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Nordkorea Kim verkauft alles, was südkoreanisch ist

Kim Jong-un kappt alle Wirtschaftsverbindungen zum Süden: Bilaterale Abkommen sind ungültig, südkoreanisches Eigentum soll verkauft werden. Zudem wurden zwei weitere Kurzstreckenraketen abgefeuert.

Nach der Verhängung neuer Sanktionen gegen Nordkorea durch Südkorea will das kommunistische Regime in Pjöngjang das gesamte südkoreanische Eigentum im Land liquidieren.

Alle bilateralen Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit würden als ungültig betrachtet, hieß es am Donnerstag laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap in einer Erklärung des Regimes in Nordkorea. Alles, was südkoreanischen Unternehmen in Nordkorea gehöre, solle verkauft werden.

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Als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest im Januar und einen umstrittenen Raketenstart des Landes hatte Südkorea am Dienstag unter anderem 38 Nordkoreaner sowie 24 Organisationen, die mit dem Atomprogramm des Landes in Verbindung gebracht werden, auf eine Schwarze Liste gesetzt. Ihnen ist damit der Weg für Geldgeschäfte über südkoreanische Banken versperrt.

Bereits im Februar hatte Südkorea einen jahrelang mit dem Nachbarn betriebenen Industriepark auf nordkoreanischem Boden geschlossen. Die Spannungen in der Region nehmen seit dem Atomtest Nordkoreas stetig zu.

Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab

Dessen Militär feuerte nach Angaben Südkoreas am Donnerstag zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer ab. Die beiden ballistischen Raketen seien nach ihrem Start in der südlichen Provinz Nord-Hwanghae etwa 500 Kilometer weit geflogen und vor der Ostküste des Landes ins Wasser gestürzt, teilte der Stabschef der südkoreanischen Streitkräfte mit.

Nordkorea testet regelmäßig Raketen von kurzer Reichweite, zuletzt waren vor einer Woche sechs Geschosse abgefeuert worden. Die jüngsten Raketentests erfolgten inmitten zunehmender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Zum Beginn mehrwöchiger Militärmanöver der USA mit Südkorea hatte Nordkorea seinen Ton verschärft und erneut mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Das kommunistische Regime unterstellt den USA Angriffsabsichten, was diese und Südkorea aber bestreiten.

Anfang März hatten Nordkoreas Staatsmedien berichtet, Machthaber Kim Jong Un habe die sofortige Einsatzbereitschaft von Atomwaffen angeordnet. Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat als Antwort auf einen neuen nordkoreanischen Atomtest im Januar und einen umstrittenen Raketenstart im Februar seine Sanktionen gegen das Land verschärft.

Nordkorea sprach von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken. Die internationale Gemeinschaft sieht darin einen verdeckten Test für eine Langstreckenrakete, die mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könnte.

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