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Größter Staudamm des Landes Dem Irak droht eine "gigantische Katastrophe"

Iraks größter Staudamm droht zu brechen. Eine 14 Meter hohe Welle würde ganz Mossul fluten, warnt eine US-Botschafterin. 1,5 Millionen Menschen seien bedroht. Das Problem ist seit Jahren bekannt.

Die USA haben vor einer "gigantischen humanitären Katastrophe" durch den Bruch des größten Staudamms des Landes vor der irakischen Großstadt Mossul gewarnt.

Sollte der Damm brechen, könnte eine 14 Meter hohe Welle den Tigris entlang rollen und bis zu 1,5 Millionen Menschen bedrohen, erklärte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samatha Powers. Die Welle könne sogar die 400 Kilometer südlich gelegene Hauptstadt Bagdad erreichen.

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Mossul befindet sich seit Juni vergangenen Jahres unter der Kontrolle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Auch den nahen Staudamm eroberte der IS zunächst, Regierungstruppen konnten ihn aber rasch zurückerobern. Inzwischen wird er von kurdischen Kämpfern bewacht.

Powers berief sich in ihrem Alarmruf auf einen Bericht des irakischen UN-Botschafters Mohammed al-Hakim. Sie forderte eine Mobilisierung der internationalen Gemeinschaft, um die Katastrophe zu verhindern. Die Reparatur des brüchigen Dammes müsse so schnell wie möglich beginnen. Den Auftrag dazu erhielt die italienische Firma Trevi eigentlich im Dezember schon. Die italienische Regierung hatte daraufhin die Entsendung von 450 Soldaten zum Schutz angekündigt.

Wer den Staudamm kontrolliert, kann nicht nur weiten Teilen des Landes den Strom abdrehen, sondern auch für riesige Flächen im Norden und Zentrum des Landes die Bewässerung stoppen.

"Gefährlichster Staudamm der Welt"

Der insgesamt 3,6 Kilometer lange Staudamm am Fluss Tigris befindet sich seit Jahren in schlechtem baulichem Zustand. Experten der US-Armee bezeichneten ihn 2007 gar als "gefährlichsten der Welt".

Ein 27-Millionen-Dollar-Projekt (rund 18,7 Millionen Euro) der USA zur Reparatur des Staudamms sei an Misswirtschaft und Stümperei gescheitert, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Regierung in Bagdad dementiert, dass der Damm zu brechen drohe und teilte zum wiederholten Mal im Dezember mit, eine große Zahl an Menschen arbeite 24 Stunden am Tag an seiner Sicherung. Der Mossul-Staudamm war 1986 fertiggestellt worden. Er wurde auf Kalkstein gebaut, der relativ schnell von Wasser ausgehöhlt wird.

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