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Liveticker zu Anschlägen in Brüssel Marsch gegen die Angst in Brüssel abgesagt

Dritter Flughafen-Terrorist offenbar gefasst +++ Brüsseler Flughafen bleibt geschlossen +++ Athener Polizei entdeckte offenbar Pläne zu Brüssel-Anschlag +++ Alles Wichtige im Liveticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Dritter mutmaßlicher Selbstmordattentäter - der mit heller Jacke und Hut auf Bildern einer Flughafen-Überwachungskamera zu sehen war - offenbar gefasst.

  • Athener Polizei entdeckte bereits 2015 Pläne zu Brüssel-Anschlag.

  • Unklar ist weiterhin, ob der Attentäter in der Metro-Station Maelbeek einen

    Komplizen hatte.

21:31 Uhr: "Marsch gegen die Angst" in Brüssel abgesagt

Nach einem entsprechenden Aufruf von Belgiens Innenminister Jan Jambon ist eine für Sonntag geplante Kundgebung in Brüssel gegen Extremismus und Gewalt abgesagt worden. Die Initiatoren erklärten, sie hätten Verständnis für den Appell des Innenministers. "Die Sicherheit unserer Bürger ist eine absolute Priorität", hieß es in ihrer Erklärung. Darum schlössen sie sich den Behörden an, "eine Verschiebung vorzuschlagen".

Jambon hatte die Bürger kurz zuvor dazu aufgerufen, "morgen nicht zu demonstrieren". Der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur verwies auf die aktuelle Gefährdungslage, die laufenden Ermittlungen zu den Anschlägen sowie die begrenzten Kapazitäten der Polizei. Er schlug eine Verschiebung der Kundgebung um mehrere Wochen vor, um es den Sicherheitsbehörden zu "erlauben, ihre Arbeit zu tun".

18:52 Uhr: Körperscanner und Leibesvisitationen vor Länderspiel in Berlin

Unter verstärkten und speziellen Sicherheitsvorkehrungen hat der Einlass in das Berliner Olympiastadion zum Fußball-Länderspiel Deutschland gegen England begonnen. An den Eingängen für Journalisten wurden moderne Körperscanner eingesetzt. Ehrengäste und Medienvertreter mussten neben der Eintrittskarte auch einen Ausweis vorzeigen. Außerdem gab es Leibesvisitationen, die Wachleute kontrollierten mitgebrachte Taschen.

Vier Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel zeigte die Berliner Polizei rund um das Fußballstadion im Westen der Hauptstadt deutliche Präsenz. Auch am Bahnhof Zoo war mehr Polizei als sonst zu sehen. Insgesamt sollten am Abend 1500 Polizisten für die Sicherheit sorgen. Der Anpfiff des Freundschaftsspiels vor 72.000 Zuschauern war für 20.45 Uhr geplant (Liveticker bei N24.de!).

17:51 Uhr: Kein Terrorverdacht gegen Festgenommenen in Gießen

Bei einem in der Nacht zum Donnerstag in Gießen festgenommenen Marokkaner hat sich der Verdacht einer Verbindung zu den Anschlägen in Brüssel nach Medienberichten nicht bestätigt. Die Sender RBB und SWR berichteten am Samstag unter Berufung auf Sicherheitskreise, nach Ermittlungen belgischer Behörden handele es sich um eine Verwechselung.

Der Mann habe einen Bekannten, dessen Name fast identisch sei mit dem des mutmaßlichen Selbstmord-Attentäters in der Brüsseler U-Bahn, Khalid El Bakraoui. Dieser Name habe in einer SMS-Textnachricht im Handy des 28-Jährigen gestanden, der laut Staatsanwaltschaft Gießen von der Bundespolizei auf dem Bahnhof festgenommen worden war.

16:29 Uhr: 1500 Polizisten sichern Länderspiel in Berlin

Etwa 1500 Polizisten sollen rund um das Fußballspiel zwischen den Nationalmannschaften Englands und Deutschlands in Berlin für Sicherheit sorgen. Rund 400 der Beamten kommen aus anderen Bundesländern, wie Polizeisprecher Stefan Redlich mitteilte. Auch aus London seien einige Kollegen wegen ihrer Kenntnisse der englischen Fanszene dabei. Zur Gefährdungslage nach den Terroranschlägen in Brüssel gebe es keine neuen Erkenntnisse, hieß es übereinstimmend bei Bundespolizei und Berliner Polizei.

"Es gibt keine konkreten Hinweise auf eine Gewalttat in der Stadt", sagte Redlich. Der Klassiker im Olympiastadion soll um 20.45 Uhr angepfiffen werden. Die Polizei bat Besucher, rechtzeitig zu kommen. Für die Einlasskontrollen wurden Zelte vor den Stadioneingängen aufgestellt. Der Innenbereich des Stadions sollte vor Einlassbeginn um 18.45 Uhr mit Sprengstoffspürhunden abgesucht werden. 

16:10 Uhr: Identität von 24 Todesopfern der Brüsseler Anschläge geklärt 

Vier Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel sind die meisten Todesopfer identifiziert. Bei 24 der 31 von Selbstmordattentätern getöteten Menschen sei nun geklärt, um wen es sich handelt, teilte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Belga mit. Unter den Toten ist auch eine Frau aus Aachen. Mittlerweile geht das Gesundheitsministerium von 340 Verletzten aus - bisher war von 300 Personen die Rede. Rund 100 Verletzte sind danach noch im Krankenhaus, davon 23 auf der Intensivstation. Einige Opfer haben schwere Verbrennungen. Auch der Mann der getöteten Aachenerin liegt nach Angaben vom Freitag noch im Krankenhaus.

15:54 Uhr: Belgische Behörden warnen vor Teilnahme an Großkundgebung

Die belgischen Behörden raten aus Sicherheitsgründen von der Teilnahme an einer für Sonntag geplanten Kundgebung in Brüssel ab. Er rufe die Bürger auf, "morgen nicht zu demonstrieren", sagte Innenminister Jan Jambon am Samstag. Der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur verwies auf die aktuelle Gefährdungslage, die laufenden Ermittlungen zu den Anschlägen sowie die begrenzten Kapazitäten der Polizei. Er sprach sich dafür aus, die Demonstration um "einige Wochen" zu verschieben.

