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Deutschland Zahl der Flüchtlinge geht rapide zurück

Die Zahlen haben sich gewandelt: Pro Tag kommen weniger als 100 Flüchtlinge nach Deutschland - 2015 waren es noch bis zu 10.000 pro Tag. Seit Jahresbeginn sinkt die Zahl der Flüchtlinge rapide.

Stück für Stück riegelten die Balkanstaaten die Grenzen ab, inzwischen ist in Europa die sogenannte Balkanroute über Mazedonien für Flüchtlinge faktisch geschlossen.

Das schlägt sich auch in den neuesten Zahlen der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland nieder. Im Januar kamen noch 64.7000 Menschen nach Deutschland, schreibt die "Bild am Sonntag" (BamS) und beruft sich dabei auf offizielle Zahlen.

Im Februar hingegen waren es mit 37.600 nur noch etwas mehr als halb so viele und in den ersten März-Tagen kamen lediglich 2900 Migranten über die deutsche Grenze. Insgesamt erreichten von Jahresanfang bis zum 10. März 105.000 Flüchtlinge die Bundesrepublik.

Flüchtlinge campieren an der Grenze

Der dramatische Unterschied wird auch sichtbar, wenn man nur einzelne Tage betrachtet. Kamen am Mittwoch dieser Woche 89 Flüchtlinge und am Donnerstag 92 Menschen über die Grenze, so waren es im Herbst vergangenen Jahres noch bis zu 10.000 Migranten täglich, die nach Deutschland strömten.

Die Flüchtlinge werden nun bereits an der mazedonischen Grenze aufgehalten. Im griechischen Grenzort Idomeni sind es zurzeit rund 12.000 Migranten, die in Zelten und im Schlamm ausharren.

Mit Flyern in den Sprachen Arabisch, Farsi und Paschtu will die griechische Regierung die Menschen im Elendscamp Idomeni dazu bewegen, die Grenzstadt Idomeni freiwillig zu verlassen und andere Flüchtlingslager aufzusuchen.

Schleuser verdienen am Leid der Flüchtlinge, eine Schleusung durch die Ägäis kostet schätzungsweise 4000 bis 6000 Euro. Schleusungsdelikte werden im Jahr 2016 den "am schnellsten wachsenden" Kriminalitätsschwerpunkt darstellen, glaubt Europol. Das zitiert die BamS aus einem Bericht aus Sicherheitskreisen.

Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm besuchte am Samstag das Flüchtlingslager in Idomeni und übernachtete dort in der Nacht zu Sonntag in einem Zelt. "Es ist eine Kulturschande", sagte er zu den Zuständen in dem Camp. Er kritisierte die Balkanländer für die Schließung ihrer Grenzen: "Was ist das eigentlich für eine Lösung? Die ziehen sich bequem zurück und sagen, Griechenland soll damit zurechtkommen".

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