Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Brüssel Anschlag "Wir haben es befürchtet, und es ist passiert"

Bei mehreren Explosionen in Brüssel sind viele Menschen getötet worden. Belgien rief die höchste Terrorwarnstufe aus. Die Regierung verschärfte auch die Sicherheitslage an den Atomkraftwerken.

Durch eine Serie von Bombenanschlägen sind in der belgischen Hauptstadt Brüssel dutzende Menschen getötet und verletzt worden. Im Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn-Station im Europa-Viertel wurden nach offiziellen Angaben mindestens 26 Menschen getötet. Die Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe aus. Ministerpräsident Charles Michel sprach von "feigen" Terroranschlägen und einem "schwarzen Tag" für Belgien.

Das belgische Krisenzentrum rief die Bürger auf, in ihren Häusern zu bleiben. "Bleiben Sie, wo Sie sind", erklärten die Behörde über den Kurznachrichtendienst Twitter. Bis auf weiteres wurden alle öffentlichen Verkehrsmittel gestoppt sowie Bahnhöfe geschlossen.

Am Flughafen von Zaventem im Nordosten der Hauptstadt ereigneten sich gegen 8 Uhr zwei Explosionen. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr elf Menschen getötet. Fensterscheiben wurden zerstört, aus dem Terminal stieg schwarzer Rauch auf. "Kommen Sie nicht zum Flughafen - der Flughafen wird evakuiert", erklärte der Flughafenbetreiber.

Mehr zum Thema: Alles Wichtige im N24-Liveticker

"Es gab zwei Explosionen im Abflugbereich", sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw. "Eine wurde wahrscheinlich durch einen Selbstmordattentäter verursacht." Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig. "Es gibt viele Trümmerteile", sagte Feuerwehrsprecher Pierre Meys. "Es kann deshalb noch weitere Opfer geben."

Medienberichte sprachen von mindestens 35 Verletzten am Flughafen. Die Zufahrtswege wurden gesperrt, um den Weg für Rettungskräfte frei zu machen.
Im Inneren des Flughafen wurden Passagiere aufgefordert, das Gebäude zu verlassen, wie eine Augenzeugin sagte. "Keiner wusste was passiert. Es herrschte totale Verwirrung."

Kurz nach 9 Uhr ereignete sich eine weitere Detonation in der U-Bahn-Station Maelbeek, die unweit der wichtigsten Gebäuden der EU-Institutionen liegt. Feuerwehrsprecher Meys sprach von einer "sehr starken Explosion". Nach Angaben der Verkehrsbetriebe wurden in der U-Bahn-Station 15 Menschen getötet und 55 weitere verletzt.

Innenminister Jan Jambon setzte die Terrorwarnstufe von drei auf vier. Dies ist die höchste Warnstufe in Belgien. Sie wurde zuletzt nach den Terroranschlägen von Paris mit 130 Toten im November ausgerufen. Wie die Nachrichtenagentur Belga meldete, verschärfte die belgische Regierung auch die Sicherheitsvorkehrungen an den Atomkraftwerken des Landes. "Polizei und Armee sind vor Ort."

Auswärtige Amt warnt Brüssel-Reisende

"Wir haben einen Terroranschlag befürchtet, und es ist passiert", sagte Michel in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Er verurteilte die Anschläge als "blind, gewaltsam und feige" und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Er sei "entsetzt" über die Terroranschläge am Flughafen und in der U-Bahn, erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Die Anschläge seien ein weiterer Tiefpunkt im Vorgehen "von Terroristen im Dienste von Hass und Gewalt". Die EU werde "ihrer Rolle gerecht werden, Brüssel, Belgien und Europa als Ganzes zu helfen, um die Bedrohung durch den Terrorismus, der wir gegenüberstehen, zu begegnen".

Die EU-Kommission forderte ihre Beschäftigten auf, in den Gebäuden oder gleich zu Hause zu bleiben. Die verschiedenen EU-Institutionen arbeiteten zusammen, "um die Sicherheit der Mitarbeiter und Gebäude zu garantieren", schrieb die für das Personal zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Das Auswärtige Amt in Berlin rief Reisende auf, sich in Brüssel "nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen". Europaweit wurden vor allem an Flughäfen und an den Grenzen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.