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Anschlag in der Metro in Brüssel So erlebte eine Augenzeugin die Explosion

Eine Terrorwelle erschüttert Brüssel. Nach dem Flughafen hat es auch eine schwere Detonation in der U-Bahn gegeben. "Welt"-Korrespondent Christoph Schiltz ist am Tatort und berichtet live.

Update:  Nach den Anschlägen in Brüssel hat das belgische Krisenzentrum die Bürger aufgerufen, zu Hause oder am Arbeitsplatz zu bleiben. "Bleiben Sie, wo Sie sind", teilte das Krisenzentrum am Dienstag mit. In der Hauptstadt funktionierten öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn nicht mehr, hieß es.

Luxushotel wird zur Notaufnahme

Etwa 20 bis 30 Verletzte sind rund um die Station zu sehen, aber immer mehr werden geborgen. Nun wird auch die Lobby des angrenzenden Hotel Thon geräumt, um Verletzte zu versorgen. Noch während die Gäste aus dem Empfangsbereich geführt werden, bringt man drei Überlebende auf Tragen herein, bis zum Kinn in Decken gehüllt. Vier weitere werden auf Stühle in der Lobby gesetzt, violette Kunststoffschalen mit roten Sitzflächen.

 

Das moderne Vier-Sterne-Haus ist beliebt bei Politikern und Beamten. Die Menschen, die hier ankommen, wirken apathisch. Einige sitzen direkt vor der Rezeption.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel hat es nach den tödlichen Explosionen auf dem Flughafen auch noch eine Detonation in der Metro gegeben. Der belgische Sender La Première berichtete zuerst unter Berufung auf Augenzeugen, es habe eine Explosion in der Station Maelbeek im Herzen des EU-Viertels gegeben.

 

Kurz darauf schloss die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft alle Metrostationen der belgischen Hauptstadt

"Welt"-EU-Korrespondent Christoph B. Schiltz kam gerade von einem Hintergrundgespräch mit Diplomaten, als sich um etwa 9.20 Uhr die Explosion ereignete – nur 200 Meter vom Amtssitz von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem nicht viel weiter vom Sitz des EU-Rates.

 

Als Schiltz zur U-Bahnstation Maelbeek kam, sieht er weißen Rauch aus dem Schacht dringen, beißender Geruch liegt in der Luft. Auf der Straße sitzen blutende Menschen, Passanten versuchen, sie zu versorgen. Erste bewaffnete Sicherheitskräfte tauchen auf. Sanitäter sind auch nach nach einer Viertelstunde nicht zu sehen. Sechs Körper liegen reglos auf dem Trottoir.

Alle Informationen zur Terrorwelle in Brüssel im Liveticker

Die Explosion habe sich in einer U-Bahn ereignet, erzählt die Brasilianerin Jacqueline, die gerade aus dem Schacht gekommen ist. Sie habe in dem Waggon hinter jenem gesessen. Sie selbst habe in dem Zug gesessen, als der Waggon vor ihr plötzlich detoniert sei, erzählt die etwa 60-jährige Frau. Dann sei es dunkel geworden.

 

Dann sei ein U-Bahnmitarbeiter gekommen und habe sie mit einer Taschenlampe durch den U-Bahn-Tunnel geleitet. Viele Menschen hätten geschrien vor Angst, der Tunnel sei so voller Rauch gewesen, dass niemand habe sehen können, wohin die Gruppe geführt wurde. Die Explosion ereignete sich zwischen den Stationen Schumann und Maelbeek. Offenbar sind Überlebende in Richtung beider Stationen in Sicherheit gebracht worden.

An der Station Maelbeek teilen Polizisten und U-Bahn-Mitarbeiter goldglänzende Notfallfolien aus. Die Verletzten werden in ein angrenzendes Büro der U-Bahn geleitet. Sanitäter sind weiter nicht zu sehen. Nach etwa einer halben Stunde rücken Soldaten an. Der Explosionsort wird mit Panzerfahrzeugen gesichert.

 

Nun sind auch endlich Mediziner eingetroffen. Hinter der Absperrung sieht man noch immer Schwerverletzte auf dem Trottoir. Einige werden beatmet. Blutige Mullbinden liegen auf dem Boden. Einsatzkräfte steigen in den U-Bahn-Schacht hinunter.

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