15:41 Uhr: Regierung warnt vor Anschlägen in Deutschland

Angesichts der aktuellen Terrorgefahr hat die Bundesregierung die Bevölkerung zum Bewahren eines "kühlen Kopfes" aufgerufen - und gleichzeitig vor Anschlägen in Deutschland gewarnt. "Die Terroristen würden gerne ihren Krieg in unsere Städte und unsere Köpfe tragen, uns in eine Art Belagerungszustand treiben, um uns ihre perverse Logik von Gewalt und Hass aufzuzwingen", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

14:47 Uhr: Abgesagtes Länderspiel - de Maizière bereut Aussage 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bereut seine Wortwahl nach der Absage des Fußball-Länderspiels im November wegen eines möglichen Terroranschlags. Im Nachhinein hätte er auf seine Aussage "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" gerne verzichtet, sagte de Maizière in einem ARD-Interview. Der Innenminister fürchtete zu dem Zeitpunkt einen Terroranschlag auf den Hauptbahnhof Hannover.

Wenige Tage nach den Terroranschlägen in Paris während eines Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich wurde die Partie der Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Hannover erst kurz vor dem Abpfiff abgesagt. Grund war eine Terrorwarnung.

14:21 Uhr: Polizei findet nichts Verdächtiges in der Wohnung des Düsseldorfer Salafisten

Die Polizei hat bei der Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des Salafisten Samir E. nichts Verdächtiges entdecken können. "Es wurde nichts gefunden, was auch nur annähernd Bezüge zu Sprengstoff, Zündern oder Ähnlichem hat", sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes NRW, Frank Scheulen. Auch die Auswertung des Handys des Verdächtigen habe keine Verbindungen zu Islamisten ergeben. Die Ermittlungen dauerten aber an. So werde die Überprüfung des PCs noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der 28-Jährige bleibe in Haft. "Es wird versucht, ihn zu vernehmen", sagte Scheulen.

Samir E. gilt als Randfigur der salafistisch-dschihadistischen Szene in NRW. Er war nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" und der Deutschen Presse-Agentur ebenso wie der Brüsseler Flughafen-Attentäter Ibrahim El Bakraoui im Sommer 2015 von den türkischen Behörden im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien aufgegriffen worden. Die Türken verdächtigten beide, sich auf der Seite der Islamisten am syrischen Bürgerkrieg beteiligt zu haben oder noch beteiligen zu wollen. Beide seien daraufhin gemeinsam in einem Flugzeug nach Amsterdam abgeschoben worden, dem Ausgangspunkt ihrer Reise.

Die Behörden untersuchen nun, ob sich E. und Bakraoui näher gekannt haben und gemeinsam unterwegs waren. E. war am 1. März wegen gewerbsmäßigen Diebstahls zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Aufgrund eines Geständnisses hatte er die Haft nicht sofort antreten müssen. Nach den Veröffentlichungen über seine Ausweisung aus der Türkei gemeinsam mit El Bakraoui habe aber hohe Fluchtgefahr bestanden. Darum sei der Mann am Donnerstag verhaftet worden. 

13:24 Uhr: Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen C. erlassen

Die Staatsanwaltschaft Brüssel hat Haftbefehl gegen den Terrorverdächtigen Faycal C. erlassen. Bei dem Mann soll es sich nach Medienberichten um den gesuchten dritten Flughafenattentäter handeln. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. C. würden unter anderem terroristische Morde vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Haftbefehl war am Freitag erlassen worden. Bei einer Durchsuchung seien bei C. weder Waffen noch Sprengstoff gefunden worden. Am Brüsseler Flughafen hatten zwei Selbstmordattentäter am Dienstag mindestens elf Menschen in den Tod gerissen. Mehr zum Thema

12:44 Uhr: Dritter Mann des Flughafen-Terrorkommandos gefasst?

Der dritte Attentäter vom Brüsseler Flughafen ist offenbar gefasst und identifiziert. Die Zeitung "Le Soir" berichtete unter Berufung auf gute Quellen, der in der Nacht zum Freitag festgenommene Faycal C. sei von dem Taxifahrer identifiziert worden, der das Terrorkommando zum Flughafen gebracht habe. Eine offizielle Bestätigung für die Informationen gab es zunächst nicht.

C. ist seit 2003 polizeibekannt, sein Bruder Karim wurde 2005 im Alter von 23 Jahren in Schaerbeek von der Polizei erschossen. Die Polizei fand bei Karim damals eine Kalaschnikow und Sprengsätze. Faycal C. schrieb für das "Journal du Musulman". Die zwei mit Cheffou verhafteten Khalid A. und Mariam A. wurden inzwischen wieder freigelassen. 

Seit dem Bombenanschlag am Brüsseler Flughafen am Dienstag mit mindestens 11 Toten war fieberhaft nach dem Mann gesucht worden. Auf dem Bild der Überwachungskamera ist er in der Flughafenhalle rechts von den beiden Selbstmordattentätern Najim Laachraoui (24) und Ibrahim El Bakraoui (29) mit weißer Jacke und schwarzem Hut zu sehen.

Nach der Festnahme von C. hatte es bereits am Freitag Spekulationen gegeben, wonach es sich bei ihm um den Gesuchten handeln könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag die Festnahme von C. bestätigt, aber keine Angaben zu Verbindungen zu den Flughafenattentätern gemacht. 

12:40 Uhr: Entwarnung - Wachmann-Tod hat offenbar keinen Terrorbezug

Die Polizei in Belgien hat Medienberichte dementiert, nach denen der Sicherheitsausweis eines ermordeten AKW-Sicherheitsmannes gestohlen wurde. Man verfolge bei den Ermittlungen zu dem Mordfall keine terroristischen Spuren. Das Motiv für die Bluttat ist unklar.

10:55 Uhr: AKW-Wachmann in Belgien erschossen

Bereits am Donnerstagabend ist ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in der südbelgischen Stadt Charleroi erschossen. Das berichtet die "La dernière Heure". Der Mann, der in Begleitung seines Hundes unterwegs war, bewachte den Zugang zu belgischen Atomanlagen. Sein Sicherheitsausweis wurde demnach bei der Tat gestohlen.

Die Behörden deaktivierten den Ausweis unmittelbar nach der Tat. Trotzdem schockiert dieser erst jetzt bekannt gewordene Fall die Ermittler offenbar so sehr, dass man die Presse erst einmal im Dunkeln ließ. Ob der Sicherheitsausweis Grund für den Mord war, ist derzeit noch unklar. Einige Indizien sprechen jedoch dafür.

