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Wahlkampffinale Baden-Württemberg Die CDU bereitet sich auf ein Desaster vor

Diese Wahl dürfte ein politisches Beben auslösen. Am Sonntag wählt Baden-Württemberg ein neues Parlament. Für die CDU geht es um alles. Einer neuen Umfrage zufolge droht der Partei ein Desaster.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg droht der CDU eine herbe Niederlage, während die Grünen voraussichtlich triumphieren können. Laut dem ZDF-"Politbarometer" wenige Tage vor der Abstimmung gibt es weiter einen bequemen Vorsprung der Grünen von Regierungschef Winfried Kretschmann zur oppositionellen CDU. Ungewiss bleibt aber, welches Bündnis die nächsten fünf Jahre regieren kann. Grün-Rot steht nach der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf der Kippe. Möglicherweise läuft es auf eine Koalition aus Grünen und CDU hinaus.

Am Sonntag sind 7,7 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Ungeachtet der schlechten Umfragewerte für seine Partei demonstrierte CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf Zuversicht. "Selbstverständlich wollen wir als Union bis zur letzten Stunde kämpfen, um so aus dieser Wahl hervorzugehen, dass gegen uns nicht regiert werden kann", sagte er im ARD-"Morgenmagazin".

Wolf sprach mit Blick auf die Flüchtlingspolitik von einem "ganz, ganz schwierigen" Wahlkampf unter bundespolitischen Einflüssen. SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid sagte, die Fortsetzung von Grün-Rot sei in greifbarer Nähe, aber es werde verdammt knapp. "Es wird ein Herzschlagfinale am Sonntag." Die SPD werde auf den letzten Metern kämpfen wie ein Löwe.

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Laut ZDF-"Politbarometer" kommt die CDU derzeit nur noch auf 29 Prozent. Die Grünen liegen bei 32 Prozent, während die SPD 14 Prozent erreicht. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) wird mit 11 Prozent im Landtag gesehen. Die FDP kommt auf 6 Prozent, die Linke auf 4 Prozent. Das ZDF wies aber auf eine vergleichsweise hohe Zahl Unentschlossener hin. 44 Prozent der Wahlberechtigten seien noch nicht sicher, welcher Partei sie ihre Stimme geben.

"Anständige Leute wählen keine Rassisten"

Für Schwarz-Gelb reicht es nach den Umfragewerten nicht. Rein rechnerisch möglich sind ein Bündnis aus den regierenden Grünen und der CDU, eine Ampel der amtierenden Koalition mit der FDP oder eine bisher noch nie dagewesene Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP.

Im Wahlkampf-Endspurt lieferten sich die sechs Spitzenkandidaten der Parteien in einer letzten "Elefantenrunde" im SWR am Donnerstag eine emotionale Debatte. Vor allem die Flüchtlingspolitik löste Streit aus. Ein klarer Sieger in der TV-Runde war kaum auszumachen. CDU-Mann Wolf legte sich bei der Frage der Koalitionsbildung nicht fest. "Über Koalitionen reden wir am Tag nach der Wahl." Zuvor hatte er aber in einem Interview eine grün-schwarze Regierung mit Kretschmann an der Spitze abgelehnt. Schwarz-Grün hält er hingegen für möglich.

Ministerpräsident Kretschmann wies den Vorwurf zurück, es gebe Chaos in der Flüchtlingspolitik. "Heute herrscht wirklich Ordnung bei uns." Alle Flüchtlinge würden inzwischen registriert. FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke warf ihm "Regierungsversagen" vor. SPD-Spitzenmann Schmid warnte noch einmal eindringlich davor, die AfD zu wählen. "Anständige Leute wählen keine Rassisten. Ende der Durchsage."

 

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