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Multikulti mal ganz anders Die AfD-Kandidatin und der pikante Escortservice

Die AfD steht nach eigener Aussage für preußische Tugenden, wie den Schutz der Ehe. Doch die Schweriner AfD-Vertreterin Petra Federau soll das nicht ganz so eng gesehen haben.

Hart arbeitenden Männern hübsche deutsche Frauen zur Entspannung zuzugesellen ist in Mecklenburg-Vorpommern wohl nicht ehrenrühriger als anderswo. Delikat wird die Sache, wenn eine künftige Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Landtagswahl am 4. September noch vor Jahren diesen Dienst am Mann im eigenen Land wie im arabischen Raum betrieb.

Kein Widerspruch gegen Zeitungsartikel

Diesen Umstand legt ein detailreicher Artikel der "Schweriner Volkszeitung" ("SVZ") nahe. Unter dem Titel "Sauberfrau im Zwielicht" schreibt das Blatt, dass die Schweriner AfD-Stadtverordnete Petra Federau für den einst in Abu Dhabi ansässigen, gehobenen Begleit-Service Escort4You – German Beautys als Vermittlerin tätig gewesen sei und bisweilen die Damen selbst zu ihren Auslandseinsätzen begleitet habe.

Nach Angaben der Zeitung lehnte die Politikerin die Beantwortung schriftlich gestellter Fragen dazu ab, gegen "sorgfältig recherchierte Zeitungsartikel", so ihr Anwalt, sei jedoch nichts einzuwenden.

. (Foto: Infografik Die Welt)

Sollte der Scoop der Regionalzeitung den Tatsachen entsprechen, wäre das für die Partei, die sich gerade in ihrem dreifachen Wahlsieg sonnt, äußerst peinlich. Die AfD legt in ihren Veröffentlichungen hohen Wert auf Anstand und preußische Tugenden, der Schutz von Ehe und Familie geht ihr über alles.

Für Petra Federau, die nach den Umfragen auf Platz drei der AfD-Liste beste Chancen auf ein Landtagsmandat hat, wäre die Enthüllung einer ebenso geschäftstüchtigen wie sinnenfrohen Vergangenheit besonders pikant, weil sie nicht gerade als Freundin fremdländischer Männer und Frauen aufgefallen ist.

Zeitung besitzt Verträge mit Federau-Unterschrift

Einmal prophezeite sie auf Facebook zum Thema Asyl und Ebola-Kranke: "Wir holen uns nicht nur die Religionskriege, sondern auch alle Krankheiten der Welt ins Land." Auch über eine drohende "Zwangsverpflichtung" zur Aufnahme von Flüchtlingen räsonierte sie. Es heißt, sie sei deshalb auch nicht mehr im Landesvorstand der Partei. Als empörte Schlagzeilen über ihre Äußerungen folgten, fühlte sie sich öffentlich hingerichtet.

Die "SVZ" weist nicht ohne Sarkasmus darauf hin, dass in manchen islamischen Staaten Männern und Frauen, denen Prostitution vorgeworfen wird, die öffentliche Hinrichtung drohe. Zwar sagt zurzeit niemand, wie entgegenkommend die Damen gewesen sind.

Doch berichteten dem Blatt ehemalige Mitarbeiterinnen des Escort-Service von Reizwäsche und Kondomen, die für gehobene Unterhaltung nicht zwingend sind. Offenkundig liegen der Zeitung von Federau unterzeichnete Verträge vor, ebenso Dokumente über Stundenlöhne und Agenturprovisionen.

Sollte sich der Fund als authentisch herausstellen, wäre dies ein recht origineller Vorwurf gegen eine Politikerin der AfD. In finanziellen Schwierigkeiten sind etliche Kandidaten der Partei. André Poggenburg, der am Sonntag ein Direktmandat in Sachsen-Anhalt eroberte, hat da zum Beispiel eine Menge hinter sich.

Und Uwe Junge, der gewählte Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz, war einst Mitglied der islamfeindlichen Partei Die Freiheit, nach den AfD-Statuten eigentlich ein Grund, nicht aufgenommen zu werden. Junge sei "offen damit umgegangen", hieß es dazu aus der AfD. Diese Taktik dürften Beobachter wohl auch Petra Federau anraten.

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