So gelten belgische Atomkraftwerke schon länger als potenzielle Ziele islamistischer Attentäter. Am 17. Februar hatten belgische Medien enthüllt, dass der belgische Chefentwickler des Nuklearprogramms durch islamistische Terroristen ausspioniert worden wurde. Erst zwei Wochen nach Bekanntwerden dieses Vorfalls wurde Militär zu den Atomkraftwerken beordert. Die belgischen Anlagen gelten ohnehin nicht als besonders sicher. Mehr zum Thema

10:41 Uhr: Passagierflüge von und nach Brüssel nicht vor Dienstag 

Die Wiedereröffnung des Brüsseler Flughafens verzögert sich nach den Terrorangriffen weiter. Vor Dienstag werden Passagierflüge am dortigen Flughafen Zaventem nicht starten oder landen, wie der Airport mitteilte. Der Flughafen habe mit den Vorbereitungen für neue Sicherheitsmaßnahmen begonnen, die von der Regierung beschlossen worden seien. Welche Maßnahmen darunter genau zu verstehen sind, wurde zunächst nicht bekannt.  

Der Flughafen ist einer der beiden Orte, an denen Attentäter am Dienstag Bomben zündeten und mehr als 30 Menschen getötet und rund 300 verletzt wurden. Die Abflughalle wurde durch zwei Explosionen schwer beschädigt. Wann der Wiederaufbau beginnen kann, ist nach Angaben der Flughafenleitung nach wie vor unklar. Die richterlichen Untersuchungen am Flughafen seien mittlerweile abgeschlossen. Das Unternehmen habe die Genehmigung bekommen, Freitagnachmittag mit einer kleinen Gruppe von Ingenieuren das Gebäude zu untersuchen, um den entstanden Schaden zu begutachten.

09:26 Uhr: Athener Polizei entdeckte offenbar Pläne zu Brüssel-Anschlag

Die griechische Polizei soll vergangenes Jahr in zwei Wohnungen in Athen Pläne entdeckt haben, die auf einen Terroranschlag auf dem Flughafen von Brüssel hindeuteten. Bereits damals seien die belgischen Behörden informiert worden, berichtete der Athener Nachrichtensender Skai unter Berufung auf die griechische Polizei. Unter anderem sei eine Karte des Flughafens von Brüssel gefunden worden. Eine offizielle Erklärung der Polizei dazu gab es zunächst nicht.

Dem Bericht zufolge wurden die Unterlagen in Wohnungen entdeckt, die von Islamisten angemietet worden waren. Nach den Anschlägen von Paris im November habe sich herausgestellt, dass es sich bei einem der Männer um Abdelhamid Abaaoud gehandelt habe, meldete der Sender. Abaaoud gilt als mutmaßlicher Drahtzieher der Pariser Anschläge. Er wurde im November wenige Tage nach Terrorserie bei einem dramatischen Anti-Terror-Einsatz im Pariser Vorort Saint-Denis getötet.

Abaaoud hatte auf seinen Reisen quer durch Europa auch eine Wohnung in Athen gemietet. Die französische Polizei hatte nach seinem Tod eine DNA-Probe des 27 Jahre alten Terroristen an die griechischen Behörden übermittelt. Damals war im Zuge der Ermittlungen in einer anderen Wohnung auch ein 33-jähriger Mann festgenommen worden, den die griechischen Behörden anschließend nach Belgien überstellten.

06:23 Uhr: Oettinger fordert "europäische Sicherheitsunion"

Nach den Anschlägen von Brüssel hat der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) die mangelnde Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen innerhalb der Europäischen Union kritisiert. "Polizei und Geheimdienste müssen den Daten- und Informationsaustausch dringend verbessern", sagte Oettinger der "Bild"-Zeitung. Nötig sei "eine schnellere Kommunikation, damit vor allem Hinweise auf geplante Anschläge rasch ausgewertet und Terrorakte möglichst im Vorfeld verhindert oder noch gezielter aufgeklärt werden können".

Wichtig sei, "dass die Mitgliedstaaten aus den Vorfällen von Brüssel lernen und nicht länger ihre eigenen Süppchen kochen". "Die Vereinheitlichung der Datenschutzregeln ist wichtig, da müssen wir jetzt ran, es geht aber auch um grenzüberschreitende Zugriffsrechte", sagte Oettinger. Es könne "nicht sein, dass wir zum Beispiel in Deutschland Daten erheben und die Ermittlung in anderen Ländern daran scheitert, dass die Behörden sie nicht einsehen dürfen". "Wir brauchen eine europäische Sicherheitsunion", forderte Oettinger.

05:00 Uhr: Mariah Carey sagt Brüssel-Konzert ab

US-Sängerin Mariah Carey hat ihr am Sonntag geplantes Konzert in Brüssel nach der Terrorserie in der belgischen Hauptstadt aus Sicherheitsbedenken abgesagt. An ihre Fans gerichtet schrieb sie auf Twitter, man habe ihr zur Absage des Auftritts geraten. Als Begründung nannte sie "die Sicherheit meiner Fans, meiner Band und von jedem, der an der Tour beteiligt ist". Ob die Show nachgeholt wird, wurde nicht bekannt.

03:02 Uhr: Maas schließt Terroranschläge in Deutschland nicht aus

Bundesjustizmister Heiko Maas (SPD) hält nach den Attacken von Brüssel neue Terroranschläge auch in Deutschland für möglich. "Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass der internationale Terrorismus eine Dauerschleife um Deutschland herum zieht", sagte Maas der "Saarbrücker Zeitung". Die Bundesrepublik sei seit längerer Zeit ein potenzielles Anschlagsziel. "Aber: Unsere Sicherheitsbehörden werden alles tun, was in ihrer Macht steht, um solche Anschläge zu verhindern und die Menschen in Deutschland so gut wie möglich zu schützen." Den Deutschen riet Maas, nicht in Panik zu verfallen. "Wenn wir jetzt komplett in Angst und Schrecken erstarren, dann haben die Terroristen ihr Ziel erreicht."

01:45 Uhr: Brüssel Attentäter stand angeblich schon vor Paris auf US-Antiterrorliste

Einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist einem Medienbericht zufolge bereits vor dem Anschlägen von Paris vom 13. November auf der Antiterrorliste der USA geführt worden. Kurz nach den Anschlägen sei auch sein Bruder, der Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui, auf die Liste gesetzt worden, berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf Behördenkreise.

Ibrahim El Bakraoui und ein weiterer Selbstmordattentäter, Najim Laachraoui, hatten sich am Dienstag am Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Rund eine Stunde später verübte Khalid El Bakraoui in einer U-Bahnstation einen Selbstmordanschlag. Insgesamt wurden mindestens 31 Menschen getötet und 300 weitere verletzt.

