittlungsbehörden. Das Material biete eine große Chance für die Strafverfolgung, "dass es also zu schnelleren, klareren Ermittlungen und strengeren Gefängnisstrafen kommt", sagte de Maizière am Dienstag in Berlin. "Wir verstehen dadurch auch besser die Strukturen dieser Terrororganisation."

Laut "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR handelt es sich um mehrere Dutzend geheime Dokumente zu deutschen IS-Kämpfern. Das Material umfasse Namen, Kampfnamen, vorherigen Wohnort aber auch Informationen zu Schleusern, Angehörigen, religiöser Bildung und Dschihad-Erfahrungen - alles Informationen, die der IS bei Einreise offenbar abfragt. Ein BKA-Sprecher sagte, die Dokumente würden im Rahmen der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr verwendet.

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