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Nach dem Anschlag in Ankara Türkische Luftwaffe greift PKK im Nordirak an

Noch steht nicht eindeutig fest, wer hinter dem jüngsten Anschlag mit dutzenden Toten in Ankara steckt. Im Norden des Irak bombardiert die Türkei Stellungen der verbotenen Kurdenpartei PKK.

Nach dem blutigen Anschlag im Zentrum von Ankara hat die türkische Luftwaffe Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak angegriffen. Elf Kampfjets seien unter anderem im Kandil-Gebirge im Einsatz gewesen, teilte die Armee am Montag mit. Es seien Verstecke und Waffenlager bombardiert worden. Das Kandil-Gebirge gilt als Rückzugsgebiet von PKK-Kämpfern.

In der türkischen Hauptstadt war am Sonntag an einer Bushaltestelle nahe dem Kizilay-Platz eine Autobombe explodiert. Nach jüngsten Regierungsangaben wurden 37 Menschen getötet, darunter ein Attentäter, sowie mehr als 120 weitere Menschen verletzt. Es handelte sich um den dritten Anschlag im Zentrum Ankaras binnen fünf Monaten.

Sicherheits-Kreise: PKK für Anschlag verantwortlich

Nach Behördenangaben zündeten ein oder zwei Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Nach Angaben von Regierungschef Ahmet Davutoglu soll eine "Terroristengruppe" dahinter stecken.

Mehr zum Thema: Wer steckt hinter dem Terroranschlag im Stadtzentrum von Ankara?

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde ein Attentäter vom Sonntag identifiziert. Es handele es sich um eine Frau, die sich 2013 der PKK angeschlossen habe, sagten mehrere für Sicherheitsfragen verantwortliche Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Ihnen zufolge wurde die Täterin 1992 geboren und stammt aus Stadt Kars in der Osttürkei.

Nach zwei Jahren relativer Ruhe war der Kurdenkonflikt in der Türkei im vergangenen Sommer wieder eskaliert. Die türkische Armee geht seit Dezember im Südosten des Landes mit aller Härte gegen mutmaßliche PKK-Rebellen vor.

Erst Mitte Februar wurden nahe dem Kizilay-Platz bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi 29 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich damals die militante Kurdenorganisation Freiheitsfalken Kurdistans.

Der schwerste Anschlag ereignete sich am 10. Oktober, als zwei Selbstmordattentäter bei einer prokurdischen Demonstration 103 Menschen in den Tod rissen. Die Behörden machten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat verantwortlich.

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