Ibrahim El Bakraoui war im Juni von der türkischen Behörden an der syrischen Grenze festgenommen und im Monat darauf in die Niederlande abgeschoben worden. Nach seiner Rückkehr nach Belgien setzten ihn die dortigen Behörden auf freien Fuß. Die Türkei erhob zuletzt schwere Vorwürfe gegen Brüssel. Nach Angaben der Regierung in Brüssel verschleppte ein belgischer Verbindungspolizist in Istanbul den Informationsfluss.

Das Wichtigste vom Karfreitag:

  • Nach den Selbstmordanschlägen von Brüssel macht die Polizei in mehreren Ländern

    Jagd auf Komplizen.

  • In Belgien, Frankreich und Deutschland wurden fast ein Dutzend Terrorverdächtige festgenommen.
  • Allein in Belgien gab es bis Freitagnachmittag acht Festnahmen.
  • In Paris wurde ein Mann gefasst und damit nach Regierungsangaben ein Anschlagsplan vereitelt.
  •  In Deutschland nahm die Polizei zwei Männer fest, die zum Umfeld der Brüssel-Attentäter gehören könnten.
  • Offiziell bestätigten die Behörden zwei Festnahmen in Gießen und im Raum Düsseldorf, wollten sich aber nicht zu Details äußern
25. März, 19:40 Uhr: "Jemand aus dem Polizeiapparat hat gepatzt"

Fahndungspannen vor den Terroranschlägen in Brüssel sollen nun konkrete Folgen haben: Nach dem Willen des belgischen Innenministers Jan Jambon soll es ein Disziplinarverfahren gegen einen Polizisten geben, der als Verbindungsoffizier in Istanbul tätig war. "Jemand aus dem Polizeiapparat hat gepatzt", sagte der Minister laut Nachrichtenagentur Belga. 

19:02 Uhr: Abdeslam will seit Terror-Anschlägen nicht mehr reden

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam will seit den verheerenden Anschlägen von Brüssel mit mindestens 31 Toten nicht mehr mit Ermittlern sprechen. Das sagte der belgische Justizminister Koen Geens im Parlament. Laut Nachrichtenagentur Belga bezog sich der christdemokratische Minister auf Informationen der Staatsanwaltschaft. Diese bestätigte, dass der vor einer Woche festgenommene Abdeslam unmittelbar nach den Anschlägen am vergangenen Dienstag verhört wurde, aber nichts gesagt habe.

Der 26-Jährige war den bisherigen Ermittlungen zufolge an den Pariser Anschlägen mit 130 Toten beteiligt und stand auch in Kontakt zu Mitgliedern der Terrorzelle, die am Dienstag die Selbstmordattentate am Brüsseler Flughafen und in einer Metro verübte. Zu den Anschlägen hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt

18:34 Uhr: "Wir wissen, es gibt andere Netzwerke"

Frankreichs Präsident Francois Hollande sagt, die Sicherheitsbehörden seien im Begriff, das militante Extremisten-Netzwerk hinter den Anschlägen in Paris und Brüssel auszulöschen. Die Bedrohung bleibe aber bestehen: "Wir wissen, es gibt andere Netzwerke."

17:10 Uhr: Kerry legt Kranz nieder

In Gedenken an die Opfer der Brüsseler Terroranschläge hat US-Außenminister John Kerry vor der von Explosionen verwüsteten Ankunftshalle des Flughafens einen Kranz niedergelegt. In einer kurzen Trauerzeremonie begrüßte er Rettungskräfte. Bei von Selbstmordattentätern ausgelösten Explosionen waren am Dienstag am Flughafen 11 Menschen ums Leben gekommen. 20 weitere Personen starben bei einer Explosion in einer Metro mitten im Brüsseler EU-Viertel. Unter den 31 Todesopfern waren nach jüngsten Angaben auch mindestens zwei US-Bürger.

17:06 Uhr: Drei Terrorverdächtige in Brüssel bleiben in Gewahrsam 

Nach mehreren Anti-Terror-Einsätzen in der Nacht zum Freitag hält die belgische Justiz drei der insgesamt sechs Festgenommenen in Gewahrsam. Unter ihnen sei ein Mann, der in unmittelbarer Nähe des Gebäudes der Staatsanwaltschaft in der Brüsseler Innenstadt aufgegriffen wurde, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

Die Ermittler äußerten sich nicht dazu, in welchem Zusammenhang dieser Mann zu den Anschlägen vom Dienstag mit mindestens 31 Toten steht. Spekulationen, wonach der Mann der noch flüchtige Verdächtige vom Flughafen-Terrorkommando sein könnte, wurden laut Medienberichten zunächst nicht bestätigt.

16:56 Uhr: Einige Metros in Brüssel fahren wieder 

Drei Tage nach dem Terroranschlag in einer U-Bahn in Brüssel fahren einige Metros wieder. Allerdings könnten nur 38 von 69 Stationen angefahren werden, teilte die Verkehrsgesellschaft STIB mit. Sicherheitskräfte seien vor Ort. Die STIB habe einen großen Andrang an den Stationen verzeichnet, auch weil der normale Fahrplan noch nicht eingehalten werden könne, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Auch Busse und Trams sollten wieder fahren.

Bei dem Bombenanschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek waren am Dienstag mindestens 20 Menschen getötet worden. Die Station werde vermutlich mehrere Wochen geschlossen bleiben. Bei Explosionen am Flughafen kamen mindestens 11 Menschen ums Leben.

16:30 Uhr: Drei Festnahmen bei Terrorrazzia in Brüssel 

Die belgische Polizei hat bei einer Terrorrazzia in Brüssel drei Verdächtige festgenommen. Sie haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verbindungen zu einem am Vortag im Großraum Paris verhafteten Franzosen, der nach französischen Angaben die Planungen für einen neuen Anschlag bereits weit vorangetrieben hatte.

Nach Angaben der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft erfolgten die Festnahmen bei Zugriffen in drei Stadtteilen - Schaerbeek, Forest und Saint-Gilles. Der bei dem Einsatz in Schaerbeek festgenommene Verdächtige habe Verletzungen davongetragen, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTBF. Nach Informationen des Senders hatte der Verdächtige einen Rucksack oder einen Koffer mit Sprengstoff dabei. Laut RTBF gab es bei der Razzia drei Explosionen. 

