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Gewalt bei Auftritten von Donald Trump Die Wut wächst

Gewalt, Chaos, Prügeleien: Die Auftritte des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump polarisieren Amerika. Seine Gegner nehmen den Milliardär ins Visier. Sie wissen: Trump trägt eine Mitschuld.

Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber haben dem umstrittenen Immobilien-Milliardär Donald Trump eine Mitschuld für die Gewalt bei einem geplanten Wahlkampfauftritt in Chicago gegeben. Nach chaotischen Szenen wurde die Veranstaltung am Freitagabend abgesagt, noch bevor Trump auf die Bühne kommen sollte.

Immer wieder werden seine Auftritte gestört, worauf der Quereinsteiger - bekannt für Beleidigungen von Frauen oder Muslimen - oft mit aggressiven Worten reagiert. Trump führt bei den Republikanern deutlich in den Vorwahlen und könnte am Dienstag seine Führung beim "Super Tuesday II" noch ausbauen. Dann stehen Abstimmungen in Illinois, Ohio, North Carolina und Missouri an. Den delegiertenreichen Staaten Florida und Ohio bekommt dabei besondere Bedeutung zu, weil dem Sieger bei den Republikanern hier alle Stimmen zugesprochen werden.

Bei den Vorwahlen in Wyoming setzte sich unterdessen der texanische Senator Ted Cruz durch. Nach Auszählung der Stimmen entschieden sich rund zwei Drittel der Wähler für den Erzkonservativen, der damit seine Position als Trumps stärkster Widersacher festigte. Nach Informationen der "New York Times" konnte der Senator aus Florida, Marco Rubio, in der US-Hauptstadt Washington D.C. punkten. Demnach entschied er den Regierungsbezirk mit 37 Prozent der Stimmen für sich.

Mehr zum Thema: Für Trump sind die Gegendemonstranten "Schläger"

Cruz und Rubio nannten den Vorfall in Chicago "traurig". Kandidaten verdienten Respekt. Sie warfen ihm aber auch vor, die Stimmung stets aufzuheizen. Cruz, ein erzkonservativer Senator aus Texas, sagte, Trumps Kampagne fördere ein Umfeld, das zu einem solch "hässlichen Diskurs" führe. Rubio, der Senator aus Florida, sparte allerdings auch nicht mit Kritik an den Demonstranten. "Fox News" sagte er, einige würden womöglich sogar dafür bezahlt.

Trump selbst machte Anhänger des demokratischen Bewerbers Bernie Sanders für die Proteste verantwortlich. Den Senator aus Vermont bezeichnete Trump in Ohio als "unseren kommunistischen Freund". Wie aus dem Nichts hätten die Übergriffe bei der Kundgebung in Chicago begonnen. Zuvor hatte er die Gegendemonstranten als Schläger bezeichnet.

Bei der Veranstaltung in Chicago im Bundesstaat Illinois, wo am Dienstag ebenfalls Vorwahlen anstehen, gab es Rangeleien. Tausende Menschen - Gegner und Unterstützer Trumps - standen sich in aufgeheizter Stimmung gegenüber. In einer Mitteilung seines Wahlkampfteams hieß es, Trump habe sich nach seiner Ankunft in der Stadt mit Sicherheitskräften besprochen und entschieden, den Auftritt aus Sicherheitsgründen abzusagen. Er soll nun an einem anderen Tag stattfinden. Nach der Absage skandierten zahlreichen Menschen Parolen wie "Wir sind Trump losgeworden" ("We dumped Trump!"), andere wiederum riefen "Wir wollen Trump!" ("We want Trump!").

"Geh nach Hause zu deiner Mami"

Auf Fernsehbildern waren sich prügelnde Menschen zu sehen. Ein Mann drang bis zum Rednerpult vor und entzog sich mehrfach dem Zugriff von Sicherheitskräften, bevor er abgeführt wurde. Ein anderer versuchte, einer Person die amerikanische Flagge aus den Händen zu reißen.

Nach der Absage des Auftritts war die Polizei damit beschäftigt, zahlreiche aufgebrachte Unterstützer beider Seiten auseinanderzuhalten. Zwei Polizisten wurden nach Angaben eines Sprechers verletzt. Eine Pressemeldung, dass nach dem Gewaltausbruch von Chicago auch Trumps Auftritt auf einer Kundgebung in Ohio abgesagt wurde, dementierte dessen Sprecherin später.

Trumps Auftritte rufen in der Regel einige Demonstranten auf den Plan, nicht aber so viele wie in Chicago, wo laut Polizei auch versucht wurde, eine Schnellstraße zu blockieren. Am Freitag war Trump zuvor schon in St. Louis, Missouri, mehrfach durch Zwischenrufe bei einer Rede gestört worden. Als einer der Demonstranten von Sicherheitskräften aus dem Saal geführt wurde, rief Trump: "Geh nach Hause zu deiner Mami."

Der Präsidentschaftsbewerber punktet vor allem mit Kritik an der politischen Elite in Washington. Seine Wortwahl polarisiert aber immer wieder. Im Visier hat er vor allem Muslime und Einwanderer, aber auch die Europäische Zentralbank und Bundeskanzlerin Angela Merkel wurden bereits scharf angegriffen.

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