Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Wahlkampffinale Baden-Württemberg Die CDU bereitet sich auf ein Desaster vor

Diese Wahl dürfte ein politisches Beben auslösen. Am Sonntag wählt Baden-Württemberg ein neues Parlament. Für die CDU geht es um alles. Einer neuen Umfrage zufolge droht der Partei ein Desaster.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg droht der CDU eine herbe Niederlage, während die Grünen voraussichtlich triumphieren können. Laut dem ZDF-"Politbarometer" wenige Tage vor der Abstimmung gibt es weiter einen bequemen Vorsprung der Grünen von Regierungschef Winfried Kretschmann zur oppositionellen CDU. Ungewiss bleibt aber, welches Bündnis die nächsten fünf Jahre regieren kann. Grün-Rot steht nach der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf der Kippe. Möglicherweise läuft es auf eine Koalition aus Grünen und CDU hinaus.

Am Sonntag sind 7,7 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Ungeachtet der schlechten Umfragewerte für seine Partei demonstrierte CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf Zuversicht. "Selbstverständlich wollen wir als Union bis zur letzten Stunde kämpfen, um so aus dieser Wahl hervorzugehen, dass gegen uns nicht regiert werden kann", sagte er im ARD-"Morgenmagazin".

Wolf sprach mit Blick auf die Flüchtlingspolitik von einem "ganz, ganz schwierigen" Wahlkampf unter bundespolitischen Einflüssen. SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid sagte, die Fortsetzung von Grün-Rot sei in greifbarer Nähe, aber es werde verdammt knapp. "Es wird ein Herzschlagfinale am Sonntag." Die SPD werde auf den letzten Metern kämpfen wie ein Löwe.

Mehr zum Thema: So dunkelgrün, dass ihn sogar Schwarze lieben

Laut ZDF-"Politbarometer" kommt die CDU derzeit nur noch auf 29 Prozent. Die Grünen liegen bei 32 Prozent, während die SPD 14 Prozent erreicht. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) wird mit 11 Prozent im Landtag gesehen. Die FDP kommt auf 6 Prozent, die Linke auf 4 Prozent. Das ZDF wies aber auf eine vergleichsweise hohe Zahl Unentschlossener hin. 44 Prozent der Wahlberechtigten seien noch nicht sicher, welcher Partei sie ihre Stimme geben.

"Anständige Leute wählen keine Rassisten"

Für Schwarz-Gelb reicht es nach den Umfragewerten nicht. Rein rechnerisch möglich sind ein Bündnis aus den regierenden Grünen und der CDU, eine Ampel der amtierenden Koalition mit der FDP oder eine bisher noch nie dagewesene Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP.

Im Wahlkampf-Endspurt lieferten sich die sechs Spitzenkandidaten der Parteien in einer letzten "Elefantenrunde" im SWR am Donnerstag eine emotionale Debatte. Vor allem die Flüchtlingspolitik löste Streit aus. Ein klarer Sieger in der TV-Runde war kaum auszumachen. CDU-Mann Wolf legte sich bei der Frage der Koalitionsbildung nicht fest. "Über Koalitionen reden wir am Tag nach der Wahl." Zuvor hatte er aber in einem Interview eine grün-schwarze Regierung mit Kretschmann an der Spitze abgelehnt. Schwarz-Grün hält er hingegen für möglich.

Ministerpräsident Kretschmann wies den Vorwurf zurück, es gebe Chaos in der Flüchtlingspolitik. "Heute herrscht wirklich Ordnung bei uns." Alle Flüchtlinge würden inzwischen registriert. FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke warf ihm "Regierungsversagen" vor. SPD-Spitzenmann Schmid warnte noch einmal eindringlich davor, die AfD zu wählen. "Anständige Leute wählen keine Rassisten. Ende der Durchsage."