Der Einsatz stehe nicht nur im Zusammenhang mit den Anschlägen vom Dienstag, sondern auch mit der Festnahme des Verdächtigen Reda Kriket am Donnerstag im Großraum Paris, sagte der Brüsseler Bürgermeister Bernard Clerfayt.

16:23 Uhr: Aachenerin unter den Brüsseler Todesopfern 

Bei den Terroranschlägen von Brüssel ist auch eine Deutsche getötet worden: Eine bisher als vermisst geltende Aachenerin sei nun als Todesopfer des Anschlags am Brüsseler Flughafen identifiziert worden, teilte die Aachener Polizei unter Berufung auf die belgische Polizei mit. Der Ehemann der jungen Frau liege mit schweren Verletzungen in einem Brüsseler Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Polizei Aachen.

Bei den Selbstmordanschlägen am Brüsseler Flughafen und in der Metro-Station Maelbeek am Dienstag waren mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, rund 300 wurden verletzt. Unter den Verletzten waren nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch mehrere Bundesbürger. Der Ehemann der getöteten Frau ist jedoch der einzige Deutsche, der noch im Krankenhaus behandelt wird.

16:10 Uhr: Laachraoui unter Selbstmord-Attentätern

Bei dem Polizeieinsatz in Schaerbeek ist nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft ein Mann angeschossen und festgenommen worden. Dies stehe im Zusammenhang mit einer Festnahme am Donnerstag in Frankreich. Die Staatsanwaltschaft bestätigte zudem Medienberichte, dass es sich bei dem zweiten Selbstmordattentäter auf dem Flughafen in Brüssel um Najim Laachraoui gehandelt habe.

15:47 Uhr: Terrorrazzia in Brüssel beendet - Verdächtiger festgenommen 

Eine Terrorrazzia in Brüssel hat Medienberichten zufolge mit der Festnahme eines Verdächtigen geendet. Der Mann sei bei dem Polizeieinsatz verletzt worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTBF.  Der Einsatz stehe nicht nur im Zusammenhang mit den Anschlägen vom Dienstag, sondern auch mit der Festnahme eines Verdächtigen am Donnerstag im Großraum Paris, sagte der Brüsseler Bürgermeister Bernard Clerfayt.

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel sagte wegen der großen Operation der Sicherheitskräfte seine Teilnahme an einer Kranzniederlegung zu Ehren der mehr als 30 Opfer vom Dienstag mit US-Außenminister John Kerry am Flughafen ab.

15:17 Uhr: Düsseldorfer Ermittler bestätigen Identität von Terrorverdächtigem

Nach der Festnahme eines Terrorverdächtigen in Düsseldorf hat die Polizei seine Identität bestätigt. Es handele sich um den 28 Jahre alten deutschen Staatsbürger Samir E., sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und bestätigte damit einen Bericht des Magazins "Der Spiegel". Der Haftbefehl sei wegen Bandendiebstahls vollstreckt worden. Gegen den Mann werde aber auch «wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat» ermittelt. Samir E. wurde am Donnerstagabend von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei im Düsseldorfer Stadtteil Bilk festgenommen.

15:02 Uhr: Ein Verdächtiger bei Polizeiaktion verletzt 

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeck ist ein Verdächtiger verletzt und festgenommen worden. Der Mann stehe im Zusammenhang mit den Attentaten in Brüssel vom Dienstag, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Bernard Clerfayt, dem öffentlichen Sender RTBF.

14:44 Uhr: Explosionen und Schüsse bei Polizeizugriff

Bei Polizeirazzien in Brüssel hat es zwei Explosionen gegeben, Schüsse fielen und eine Person wurde festgenommen. Das meldete der öffentlich-rechtliche belgische Rundfunk RTBF. In dem Viertel Schaerbeek hätten mehrere Einsätze der Polizei stattgefunden. Details wurden zunächst nicht bekannt. In einer Wohnung in Schaerbeek waren nach den Anschlägen vom Dienstag große Mengen Sprengstoff gefunden worden. Die Polizei vermutet, dass sie von den Selbstmordattentätern zur Vorbereitung ihrer Anschläge diente.

Am Donnerstag waren bei Razzien in Brüssel sechs Terrorverdächtige festgenommen worden. Internationale Ermittlungen nach den Brüsseler Anschlägen lassen inzwischen zunehmend ein globales Terrorzellennetz des Islamischen Staats erkennen. In Frankreich ging der Polizei am Donnerstag ein Verdächtiger ins Netz, der nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve bereits weit mit den Vorbereitungen eines neuen Anschlags gediehen war. Bei Polizeieinsätzen in Malaysia wurden 15 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen.  

14:26 Uhr: Zwei Explosionen bei Polizeirazzien in Brüssel

Bei Polizeirazzien in Brüssel sind am Freitag zwei Explosionen gehört worden. Das meldete der öffentlich-rechtliche belgische Rundfunk.

13:54 Uhr: Explosion bei weiterer Razzia in Brüssel

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben heute erneut ein Haus in Brüssel durchsucht. Zu Beginn der Razzia im Stadtteil Schaerbeek habe es eine Explosion gegeben, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Ein Mann sei "ausgeschaltet“ worden, meldete die Agentur weiter. Die Umgebung sei abgeriegelt worden, schwerbewaffnete und maskierte Kräfte sowie Armeefahrzeuge seien im Einsatz. Ermittler hatten bereits in der Nacht bei Razzien unter anderem in Schaerbeek sechs Verdächtige festgenommen.

13:52 Uhr: Französische Polizei findet Kalaschnikows und Sprengstoff TATP

Mit der Festnahme eines Islamisten mit Verbindungen zum Paris-Attentäter Abdelhamid Abaaoud hat die französische Polizei womöglich einen neuen Anschlag verhindert. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen Reda Kriket nahe Paris fanden die Ermittler Kalaschnikows und den Sprengstoff TATP, wie am Freitag aus Polizeikreisen verlautete. Der 34-Jährige war 2015 in Brüssel wegen Mitgliedschaft in einer Dschihadistenzelle verurteilt worden.

13:24 Uhr: Innenminister wollen über Bundeswehreinsatz im Terrorfall beraten

Angesichts der Terrorgefahr in Deutschland wollen die Innenminister der Länder über Einsätze der Bundeswehr im Inneren beraten. Man müsse die Bundeswehr im Inneren schnell einsetzen können, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Klaus Bouillon (CDU), dem „Focus“. Dies müsse als Amtshilfe für die Polizei auf Antrag des Bundesinnenministers erfolgen. „Ich kenne die rechtliche Problematik, bin aber klar dafür. Sicherheit geht vor. Und die verfassungsrechtlichen Bedenken lassen sich ausräumen.“ Bei der nächsten Innenministerkonferenz im Juni werde man auch über dieses Thema sprechen.

