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Donald Trump in Chicago Kundgebung läuft völlig aus dem Ruder

Die Auftritte des US-Republikaners Donald Trump polarisieren immer mehr. Nun musste Trump eine Veranstaltung in Chicago absagen. Es kam es zu chaotischen Szenen und Handgreiflichkeiten.

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat eine Kundgebung in Chicago wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Kurz zuvor waren zahlreiche Protestler in die Arena auf dem Campus der University of Illinois geströmt, wo die Veranstaltung stattfinden sollte. Der Eklat warf ein Schlaglicht auf die von vielen Beobachtern als polarisierend empfundene Kampagne des Spitzenreiters im Feld der republikanischen Kandidaten.

Vor Trumps geplantem Auftritt in Chicago hatten College-Mitarbeiter die Universitätsverwaltung bereits zur Absage des Events gedrängt. Es sei eine "feindselige und physisch gefährliche Atmosphäre" für die Studenten zu befürchten, argumentierten die Bedenkenträger. Stunden vor dem anvisierten Beginn der Kundgebung standen Hunderte Menschen vor der Arena Schlange: Anhänger Trumps wurden von einem massiven Polizeiaufgebot und Barrikaden von einer großen Zahl an Protestlern getrennt.

Zum ersten Mal in der Kampagne des Immobilienmoguls schien sich die Zahl seiner Unterstützer und jene seiner Gegner bei einer Kundgebung die Waage zu halten.
In der Arena selbst kam es später zu mehreren heftigen verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern, vereinzelt kam es zu Handgemengen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben fünf Personen fest.

Als dann die Vertagung von Trumps Kundgebung bekanntgegeben wurde, reagierten Teile der Menschenmenge mit Jubelrufen. Anhänger des republikanischen Bewerbers ums Weiße Haus skandierten hingegen "Wir wollen Trump!"

 

In einem Telefoninterview des Senders MSNBC verteidigte Trump die Absage seines Auftritts. Er wolle nicht erleben, dass dort "Leute verletzt werden oder Schlimmeres", sagte er. "Ich denke, wir haben das Richtige getan." Allerdings teilte die Chicagoer Polizei später mit, sie hätte vor Ort über genügend Einsatzkräfte verfügt, um der Lage Herr zu werden. Auf die Kundgebung in der Arena habe Trumps Kampagne aus freien Stücken verzichtet, sagte Sprecher Anthony Guglielmi.

Die Proteste wertete der Immobilienmogul nicht als Zeichen des Widerstands gegen seine Person oder seinen Kampagne, sondern als Ausdruck eines allgemeinen Unbehagens in den USA. Dies gelte vor allem für Leute, die aufgebracht seien, weil sie keine Jobs fänden. "Da ist Wut im Land", sagte Trump.

"Donald Trump predigt Hass"

Sein innerparteilicher Rivale Ted Cruz warf ihm indes vor, eine Stimmung geschaffen zu haben, "die diese Art von hässlichem Diskurs ermutigt".

Auch viele Protestler in Chicago sagten, dass sie gekommen seien, um Trump von seiner Rede abzuhalten. "Unser Land wird es nicht schaffen, indem es durch die Ansichten von Donald Trump gespalten wird. Unser Land ist schon genug gespalten", sagte etwa der 37-jährige Jermaine Hodge. "Donald Trump predigt Hass. Er predigt Spaltung." Bill Tail, ein Anhänger Trumps, zeigte sich indes enttäuscht von den Protestlern. "Sie brüllen von Toleranz, sind aber selbst intolerant. Das macht keinen Sinn."

Erst wenige Tage zuvor hatte ein gewaltsamer Zwischenfall auf einer Kundgebung Trums in North Carolina für Aufregung gesorgt. Ein älterer Mann mit Cowboyhut versetzte einem jungen Schwarzen einen Faustschlag ins Gesicht, während das Opfer wegen Ruhestörung von Beamten aus der Arena geführt wurde.

Und unter Teilnehmer einer Veranstaltung Trumps in St. Louis mischten sich am Freitag ebenfalls Protestler. Später nahm die Polizei dort drei Dutzend Personen wegen Ruhestörung fest, gegen eine Person wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. In seiner Rede teilte Trump gegen die Protestler aus, die er als "Unruhestifter" bezeichnete.

 

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