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USA greifen in die Mottenkiste Jetzt sollen Vietnamkriegs-Bomber den IS besiegen

America goes Retro: Kampfflugzeuge aus dem Vietnamkrieg erleben gegen den IS ein Comeback, auch der jahrzehntealte B-52-Bomber stößt bald dazu. Dafür sprechen einige Gründe.

Im Krieg ist jedes Mittel recht: Das US-Militär nimmt diese Weisheit offenbar beim Wort und hat für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eines seiner ungewöhnlichsten Kriegsflugzeuge reaktiviert. Nach einem Bericht des US-Portals " Daily Beast" werden seit Herbst 2015 zwei Rockwell-Flieger vom Typ " OV-10 Bronco" eingesetzt.

Der Vorteil: Die Propellermaschinen können auf sehr unebenen Flächen starten und landen, sowie in sehr niedriger Höhe fliegen. Ferner sind die Zweisitzer in Sachen Aufmunitionierung nicht limitiert. So können die nur bis 1976 produzierten Flieger einerseits mit Maschinengewehren zur Bodenunterstützung bestückt werden. Andererseits können auch Sidewinder-Raketen für den Luft-Luft-Kampf montiert werden. Im Nahen Osten erledigen sie Ersteres. Dem Bericht nach hätten die Broncos insgesamt an 120 Missionen an 82 Tagen teilgenommen.

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Die USA entsandten Ende vergangenen Jahres erstmals seit 2011 Kampfeinheiten in den Irak. Laut " New York Times" gehören zu den Spezialeinheiten - rund 200 Mann - vor allem sogenannte Delta Force Kommandos. Sie sollen die IS-Einheiten schwächen, indem sie sie ausspähen und die Führungsebene erschüttern.

US-Militär will Kosten sparen

Die Unterstützung der Spezialkräfte ist aber nur ein Aspekt. Das US-Militär muss offenbar Kosten sparen und prüfe mit dem Einsatz der Broncos nun, ob diese die weit teureren F15- und F18-Kampfjets bei Luftschlägen ganz und gar ersetzen können. Während die F15 mit etwa 40.000 US-Dollar pro Stunde zu Buche schlägt, koste der Einsatz der "OV-10" lediglich 1000 US-Dollar, heißt es in dem Bericht weiter.

Auch der imposanteste Flieger der US-Luftwaffe, der B-52-Bomber, soll demnächst in den Kampf gegen IS aufsteigen. Nachdem das Langstreckenflugzeug bereits 2003 im zweiten Irak-Krieg eingesetzt wurde, sollen sie nach einem Bericht der " Air Force Times" ab April dieses Jahres in das Krisengebiet zurückkehren.

Der B-52 ersetze demnach mehrere Luftstaffeln des "B-1 Lancer", der seit August 2014 Einsätze gegen den IS geflogen hatte. Nach einer Generalüberholung in den USA sollen diese bis zum Sommer wieder ins Krisengebiet zurückkehren.

Die schwersten Bomber der Welt – ein Start ist selbst mit einem Gewicht von 221 Tonnen möglich - können neben konventionellen Bomben auch mit Nuklearwaffen bestückt werden. "Es ist schwer, den B-52 zu ersetzen - in erster Linie wegen seiner Nutzlast und seiner Reichweite ", wie Luftwaffen-Sprecherin Deborah James gegenüber der Militärzeitung erklärte.

Dank der Möglichkeit der Luftbetankung kann der Bomber praktisch unbegrenzt in der Luft bleiben. Seine Reichweite beträgt rund 16.000 Kilometer, mit Zusatztanks sogar 20.000. Die 1955 erstmals vom Band gelaufene "Stratofortress", englisch "Stratosphärenfestung", wurde in den vergangenen Dekaden mehrfach technisch überholt.

Nasa setzt Briten-Kampfbomber ein

Auch die Nasa geht offenbar nach dem Prinzip "Alter Wein in neuen Schläuchen" vor. Wie die " BBC" vor wenigen Tagen berichtete, setzt die US-Raumfahrtorganisation auf Kampfflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg.

Obwohl die sogenannten Canberra-Bomber schon in den 1970er Jahren in den militärischen Ruhestand geschickt wurden, werden drei entmilitarisierte Flieger als Teil des sogenannten "Airborne Science Programs" (ASP) zu Forschungszwecken für die Nasa eingesetzt.

Da die Canberra-Bomber so konzipiert wurden, sehr hoch und sehr schnell zu fliegen, kann die Weltraumbehörde sie zu Tests zur Unterstützung ihrer Satelliten einsetzen, wie Programmleiter Charles Mallini gegenüber der BBC erklärte. So werde der Canberra zum Beispiel für die Kalibrierung von neu entwickelten Sensoren eingesetzt.

The historic WB 57 formation flight of three WB 57 s over the Houston area as it passes by Johnson Space Center and Clear Lake on Nov. 19 2015. NASA Photographer: Robert Markowitz. (Foto: NASA/Robert Markowitz)

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