13:22 Uhr: US-Außenminister Kerry nimmt Belgien vor Kritik in Schutz

US-Außenminister John Kerry nimmt die belgische Regierung gegen Kritik an ihrem Kampf gegen den Terrorismus in Schutz. Belgien habe vor den Anschlägen am Dienstag engagiert gehandelt, sagte Kerry nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Charles Michel. Der US-Außenminister kündigte zudem an, die USA wollten die Brüsseler Regierung bei der Koordination eines engeren Informationsaustausch unterstützen.

13:21 Uhr: Polizei stoppt Fahndung nach einem mutmaßlichen Attentäter

Die belgische Polizei entfernt den Fahndungsaufruf für den mutmaßlichen Selbstmordattentäter Najim Laachraoui von ihrer Website. Das stützt belgische Medienberichte, wonach sich der Mann am Dienstag am Brüsseler Flughafen in die Luft sprengte. Die Ermittler haben seinen Tod bisher nicht bestätigt. Die Polizei lehnte eine Stellungnahme ab, die zuständigen Ermittler waren zunächst nicht zu erreichen.

13:07 Uhr: Belgien prüft nach Terror zusätzliches Engagement im Anti-IS-Kampf

Nach den Brüsseler Selbstmordattentaten zieht Belgiens Premierminister Charles Michel eine zusätzliche Unterstützung der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Erwägung. Es werde entsprechende Gespräche in der Regierung und im Parlament geben, sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz mit US-Außenminister John Kerry in Brüssel.

Nach bisherigen Absprachen wird Belgien im Sommer wieder F-16-Kampfjets für Angriffe gegen den IS im Irak zur Verfügung stellen. Zuletzt waren belgische Flugzeuge von Oktober 2014 bis Juli 2015 für die US-geführte Anti-IS-Koalition im Einsatz. Nach Militärangaben flogen sie dabei 163 Angriffe gegen Stellungen der Terrormiliz im Irak. Derzeit übernehmen die Niederlande diese Aufgabe.

13:04 Uhr: Einzelheiten zur Festnahme des Verdächtigen in Hessen

Nach ARD-Informationen fiel der 28-jährige Marokkaner bei einer Routinekontrolle auf dem Bahnhof in Gießen einer Streife der Bundespolizei auf. Eine Ausweiskontrolle habe ergeben, dass für den Mann eine Einreisesperre in den Schengen-Raum gelte – und dass er in Italien und Deutschland straffällig geworden war.

Von den Behörden war zunächst keine Bestätigung dafür zu erhalten. Die Bundespolizei sprach lediglich von einer Festnahme, wollte sich aber nicht zu einer Verbindung mit Brüssel oder Einzelheiten äußern.

12:59 Uhr: Nach Anschlägen Diskussion über Bundeswehr-Einsatz im Innern

Nach den Anschlägen in Brüssel wollen die Innenminister in Deutschland über den Einsatz von Bundeswehrsoldaten im Inland beraten. Dies kündigte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der saarländische Ressortchef Klaus Bouillon, in einem Interview des Magazins „Focus“ an. „Wir müssen auch die Bundeswehr im Inneren schnell einsetzen können“, sagte der CDU-Politiker dem Blatt laut Vorabbericht. Dies könne als „Amtshilfe für die Polizei, auf Antrag des Bundesinnenministers“ geschehen. Er kenne die rechtliche Problematik. Aber Sicherheit gehe vor. Das Grundgesetz verbietet bisher einen Einsatz von Soldaten an den Grenzen oder im Innern.

12:39 Uhr: Verletzte indische Flugbegleiterin wieder auf dem Weg der Besserung

Das Bild der indischen Flugbegleiterin Nidhi Chaphekar ging nach den Anschlägen von Brüssel um die Welt: Die Frau mit der zerfetzten gelben Uniformjacke, die nach den Explosionen im Flughafen Zaventem blutend und von Staub bedeckt auf einer Bank saß, ist inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung, wie die indische Fluggesellschaft Jet Airways am Freitag mitteilte. Die 40-jährige Mutter zweier Kinder aus Mumbai liege aber noch im Krankenhaus.

12:21 Uhr: Chinesen und US-Amerikaner unter Todesopfern in Brüssel

Unter den Todesopfern sind laut Washingtoner Regierungskreisen und Pekinger Staatsmedien auch zwei US-Amerikaner und ein chinesischer Staatsbürger. US-Außenminister John Kerry bot bei seinem Treffen mit dem belgischen Ministerpräsidenten Charles Michel Unterstützung bei den Ermittlungen an. „Die USA stehen angesichts dieser Tragödie fest zu Belgien und den Staaten Europas“, sagt Kerry.

12:17 Uhr: Identifizierung aller Brüsseler Terroropfer kann dauern

Warum gibt es bislang so wenig Details zu den 31 Brüsseler Terroropfern? Die Identifizierung ist aufwendig und braucht Zeit. Eine zweifelsfreie Klärung der Identität erfolgt meist über Finger- und Handflächenabdrücke, eine DNA-Analyse oder einen Vergleich von Zahnschemata. Der Abgleich von Personenbeschreibungen, medizinischen Befunden oder am Körper getragenem Schmuck gilt nur als unterstützende Methode.

Lange dauert die Identifizierung oft dann, wenn Opfer durch Verbrennungen und Explosionsverletzungen entstellt sind. „Durch die Folgen einer Katastrophe können die Toten so stark verändert sein, dass eine visuelle Identifizierung nicht mehr möglich ist“, schreibt das Bundeskriminalamt in einem Informationsblatt für Hinterbliebene.

12:13 Uhr: In Frankreich Festgenommener soll Verbindungen zu Pariser Anschlägen haben

Der bei einer Razzia in einem Pariser Vorort festgenommene Mann hat Verbindungen zum mutmaßlichen Rädelsführer der Terroranschläge vom 13. November in der französischen Hauptstadt gehabt. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 34-Jährigen Franzosen, der seit Januar wegen des Verdachts gesucht werde, Verbindungen zum Terrorismus zu haben, hieß es aus französischen und belgischen Sicherheitskreisen.

12:00 Uhr: Verbindung zu Attentätern von Brüssel? Deutsche Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Das berichtet "Der Spiegel". Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wollte am Freitag nur bestätigen, dass am Donnerstag ein Mann festgenommen worden sei, gegen den jetzt unter anderem "wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" ermittelt werde.

