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Anschläge in Brüssel Das sind die wichtigsten Fakten zum Terrorangriff

Explosionen am Flughafen, eine Detonation in einer Metro-Station im Europa-Viertel: Brüssel wird von Terrorangriffen erschüttert. Es gibt viele Todesopfer. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Die Anschlagsorte

Explosionen am Flughafen, Detonationen im Europaviertel. Brüssel wird von Bombenattacken erschüttert.

Am Flughafen Zaventem ereignen sich am Dienstagmorgen zwei Explosionen in der Abflughalle nahe des American-Airlines-Schalter. Nach Angaben der Feuerwehr gibt es 14 Todesopfer und 96 Verletzte.

Augenzeugenbericht im Video: "Nah genug, um das Beben im ganzen Körper zu spüren"

 

Nach Angaben belgischer Ermittler hat sich am Flughafen vermutlich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Es habe in der Abflugzone zwei Explosionen gegeben, "von denen eine wahrscheinlich von einem Selbstmordattentäter verursacht wurde", sagte Staatsanwalt Frederic Van Leeuw. Zeugen wollen gehört haben, wie ein Mann oder mehrere Männer etwas auf Arabisch riefen.

Wenig später kommt es in einer Brüsseler Metro-Station in der Nähe der EU-Behörden zu einer Explosion. Bei dem Angriff sind nach Behördenangaben mindestens 20 Menschen getötet worden. Von 130 Verletzten ist die Rede.

Terroranschläge auf Flughafen und Metro in Brüssel. (Foto: DW Grafik)

Das Minenräumteam hat kurz vor 11 Uhr eine kontrollierte Detonation eines Sprengsatzes in der Rue de la Loi durchgeführt, meldet RTBF unter Berufung auf Polizeikreise.

Gegen 17 Uhr 30 wurde eine dritte Bombe am Flughafen entdeckt und sicher entschärft, wie die Polizei mitteilte.

Am späten Nachmittag bekannte sich die Terrorgruppe "Islamischer Staat" zu den Anschlägen.

Die Lage in Belgien

Der belgische Sender VRT hat ein Foto von drei Männern veröffentlicht, die den Anschlag auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem mit mindestens 14 Toten verübt haben sollen. Der Sender teilte auf seiner Internetseite mit, die Polizei habe dies bestätigt.

Nach den Anschlägen von Brüssel sind die beiden belgischen Atomkraftwerke teilweise evakuiert worden. Das für den Betrieb der Anlagen nicht unbedingt notwendige Personal verlasse die Kraftwerke in Doel und Tihange, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Electrabel. 

Video: Terrorismus-Experte - "Attentäter waren sehr gut vorbereitet"

 

Der belgische Premierminister Charles Michael sagt, man habe bislang noch keinen Hinweis darauf, dass die Attacken in Brüssel mit der Verhaftung des Paris-Attentäters Salah Abdeslam in Verbindung stünden. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien." Er ruft die Menschen dazu auf, Ruhe zu bewahren.

"Wir fürchten, dass Personen noch auf freiem Fuß sind", sagt Außenminister Didier Reynders am Dienstag dem Fernsehsender RTBF.

Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib schließt aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel stellen den Betrieb ein.

Der Flughafen ist evakuiert. Der Flugverkehr ist eingestellt. Inzwischen sind im Flughafengebäude Waffen entdeckt worden. In der Abflughalle wurde eine Kalaschnikow gefunden. Der Brüsseler Flughafen bleibt nach Angaben der Betreibergesellschaft auch am Mittwoch geschlossen.

Die Behörden haben alle Bewohner der belgischen Hauptstadt aufgefordert, an einem sicheren Ort zu bleiben. Am späten Nachmittag erteilten die Behörden den Brüsselern die Erlaubnis, wieder nach draußen zu gehen.

Belgien hebt die Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe.

Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen nach den Explosionen von Terroranschlägen aus.

Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Live-Ticker

Die belgische Regierung verhängt eine dreitägige Staatstrauer. Das meldete der Sender RTBF.

Der belgische Außenminister Didier Reynders: "Wir befürchten, dass weitere Beteiligte noch auf freiem Fuß sind". Offenbar werden gegenwärtig mehrere Wohnungen in Brüssel durchsucht.

Der Energiedienstleister Electrabel kündigt erhöhte Sicherheitsmaßnahmen an allen seinen Nuklearstandorten an. Alle Schutzgitter sollen verschlossen und Fahrzeuge verstärkt kontrolliert werden.

Stellungnahme des belgischen Königshauses: "Diese Taten sind niederträchtig und feige. Die traurigen Gedanken des Königs uns der Königin sind in erster Linie bei den Opfern und ihren Familien sowie bei den Helfern, die alles in Bewegung setzen, um den Opfern Beistand zu leisten."

Die Reaktionen in Europa

Eurostar-Züge von London nach Brüssel sind in beide Richtungen ausgesetzt worden. Auch der Zugverkehr zwischen den Niederlanden und Brüssel ist stillgelegt. Davon betroffen sind auch die internationalen Züge Thalys und Eurostar.

Die Lufthansa sowie die Lufthansa-Tochter Swiss haben sämtliche Flüge von und nach Brüssel gestrichen.

Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr nach Brüssel ein. Züge etwa von Frankfurt in die belgische Hauptstadt enden nun in Aachen.

Die Bundespolizei erhöht ihre Maßnahmen an den deutschen Grenzen, insbesondere zu Belgien, Frankreich, Niederlande und Luxemburg.

Die deutsche Polizei geht bislang nicht von einer Flucht der Täter in Richtung Deutschland aus.

Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet. "Die deutsche Botschaft in Brüssel bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen sind", sagte ein Sprecher. Hotline: 030/5000-3000.

Alle Deutschen in Brüssel sollen den öffentlichen Raum meiden. "Ich bitte Sie darum, in der gegenwärtigen Situation Ruhe zu bewahren und nach Möglichkeit Ihren aktuellen Aufenthaltsort (Büro, Zuhause) nicht zu verlassen", so der deutsche Botschafter Rüdiger Lüdeking.

Das niederländische Militär erhöht die Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze und an den Flughäfen des Landes.

Der französische Staatspräsident François Hollande hat eine Krisensitzung einberufen. Daran nahmen Premierminister Manuel Valls, Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian und Innenminister Bernard Cazeneuve teil.

Frankreichs Innenminister kündigt an, 1600 zusätzliche Polizisten an den Grenzen und in Zügen einzusetzen.

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