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Ex-Grüne und Islam-Hasser Schillerndes AfD-Personal zieht in die Landtage ein

Nach ihrem Wahlerfolg zieht die AfD mit mehr als 60 Abgeordneten in die Länderparlamente. Was sind das für Leute? Einige haben eine interessante Geschichte.

61 Abgeordnete ziehen nach den Wahlen für die Alternative für Deutschland (AfD) in die Landtage von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Dabei bietet die Partei schillerndes Personal.

Der Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt erhielt schon einen Haftbefehl und der Landeschef in Rheinland-Pfalz war früher in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Vereinigung.

In einem anderen Bundesland, in Mecklenburg-Vorpommern, hatte auch gerade eine AfD-Kandidatin für Aufsehen gesorgt: Petra Federau soll für einen Escortservice gearbeitet haben, der schöne Frauen nach Abu Dhabi vermittelte.

Sachsen-Anhalt: Abgeordneter mit Haftbefehl

André Poggenburg. (Foto: Getty Images)

In Sachsen-Anhalt fuhr die AfD ihr bestes Ergebnis bei den drei Landtagswahlen ein und wurde mit 24 Prozent zweitstärkste Partei.

Der AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg bezeichnet sich selbst gern als "erfolgreichen Unternehmer". Ein Unternehmer allerdings, der schon öfter mit der Justiz zu tun hatte. Gegen ihn wurde ein Vollstreckungshaftbefehl wegen nicht bezahlter Schulden erlassen. Zudem wurde auch ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Poggenburg gesteht dies ein, sagt aber, er habe keine finanziellen Probleme, alles sei inzwischen beglichen und spricht von "Versäumnissen". Politisch gilt er als nah an den radikalen Ansichten des Thüringer Parteichefs Björn Höcke.

Ebenfalls in den Landtag zieht Oliver Kirchner ein, der in einem Facebook-Kommentar 2014 schrieb: "Der Islam hat eigentlich recht wenig mit einer Religion gemeinsam. Über 100 mal Tötungsabsichten im Koran zeigen welch Geistes Kind diese Fehlgeleiteten sind. Diese Nichtsnutze mit ihren Koranständen sollte man aus den Innenstädten verjagen." Der neue Abgeordnete Andreas Mrosek kandidierte 2002 für die Freiheitliche Deutsche Volkspartei (FDVP), einer Abspaltung der rechtsextremen DVU.

Die weiteren Abgeordneten: Gottfried Backhaus, Matthias Büttner, Jens Diederichs, Robert Farle, Lydia Funke, Andreas Gehlmann, Hagen Kohl, Mario Lehmann, Matthias Lieschke, Hannes Loth, Willi Mittelstädt, Volker Olenicak, Alexander Raue, Daniel Rausch, Tobias Rausch, Daniel Roi, Sarah Sauermann, Jan Schmidt, Ulrich Siegmund, Marcus Spiegelberg, Dr. Hans-Thomas Tillschneider

Baden-Württemberg: Der vorzeigbare Vertreter der ehemaligen "Professorenpartei"

Jörg Meuthen. (Foto: AFP)

Der AfD gehört in Baden-Württemberg das erste Wort. Jedenfalls bei der ersten Sitzung, denn sie stellt mit Heinrich Kuhn (75) den ältesten Abgeordneten. Besonderheit: Neun der 23 AfD-Landtagsabgeordneten tragen einen Doktortitel.

Als gemäßigt in seinen Ansichten gilt Jörg Meuthen, Spitzenkandidat in Baden-Württemberg und Volkswirtschaftsprofessor an der Hochschule Kehl für Verwaltungsbeamte. Er trat als Lucke-Fan ein und stammt noch aus der Zeit, als die "Professorenpartei" über den Euro stritt. Neben Parteichefin Frauke Petry ist er heute der zweite Sprecher der Partei und oft in Talkshows zu sehen. Er distanziert sich immer wieder von Extrempositionen anderer Parteimitglieder. Er bestritt auch, dass Petry und andere für einen Schusswaffeneinsatz an der Grenze waren. Das sei aus dem Zusammenhang gerissen worden, sagte er. Er könnte auch als CDU-Mann am rechten Rand durchgehen. Am Mittwoch wurde er zum Chef der AfD-Fraktion im Landtag gewählt.

Ins Landesparlament sitzt bald ebenfalls Heinrich Fiechtner. Nach den Anschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" verglich er den Koran mit Hitlers "Mein Kampf". Deshalb wollte ihn der Kreisverband sogar aus der Partei werfen. Der Arzt aus Stuttgart teilte laut " Bild" zudem zum Geburtstag ein Foto von Hitler auf Facebook mit dem Satz: "Der wichtigste Politiker bis heute". Interessant ist auch Dr. Bernd Grimmer. Er war früher bei den Grünen und dort sogar Gründungsmitglied. Heute zeigt er Verständnis für die Forderungen der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung.

Die weiteren Abgeordneten: Rüdiger Klos, Dr. Rainer Podeswa, Thomas Axel Palka, Carola Wolle, Anton Baron, Udo Stein, Dr. Christina Baum, Dr. Heiner Merz, Dr. Rainer Balzer, Claudia Martin, Klaus-Günther Voigtmann, Dr. Heinrich Kuhn, Bernd Gögel, Stefan Räpple, Emil Sänze, Lars Patrick Berg, Dr. Wolfgang Gedeon, Hans Peter Stauch, Stefan Herre, Daniel Rottmann

Rheinland-Pfalz: Parteichef war in islamfeindlicher Partei

Uwe Junge. (Foto: AP)

In Rheinland-Pfalz holte die AfD 12,6 Prozent und wurde drittstärkste Kraft mit 14 Sitzen im Landtag.

Als bürgerlich-konservative Partei sieht Bundeswehroffizier Uwe Junge, der Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz, seine Partei. Laut SWR war er früher Mitglied der islamfeindlichen Partei Die Freiheit. Der bayerische Verfassungsschutz stuft sie als extremistisch ein und beobachtet sie. 2011 trat der Oberstleutnant aus der Partei aus, die inzwischen auch mit den Republikanern zusammenarbeitet. Obwohl die AfD offiziell ein weitgehendes Verbot für die Aufnahme ehemalige Freiheit-Mitglieder erließ, kam der Oberstleutnant in die Partei.

Lehrer Michael Frisch, ebenfalls bald für die AfD im Landtag, äußerte ebenfalls Verständnis für Teile des Programms der antiislamischen Pegida-Bewegung: Es gebe dort viele vernünftige Forderungen, sagte er.

Die weiteren Abgeordneten: Joachim Paul, Dr. Jan Bollinger, Michael Frisch, Heribert Friedmann, Dr. Sylvia Groß, Matthias Joa, Damian Lohr, Jürgen Klein, Gabriele Bublies-Leifert, Martin Schmidt, Iris Nieland, Dr. Timo Böhme, Jens Ahnemüller

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