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Rechtsextremen-Hochburg Büdingen Syrische Flüchtlinge retten NPD-Politiker

In Hessen haben syrische Flüchtlinge einen NPD-Politiker nach einen Unfall aus seinem Wagen befreit. Ausgerechnet in der Stadt Büdingen, die mit ihrem hohen NPD-Wahlergebnis Schlagzeilen machte.

Ein Politiker der rechtsextremen NPD ist bei Büdingen im Wetteraukreis nachdem er mit seinem Auto verunglückte von zwei syrischen Flüchtlingen gerettet worden. Die beiden zogen den Mann aus dem Wrack.

Die zwei Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbeifuhren, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen und bestätigte damit einen Bericht der " Frankfurter Rundschau". Der Bus hatte laut der Zeitung angehalten und die zwei Syrer haben Jagsch aus dem Auto gezogen und versorgt, bis der erste Rettungswagen eingetroffen sei.

Der 29-jährige NPD-Politiker sei am vergangenen Mittwoch gegen 9 Uhr morgens auf der Bundesstraße zwischen Altenstadt und dem benachbarten Büdingen unterwegs gewesen, als er aus bislang ungeklärten Gründen mit seinem Wagen von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.

Wo sind die Syrer?

Eine Polizeisprecherin in Friedberg bestätigte, dass der Politiker schwer verletzt worden. Stefan Jagsch ist der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD in Altenstadt. Jagsch musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Auch Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtete, die Erste Hilfe geleistet hätten. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort. In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Die Stadt Büdingen war erst vor Kurzem in den Schlagzeilen, weil die NPD bei der hessischen Kommunalwahl am 6. März in der Stadt ein zweistelliges Ergebnis holte. 10,2 Prozent der Wähler votierten dort für sie und machten sie zur viertstärksten Partei. Seitdem gilt die Stadt als brauner Flecken in Hessen.

Mit Slogans wie "Wir gegen die Asylmafia" warb die NPD vor Ort um Stimmen. 350 Flüchtlinge sind derzeit in der 21.000-Einwohner-Stadt untergebracht. Die Stärke der NPD in Büdingen wird auch darauf zurückgeführt, dass dort die AfD nicht antrat.

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