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Kampf gegen Zuwanderung Österreich will Bulgarien beim Grenzschutz helfen

Nach der Schließung der Balkanroute befürchtet Österreich, Flüchtlinge könnten auf andere Routen ausweichen. Mit Bulgarien vereinbarte Wien nun, bei der Sicherung der Grenzen zu helfen.

Nach der Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge hat Wien dem Nicht-Schengen-Land Bulgarien Unterstützung zugesichert. Zugleich lobte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einem Besuch in Bulgarien die Grenzsperranlagen des Landes zur Türkei. Es bestehe ein "gemeinsames Interesse", die europäische Außengrenze zu schützen, sagte Mikl-Leitner in der ostbulgarischen Stadt Burgas. Die Politikerin war gemeinsam mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) nach Bulgarien gereist.

Wien werde Bulgarien auch helfen, Dokumentenfälschungen bei der Einreise von Migranten festzustellen, sagte Mikl-Leitner nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Focus. Nach Gesprächen mit Regierungschef Boiko Borissow in Sofia beobachteten Mikl-Leitner und Doskozil von einem Militärhubschrauber aus, wie Bulgarien die EU-Außengrenze zur Türkei sichert. Mikl-Leitner lobte das ärmste EU-Land für die Errichtung eines Zauns an den kritischsten Stellen der Grenze zur Türkei, um so den Migrationsdruck abzuwenden.

Ein Grenzzaun an der türkisch-bulgarischen Grenze. (Foto: dpa)

Der Zaun wird zurzeit auf 160 Kilometer verlängert. Entlang der 270 Kilometer langen bulgarisch-türkischen Grenze sind neben Grenzsoldaten auch 2000 Polizisten stationiert. Die teilweise doppelreihigen und 3,5 Meter hohen Zäune sind mit Stacheldraht gesichert und werden zusätzlich per Video überwacht. Österreich will Bulgarien bei der Grenzsicherung mit Personal und Ausrüstung unterstützen.

Bulgarien hat auch eine Seegrenze zur Türkei. Sofia fordert, dass der Schutz von Bulgariens Grenzen in das geplante Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei einbezogen wird. Bulgarien befürchtet, dass durch sein Staatsgebiet ein alternativer Flüchtlingsweg entstehen könnte.

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