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Anschlag in der Elfenbeinküste Islamisten töten Dutzende Menschen in Badeort

Schwerbewaffnete Angreifer haben Hotels im Badeort Groß-Bassam in der Elfenbeinküste attackiert. Es gab Tote und Verletzte. Ein Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida bekannte sich zu der Bluttat.

Bei Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste sind am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet worden. Unter den Toten sollen sich auch vier westliche Ausländer befinden, wie der Polizeisprecher Bredou M'Bia mitteilte. Innenminister Hamed Bakayoko sagte, darunter seien ein Franzose und ein Deutscher. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte dies auf Nachfrage zunächst nicht. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung, ob auch deutsche Staatsbürger von dem Terrorangriff betroffen sind", sagte sie.

Mehrere bewaffnete Männer hatten in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Eine Splittergruppe der Al-Kaida bekannte sich nach Angaben des französischen Radiosenders RFI zu den Anschlägen.

Hinweise auf Dschihadisten

"Es sei zu früh, um zu sagen, ob wir es mit einem Terroranschlag zu tun haben", obwohl die Vorgehensweise darauf hindeute, sagte Innenminister Ahmed Bakayoko. Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten, 14 Zivilisten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden.

Nach Angaben eines Mitarbeiters in einem Krankenhaus in Abidjan wurden in Folge der Anschläge mehr als 20 Schwerverletzte in das Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Toten könnte demnach weiter steigen.

"Einer der Attentäter, den ich gesehen habe, war wie ein Dschihadist gekleidet - mit einem langen Gewand und Bart", sagte der Touristenführer und Augenzeuge Sékou Diarra. Die drei angegriffenen Hotels - "La Paillote", "Etoile du Sud" and "Koral Beach" - seien auch bei westlichen Besuchern beliebt, die sich vor allem an Sonntagen an den Stränden aufhalten, so Diarra. Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv.  

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