Bei dem Mann soll es nach "Spiegel"-Informationen um den Salafisten Samir E. gehen. Er sei ebenso wie der Brüsseler U-Bahn-Attentäter Khalid El Bakraoui im Sommer 2015 von den türkischen Behörden im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien aufgegriffen worden.

Die türkischen Behörden hätten beide verdächtigt, sich auf der Seite der Islamisten am syrischen Bürgerkrieg beteiligt zu haben oder noch beteiligen zu wollen. Beide seien daraufhin nach Amsterdam abgeschoben worden, dem Ausgangspunkt ihrer Reise.

Im Raum Düsseldorf sei E. am Donnerstagnachmittag von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen worden. Die Behörden wollten nun untersuchen, ob sich E. und Bakraoui näher gekannt hätten oder gemeinsam in der Türkei unterwegs gewesen seien.

Bereits am Mittwochabend wurde demnach zudem im Raum Gießen ein Mann aufgegriffen, der zwei verdächtige SMS vom Tag der Brüsseler Anschläge auf seinem Telefon gehabt haben soll. Eine davon enthalte den Namen von Khalid El Bakraoui. Eine weitere Nachricht bestehe nur aus dem französischen Wort "fin" (deutsch: Ende) und sei gesendet worden drei Minuten bevor sich Bakraoui in die Luft sprengte.

11:24 Uhr: Eintrittsausweise von Mitarbeitern von Atomraftwerken eingezogen

Die belgische Atomaufsicht hat mehreren Mitarbeitern von Atomkraftwerken ihre Eintrittsausweise entzogen. "In den vergangenen Tagen wurde einigen Leuten der Eintritt zu Atomanlagen verweigert“, sagte die Sprecherin der Behörde, Nele Scheerlinck. Diese Entscheidung sei jedoch nicht zwangsläufig in Verbindung mit den Terroranschlägen vom Dienstag in Brüssel zu sehen. Allerdings waren die Befürchtungen groß, auch Atomanlagen könnten ins Visier der Terroristen geraten.

11:13 Uhr: Nach Terroranschlägen fahren einige Metros in Brüssel wieder

Drei Tage nach dem Terroranschlag in einer U-Bahn in Brüssel fahren einige Metros wieder. Allerdings könnten nur 38 von 69 Stationen angefahren werden, teilte die Verkehrsgesellschaft STIB am Freitag mit. Sicherheitskräfte seien vor Ort. Die STIB habe einen großen Andrang an den Stationen verzeichnet, auch weil der normale Fahrplan noch nicht eingehalten werden könne, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Auch Busse und Trams sollten wieder fahren.

10:26 Uhr: Philharmoniker treten nach Anschlägen in Brüsseler Innenstadt auf

Der Platz der Börse in Brüssel ist zum zentralen Gedenkort der Terroranschläge geworden: Die Philharmoniker der Stadt wollen dort am Nachmittag gemeinsam mit dem Flämischen Radiochor auftreten. Das Orchester werde „Freude, schöner Götterfunken“ aus der 9. Symphonie von Beethoven spielen, teilte die Philharmonie mit. Diese sei „nicht nur die Europäische Hymne, sondern auch ein Ruf nach Frieden, eine Hymne der Hoffnung für die Zukunft“, hieß es.

10:10 Uhr: Innenminister Herrmann fordert engere Anti-Terror-Zusammenarbeit

Im Anti-Terror-Kampf müssen die Sicherheitsbehörden in Europa nach Auffassung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann enger zusammenarbeiten. „Wenn ich an die aktuelle Bedrohung durch den Terrorismus denke, muss der Austausch zwischen den Behörden weiter verbessert werden“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München mit Blick auf die jüngsten Anschläge in Brüssel.

Die Einrichtung des Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrums in Berlin sei auf jeden Fall ein „entscheidender Schritt“ in die richtige Richtung gewesen. Ziel muss laut Herrmann nun sein, ein ähnliches System auch auf europäischer Ebene einzuführen. Hintergrund ist, dass nach den Anschlägen von Brüssel erneut über Defizite beim internationalen Informationsaustausch diskutiert wird. 

09:55 Uhr: "De Standaard": Polizei verhaftet zweiten Metro-Attentäter von Brüssel

Die belgische Polizei hat einem Zeitungsbericht zufolge den mutmaßlichen zweiten Attentäter des Anschlags auf die Brüsseler Metro festgenommen. Ein Polizist habe den Mann, der auf Überwachungskameras zu sehen sein soll, wiedererkannt, berichtete die Zeitung "De Standaard" am Freitag.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme nicht. Die Aufnahmen zeigen offenbar den Mann neben Khalid El Bakraoui, der den Selbstmordanschlag auf die Metro verübt haben soll. El Bakraouis Bruder Ibrahim hat sich den Ermittlungen zufolge am Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt.

09:41 Uhr: Ermittler: Bei Paris festgenommener Mann 2015 zusammen mit Abaaoud verurteilt

Der am Donnerstag nahe Paris festgenommene Terrorverdächtige ist nach Angaben aus Polizeikreisen im vergangenen Jahr zusammen mit dem mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Attentäter verurteilt worden.

Reda K. sei im Juli in Brüssel gemeinsam mit Abdelhamid Abaaoud in Abwesenheit wegen Mitgliedschaft in einer Dschihadisten-Zelle schuldig gesprochen worden, verlautete am Freitag aus Kreisen der Ermittler in Paris. Abaaoud war kurz nach den Pariser Anschlägen im November mit 130 Toten bei einem Polizeieinsatz in Saint-Denis bei Paris getötet worden.

09:12 Uhr: Kerry für Anti-Terrorgespräche in Brüssel

US-Außenminister John Kerry ist heute zu Gesprächen über Anti-Terrormaßnahmen mit Vertretern der EU und der belgischen Regierung in Brüssel angekommen. Bei seinem fünfstündigen Besuch will er EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, den belgischen Ministerpräsidenten Charles Michel sowie den belgischen König Philippe treffen. Darüber hinaus will er zu Ehren der Opfer an einer Gedenkstätte am Flughafen einen Kranz niederlegen.

Kerry ist auf dem Rückweg von einem Besuch in Moskau. Dort hatte er gesagt, die Attacken machten erneut deutlich, wie dringend nötig Einheit im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sei. Der IS hatte sich – wie bereits nach der Terrorserie von Paris im November – auch zu den Anschlägen in Brüssel vom Dienstag bekannt.

