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Anschläge von Brüssel Das ist der aktuelle Ermittlungsstand

Der Tag nach der Terrorserie von Brüssel: Europa trauert. Die Ermittlungen kommen voran. Doch was weiß man bisher und was noch nicht?

WER STECKT HINTER DEN ANSCHLÄGEN?

Die Polizei hatte ein Bild von einer Video-Überwachungskamera am Flughafen veröffentlicht, das drei Männer zeigt. Einer von ihnen ist Ibrahim El Bakraoui, der sich in der Flughafenhalle in die Luft sprengte. Der Terrorist, der in der Metro-Station Maelbeek eine Bombe zündete, war demnach sein jüngerer Bruder Khalid. Einer der beiden weiteren Männer, die auf dem Fahndungsbild zu sehen sind, ist Medienberichten zufolge der bislang als Terrorverdächtiger gesuchte Najim Laachraoui (24). Er soll sich demnach ebenfalls in die Luft gesprengt haben. Dies bestätigten die Behörden zunächst aber nicht. Unklar ist, wer der dritte Mann auf dem Fahndungsbild ist.

GIBT ES EINEN ZUSAMMENHANG ZU DER TERRORSERIE IN PARIS?

Vieles deutet darauf hin: der Ablauf der Taten, der Sprengstoff, die Tatorte. Vor allem aber: die Herkunft der mutmaßlichen Täter. Einer der beiden Brüder - Khalid - soll unter falschem Namen eine Wohnung angemietet haben, die zur Vorbereitung der Anschläge mit 130 Toten im November in Paris genutzt wurde. Beide Brüder waren belgische Staatsbürger und wegen verschiedener nicht terroristischer Taten vorbestraft. Laachraoui wurde am Montag öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. Er soll zusammen mit Salah Abdeslam, der am Freitag in Brüssel festgenommen wurde, einer der Drahtzieher der Paris-Anschläge gewesen sein.

WIE VIELE TODESOPFER GIBT ES?

Auch am Tag danach ist das nicht klar. Noch sind nicht alle Opfer identifiziert. Die belgischen Behörden sprechen jetzt von mindestens 31 Toten und über 270 Verletzten. Am Dienstag war noch von 34 Toten und 230 Verletzten die Rede. Die Opfer kamen nach Angaben des belgischen Außenministers Didier Reynders aus etwa 40 Nationen. Eine Deutsche wurde leicht verletzt. Hinweise auf deutsche Todesopfer gab es zunächst nicht.

HAT SICH DIE LAGE IN BELGIEN BERUHIGT?

Weiterhin gilt Terrorstufe 4 - die höchstmögliche. Das öffentliche Leben funktioniert mittlerweile halbwegs wieder. Aber das ganze Land trauert. Um 12.00 Uhr gab es eine landesweite Schweigeminute. Bis Karfreitag ist noch offiziell Staatstrauer. Die Flaggen wehen auf halbmast. Die Metro-Station Maelbeek wird vermutlich noch mehrere Wochen geschlossen bleiben. Der Flughafen Brüssel bleibt auf jeden Fall noch bis einschließlich Freitag geschlossen. Das für Dienstag geplante Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal wurde aus Sicherheitsgründen zunächst abgesagt, soll jetzt aber doch am kommenden Dienstag im portugiesischen Leiria ausgetragen werden.

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