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Hauptverdächtiger der Pariser Anschläge Polizei fasst Salah Abdeslam - drei Festnahmen

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Brüssel sind der mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam und zwei weitere Verdächtige gefasst worden. Die Islamisten leisteten bewaffneten Widerstand.

Der Hauptverdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, ist nach monatelanger Fahndung festgenommen worden. "Wir haben ihn", teilte der belgische Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz bestätigten der französische Präsident Francois Hollande und der belgische Ministerpräsident Charles Michel die Festnahme. Insgesamt seien drei Verdächtige bei dem Zugriff im Brüsseler Stadtteil Molenbeek festgenommen worden - nach einem Feuergefecht mit der Polizei.

Der 26 Jahre alte Franzose wurde bei einer Schießerei mit der Polizei verletzt. Medienberichten zufolge wurde Abdeslam in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Augenzeugen hatten zuvor von Schüssen während des Polizeieinsatzes berichtet.

Mehr zum Thema: Der Terror-Pate aus Molenbeek

Bei den Pariser Anschlägen im November waren 130 Menschen getötet worden. Abdeslams älterer Bruder war einer der Selbstmordattentäter. Abdeslam selbst kehrte Stunden nach den Anschlägen nach Brüssel zurück. Zu der Tat hatte sich die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekannt. Die Fahndung nach Abdeslam lief seit Monaten auf Hochtouren. Spekuliert wurde, der 26-Jährige sei nach Syrien geflohen.

Weißer Rauch über Molenbeek

Aufnahmen des belgischen Fernsehens zeigten maskierte Spezialkräfte, die den Eingang zu einer Straße in Molenbeek bewachten. Reporter berichteten, über dem Dach eines Gebäudes in der abgesperrten Zone sei weißer Rauch aufgestiegen.

Die Ermittler waren bereits am Dienstag Abdeslam dicht auf den Fersen. An dem Tag wurden Beamte bei einer Routine-Überprüfung einer Brüsseler Wohnung im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten aus einer Wohnung heraus beschossen. Ein Scharfschütze erschoss einen 35 Jahre alten Algerier. Nach Medienberichten konnten während der Schießerei zwei Männer fliehen. In dem Appartement fanden die Ermittler Fingerabdrücke von Abdeslam auf einem Glas.

Salah Abdeslam ist einer der Hauptverdächtigen der November-Anschläge in Paris. (Foto: dpa)

Bei dem getöteten Mann soll es sich nach Angaben der Ermittler wahrscheinlich um Mohamed Belkaid handeln, der den Decknamen Samir Bouzid angenommen hatte. Bouzid wurde von Sicherheitskameras dabei aufgenommen, wie er zwei Tage nach den Pariser Attentaten Geld an die Cousine von Abdelhamid Abaaoud überwies. Abaaoud gilt als eigentlicher Drahtzieher der Pariser Anschläge. Er und seine Cousine wurden bei einem Polizeieinsatz am 18. November im Pariser Stadtteil Saint-Denis bei einem Polizeieinsatz getötet.

Die belgische Polizei hatte nach den Anschlägen bislang zehn Verdächtige festgenommen, zu denen die am Freitag Festgenommenen noch hinzugezählt werden müssen. Im Verdacht stehen unter anderem französische und belgische Staatsbürger, die in Syrien aufseiten des IS gekämpft haben sollen. Ermittler gehen davon aus, dass die Pariser Attentate von Brüssel aus gesteuert wurden. Insbesondere der Stadtteil Molenbeek gilt als Drehkreuz für europäische Dschihadisten. Dort haben auch mindestens zwei der mutmaßlichen Attentäter gelebt.

Die Pariser Attentate hatten auch zu Spannungen zwischen Frankreich und Belgien geführt. Französische Ermittler warfen belgischen Sicherheitsbehörden vor, zu lax die Aktivitäten von militanten Rückkehrern aus Syrien zu überwachen.

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