08:53 Uhr: Radio: Weitere Festnahme bei Brüsseler Terrorfahndung

Drei Tage nach den Brüsseler Anschlägen hat die Polizei laut Radiosender RTBF einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Die Razzia sei am Freitagmorgen in der Gemeinde Forest abgeschlossen worden, berichtete der Sender. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. In Forest war der 35-jährige Algerier Mohamed Belkaid in der vergangenen Woche bei einer Polizeiaktion erschossen worden. Von Forest aus waren die Polizisten auch auf die Spur des inzwischen inhaftierten Terrorverdächtigen Salah Abdeslam gekommen - er soll an den Pariser Anschlägen vom vergangenen November beteiligt gewesen sein.

Ermittler hatten bereits in der Nacht bei Razzien in Brüssel sechs Verdächtige festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft soll im Laufe des Freitags entschieden werden, ob gegen die Verdächtigen Haftbefehl erlassen wird. Über die Identität der Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. 

07:25 Uhr: CNN: IS plant weitere Anschläge in Europa

US-Sicherheitsbehörden haben laut einem Bericht des Senders CNN Erkenntnisse über weitere Anschlagspläne des Islamischen Staates (IS) in Europa. Eine Auswertung von elektronischer Kommunikation und Aussagen von Informanten deute auf mehrere mögliche Ziele hin, die Mitglieder der Terrormiliz in den vergangenen Monaten ausgewählt hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise in den USA.

Die Rede war von Plänen in unterschiedlichen Stadien. Informationen, die nach den Brüsseler Anschlägen in einer Wohnung gefunden worden seien, deuteten daraufhin, dass mehrere weitere Ziele ausgewählt worden seien, berichtete der Sender.

06:00 Uhr: Augenzeugen zum Einsatz in Frankreich

Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur AP, dass das unmittelbare Gebiet um den Einsatzort der Polizei in Argenteuil im Nordwesten von Paris abgesperrt worden sei. Anwohner konnten stundenlang nicht in ihre Häuser zurückkehren, nachdem die Razzia begonnen hatte. Ein 23-Jähriger sagte, maskierte und stark bewaffnete Einsatzkräfte hätten den Verdächtigen aus einem Apartment abgeführt. Der Kopf des Mannes sei mit einem Tuch verhüllt gewesen.

"Wir sind alle schockiert“, sagte der Anwohner. "Wir fragen uns, wie das passieren konnte.“

02:32 Uhr: Malaysia nimmt 15 weitere mutmaßliche IS-Mitglieder fest

Die malaysische Polizei hat 15 weitere mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen. Die Verdächtigen sollen nach Behördenangaben Terrorangriffe geplant sowie versucht haben, Chemikalien für den Bau von Sprengsätzen zu erhalten. Der nationale Polizeichef Khalid Abu Bakar erklärte, dass die Personen zwischen 22 und 49 Jahre alt gewesen seien. Unter ihnen seien vier Frauen gewesen.

Zu den Festnahmen sei es in den Tagen seit den Brüsseler Terroranschlägen bei Polizeieinsätzen in Kuala Lumpur und sechs anderen malaysischen Bundesterritorien gekommen, sagte Khalid. Sie sollen Anweisungen von einem malaysischen Mann in Syrien erhalten haben, Attacken in ihrem Land zu verüben.

02:03 Uhr: Brüder standen offenbar in US-Terrordatei

Der US-Fernsehsender NBC berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Verantwortliche, die beiden Attentäter-Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui seien den US-Behörden als Terrorverdächtige bekannt gewesen.

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zufolge hatten die türkischen Behörden Belgien gewarnt, dass es sich bei einem von ihnen abgeschobenen Mann – laut türkischen Regierungskreisen Ibrahim El Bakraoui – um einen „ausländischen terroristischen Kämpfer“ handelte.

01:19 Uhr: Abdeslam vor Brüsseler Anschlägen nur einmal vernommen

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam ist zwischen seiner Festnahme und den vier Tage später folgenden Anschlägen in Brüssel laut einem Medienbericht nur einmal verhört worden. Sven Mary, der Rechtsbeistand des 26-jährigen Franzosen, habe dies bestätigt, berichtete das Nachrichtenportal "Politico". Laut zwei Quellen aus Ermittlungskreisen gab es demnach gesundheitliche Gründe dafür, dass die Vernehmung nur etwa eine Stunde dauerte. So habe Abdeslam, der bei seiner Festnahme am Freitag leicht am Bein verletzt und anschließend operiert worden war, während des Verhörs in seinem Gefängnis in Brügge "sehr müde gewirkt".

Das Verhör habe keinerlei Hinweise auf die bevorstehenden Anschläge in Brüssel ergeben, sagten beide Informanten dem Bericht zufolge. Das habe vermutlich daran gelegen, dass die Ermittler bei der Befragung chronologisch vorgegangen seien und Abdeslam zunächst nur zu den Pariser Anschlägen vom 13. November vernommen hätten.

00:46 Uhr: Razzien in Brüssel II

In den Brüsseler Gemeinden Schaerbeek und Jette waren laut der Nachrichtenagentur Belga Spezialkräfte und ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz. Die Fahnder nahmen drei Verdächtige fest, die in einem Auto in unmittelbarer Nähe des Gebäudes der Staatsanwaltschaft im Stadtzentrum unterwegs waren.

00:33 Uhr: Razzien in Brüssel

Einwohner von Schaerbeek berichteten der Nachrichtenagentur AP, sie hätten während der Polizeirazzien Explosionen gehört. Es war unklar, ob es sich um kontrollierte Detonationen handelte.

00:19 Uhr: Sender: Brüsseler Attentäter waren US-Behörden bekannt

US-Sicherheitsbehörden haben zwei der Brüsseler Attentäter laut einem Medienbericht vor den Anschlägen als potenzielle Terroristen in einer Datenbank geführt. Die beiden Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui seien den Behörden bekannt gewesen, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf zwei Personen aus Sicherheitskreisen. Um welche der US-Terrordatenbanken es sich handelte, wollten sie demnach nicht sagen.

Die beiden belgischen Brüder waren in ihrem Heimatland wegen verschiedener Delikte polizeibekannt, standen aber nicht unter Terrorverdacht. Der 27-jährige Khalid zündete nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft am Dienstag die tödliche Bombe in der Brüsseler Metro. Der 29-jährige Ibrahim war demnach einer der Selbstmordattentäter vom Flughafen Zaventem.

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