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Anschläge in Paris Attentäter in IS-Personalbögen verzeichnet

Die kürzlich aufgetauchten Personalbögen der Terrormiliz IS enthalten auch Angaben zu einigen der Attentäter von Paris. Die Papiere offenbaren, wann sie nach Syrien reisten und was sie dort wollten.

Die kürzlich an die Öffentlichkeit gelangten Unterlagen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verzeichnen Hinweise zu den Attentätern von Paris. In den Papieren sei vermerkt, dass drei der späteren Attentäter vor einigen Jahren in das Herrschaftsgebiet des IS eingereist seien, berichtete der Rechercheverbund aus "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Es handelt sich demnach um Samy Amimour, Fouad Mohammed Aggad und Ismael Omar Mostefai, die im November 2015 an der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt beteiligt waren.

Den Aufzeichnungen des IS zufolge reiste etwa Aggad am 18. Dezember 2013 in einer Gruppe aus mindestens 14 Männern und ihren Familien über die türkisch-syrische Grenze ins IS-Gebiet ein. Alle hätten damals in ihren Personalbögen angegeben, als Kämpfer für den Islamischen Staat aktiv werden zu wollen. Aggad war zwei Jahre später einer der Täter in der Pariser Konzerthalle Bataclan, wo 90 Menschen ums Leben kamen.

Mehr als 100 Männer aus Deutschland verzeichnet

Die rund 22.000 Dokumente, die NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" vorliegen, stammen überwiegend aus den Jahren 2013 und 2014 und wurden von der sogenannten "General-Grenz-Verwaltung" des IS angelegt. Die Einreisebögen verzeichneten den Angaben zufolge Menschen, die in das Gebiet des IS einreisten. Auch mehr als 100 aus Deutschland stammende Männer seien darunter.

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In den Personalbögen finden sich demnach 23 Spalten, in denen die Neuankömmlinge neben biografischen Details auch Kontaktdaten von Angehörigen, Namen von Bürgen und ihre Blutgruppe angeben sollen. Zudem werden sie nach speziellen Fähigkeiten und der beabsichtigten Tätigkeit bei der Dschihadistenmiliz gefragt - etwa, ob sie als Kämpfer, Selbstmordattentäter, Geheimdienstler oder in der Verwaltung eingesetzt werden wollten.

Islamisten hatten bei einer Reihe koordinierter Attacken am 13. November in Paris 130 Menschen getötet. Zu der schwersten Anschlagsserie in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

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