Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Massendemonstration in Warschau Zehntausende protestieren gegen die Regierung

In Warschau haben Zehntausende Polen gegen die nationalkonservativen Regierung demonstriert. Stein des Anstoßes war vor allem die umstrittene Verfassungsgerichts-Reform.

In Warschau haben Zehntausende Menschen gegen die umstrittene Verfassungsgerichts-Reform der nationalkonservativen Regierung demonstriert. Mit wehenden polnischen und EU-Fahnen zogen die Menschen durch die Stadt und forderten die Regierung in Sprechchören auf, die Verfassung zu achten. Die Menge hatte sich hinter einem Protestplakat mit der Forderung "Setzt die Verfassung wieder in Kraft" gesammelt. Sie stärkte damit dem Verfassungsgericht im Streit mit der Regierung den Rücken. Auch Rechtsexperten des Europarates bemängelte gerade erst die von der Regierung betriebene Reform des Verfassungsgerichtsbarkeit und warnten vor Gefahren für Rechtstaat und die Demokratie.

Die euroskeptische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sieht sich seit ihrer Regierungsübernahme im Oktober zum Teil massiver Kritik aus der EU, den USA und von Rechtstaats-Verteidigern aus der Zivilgesellschaft ausgesetzt. Im Zentrum standen dabei Regierungseingriffe in den Mediensektor und in das Rechtssystem, die nach Auffassung von Kritikern die Position der Regierung gegen Widersacher gezielt stärkte.

Polens Verfassungsgerichtshof hatte am Mittwoch das neue Gesetz der Regierung mit Vorschriften an das Oberste Gericht für verfassungswidrig erklärt. Die Vorgabe der Regierung, etwa die Zahl der für Entscheidungen notwendigen Richter zu erhöhen oder Verfahren in chronologischer Reihenfolge abarbeiten zu müssen, seien unrechtmäßig, erklärten die Richter. Mit diesem Spruch hatte sich der Streit zwischen den obersten Rechtssprechern des Landes und der nationalkonservativen Regierung weiter verschärft.

Die Regierung heizte den Konflikt Samstag weiter an. Sie wiederholte ihre Weigerung, das jüngste Urteil des Verfassungsgerichts im Amtsblatt zur veröffentlichen. Sie argumentierte, der Richterspruch sei selbst nicht rechtens. Nach Auffassung der Regierung ist das Verfassungsgericht zu mächtig geworden und zu stark mit der früheren Administration verbunden. Zudem wird dem Gericht von der amtierenden Regierung eine Blockade ihrer Reformen vorgeworfen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Hier kann nicht mehr kommentiert werden.