 

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
CDU-Generalsekretär Peter Tauber steht unter Beschuss. Er soll die Kanzlerin mit rüden Worten verteidigt haben.
Peter Tauber robust
"Wer nicht für Merkel ist, ist ein A ... "
Der erste weltweit verbindliche Klimavertrag soll die Erderwärmung stoppen. Foto: Etienne Laurent/Archiv
Weiterer Schritt
EU ebnet den Weg für raschen Start des Pariser Klimapakts
Flüchtlinge und Helfer an der Küste der griechischen Insel Lesbos.
EU-Türkei-Abkommen
Europa spielt "russisches Roulette" mit Griechenland
Bundesinnenminister Thomas de Maizière korrigierte die Zahl der Asylbewerber, die 2015 nach Deutschland kamen, nach unten.
De Maizière korrigiert
2015 kamen weit weniger Flüchtlinge als gedacht
Die Debatte um vermeintlich abgelaufene Lebensmittel geht weiter: Eine große Mehrheit der Deutschen fordert, Supermärkte sollten abgelaufene Lebensmittel spenden müssen. Foto: Lino Mirgeler
Große Mehrheit bei Umfrage
Supermärkte sollten abgelaufene Lebensmittel spenden müssen
Der Sarg von Schimon Peres vor der Knesset in Jerusalem.
Beisetzung von Peres in Jerusalem
Spitzenpolitiker aus aller Welt erweisen letzte Ehre
Rodrigo Duterte stößt immer wieder wüste Drohungen gegen Drogenabhängige aus.
Philippinischer Präsident
Duterte nennt Holocaust als sein Vorbild
Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. Foto: Stringer
Kritik an Russland
Obama und Merkel verurteilen Luftangriffe auf Aleppo
Muslima mit Niqab in Berlin.
Verfassungsschutz ermittelt
Vollverschleierte Schülerin stellt Niedersachsen vor Problem
Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, «verstärkt zu schauen, ob es etwas Ungewöhnliches gibt». Foto: Sebastian Kahnert
Sprengsatz-Attrappe gefunden
Angespannte Sicherheitslage vor Einheitsfeiern in Dresden
Der Bürgermeister musste ins Krankenhaus.
Schleswig-Holstein
Bürgermeister niedergeknüppelt – wegen Flüchtlingen?
Die Hamas hat für heute zu einem «Tag des Zorn» aufgerufen. Foto: Atef Safadi
8000 Polizisten im Einsatz
Trauergäste aus aller Welt nahmen Abschied von Schimon Peres
Vergangenen Jahr war der damalige Generalstaatsanwalt bei einem ähnlichen Anschlag getötet worden. Foto: Esslam Gomaa
Bombenexplosion
Vize-Generalstaatsanwalt entgeht Attentat in Kairo
US-Präsident Barack Obama in Saudi-Arabien.
US-Gesetz zu 9/11
Riad warnt USA vor "gefährlichen Folgen"
Syrische Truppen im Norden von Aleppo: Die Stadt liegt inzwischen in Schutt und Asche.
Harte Kritik an Russland
Obama und Merkel verurteilen "barbarische" Luftangriffe
Hillary Clinton bewundert nach eigenen Angaben den Mut der Bundeskanzlerin.
"Wirklich große Weltführerin"
Clinton und Trump singen Loblieder auf Merkel
Die Vorwürfe gehen mehrere Jahre zurück auf Taubers Zeit als Kreisvorsitzender. Foto: Uwe Anspach/Archiv
CDU-Generalsekretär
Tauber soll Merkel-Kritiker drastisch beschimpft haben
Donald Trump ist in der Forbes-Liste der Superreichen auf Rang 505 abgerutscht.
Neues Forbes-Ranking
Donald Trump verliert in einem Jahr 800 Millionen Dollar
An der Marienbrücke in Dresden ist eine Sprengsatz-Attrappe entdeckt worden.
Nach Bombenanschlägen in Dresden
Sprengsatz-Attrappe an Brücke entdeckt
Flüchtlinge im französischen Calais. Die Regierung will sie nun auf das ganze Land verteilen.
Flüchtlingsverteilung in Frankreich
"Wir wissen sehr gut, dass es Probleme mit solchen Leuten gibt"