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N24-Emnid-Umfrage Die AfD kann die Flüchtlingskrise nicht lösen

Als Protestpartei ist die AfD populär, wegen ihres politischen Programms eher nicht. Auch die Lösung der Flüchtlingskrise trauen ihr nur die wenigsten Deutschen zu.

Deutschlands etablierte Parteien haben weiterhin mit einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung zu kämpfen, das zeigt eine aktuelle Emnid-Umfrage für N24. Vor allem die Flüchtlingsproblematik sorgt für Politikverdruss. Auf die Frage "Welche Partei hat aus Ihrer Sicht das beste Konzept in der Flüchtlingskrise?" antworten 34 Prozent mit "Keine Partei/weiß nicht" – dies ist der höchste Wert. Die größte Kompetenz wird trotz aller Kritik an Angela Merkel mit 25 Prozent der CDU zugesprochen, es folgen SPD (zwölf Prozent) und CSU (zehn Prozent).

Erstaunlich: Nur sechs Prozent attestieren in dieser Frage der Alternative für Deutschland (AfD) das beste Konzept, dabei führt die Partei einen fast ausschließlich auf die Flüchtlingskrise zugeschnittenen Wahlkampf. Trotzdem stößt die AfD in der Bevölkerung offenbar auf größere Akzeptanz als bislang angenommen. 34 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage "Halten Sie es grundsätzlich für gerechtfertigt, die AfD zu wählen?" mit "Ja".

Allerdings sehen 22 Prozent in ihr nur eine wählbare Protestpartei, lediglich zwölf Prozent halten sie auch wegen ihres Programms für grundsätzlich wählbar. Die große Mehrheit, 58 Prozent der Befragten, antwortete mit "Nein, die AfD ist überhaupt nicht wählbar". Zum Vergleich: Immerhin noch 16 Prozent der Unions-Anhänger finden, die AfD sei eine wählbare Protestpartei.

. (Foto: Infografik Die Welt)

Aktuell drittstärkste Kraft

Der Emnid-Sonntagsfrage zufolge könnte sich die AfD als drittstärkste Kraft im Bundestag etablieren, würde am kommenden Sonntag gewählt. Elf Prozent der Befragten würden der Partei ihre Stimme geben. Damit läge sie noch vor den Grünen, der Linken (beide zehn Prozent) und der FDP (fünf Prozent). Die Union aus CDU/CSU käme auf 35 Prozent, die SPD auf 24.

Angesichts dieser hohen Werte für die AfD und dem zu erwartenden Einzug der Partei in gleich drei Parlamente bei den Landtagswahlen am kommenden Sonntag hält die Mehrheit der Befragten den bisherigen Umgang der etablierten Parteien mit der neuen Kraft für unzureichend.

59 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, bei einem Erfolg der AfD am Sonntag sollten sich die Etablierten "mit der AfD stärker auseinandersetzen und politisch stärker dagegenhalten". 38 Prozent sind dafür, als Konsequenz eines Wahlerfolges "einen härteren Kurs in der Flüchtlingspolitik einzuschlagen". 27 Prozent hingegen wollen den jetzigen Kurs beibehalten.

Für die Erhebung befragte Emnid am 9. März etwa 1000 Bundesbürger.


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