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Sturm auf Mossul und Palmyra Dem IS drohen verheerende Niederlagen

Seit 2014 ist Mossul in den Händen des Islamischen Staats. Jetzt hat die irakische Armee mit der Rückeroberung der Großstadt begonnen. Auch um Palmyra in Syrien wird gekämpft.

Das irakische Militär hat nach eigenen Angaben die lang erwartete Offensive auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat gehaltene Stadt Mossul begonnen. Sprecher Jahja Rasul sagte, die von den USA geführte internationale Koalition unterstütze den Vormarsch aus der Luft. Irakische Kräfte hätten einige Dörfer am Rand der Stadt Machmur, östlich von Mossul, am Donnerstag zurückerobert. In Syrien hat die Armee von Machthaber Baschar al-Assad unterdessen eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Palmyra begonnen.

Bereits Ende Dezember hatte der irakische Premierminister Haider al-Abadi erklärt: "Wir werden Mossul befreien und damit dem sogenannten Islamischen Staat (IS) den Todesstoß versetzen." 2016 sollte den "endgültigen Sieg" über die Terrormiliz bringen. Die USA sagten Unterstützung zu: "Wir werden mehr Logistik liefern, unterschiedliche Truppenteile effektiv koordinieren und den Nachschub an Waffen zum richtigen Zeitpunkt koordinieren", sagte der Vorsitzende der Stabschefs, General Joseph Dunford auf einer Pressekonferenz.

USA setzen auch auf Cyberattacken

Zudem sollen erstmals Cyberattacken als Kriegswaffe genutzt werden. "Wir wollen ihre Kommandostrukturen unterbrechen", sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter. "Sie sollen das Vertrauen in ihre Netzwerke verlieren, die wir überladen, damit sie nicht mehr funktionieren, sie nichts mehr kontrollieren und befehlen können."

Wie lange eine solch komplizierte und anspruchsvolle Operation dauern kann, ist nicht klar. Mossul liegt 360 Kilometer nordwestlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie fiel während des Angriffs des IS im Juni 2014 an die Terrormiliz. Mossul ist die größte Stadt im selbst erklärten Kalifat der Terroristen.

Syrische Armee dringt nach Palmyra vor

Auch in Syrien gerät die IS-Miliz immer mehr unter Druck. Nach offiziellen Angaben sind Truppen in die vom IS gehaltene antike Stadt Palmyra eingedrungen. Das meldete das syrische Staatsfernsehen. Die Stadt war im Mai 2015 vom IS erobert worden, der danach dort viele berühmte antike Stätten zerstörte.

Der Gouverneur von Homs, Talal Barasi, sagte, die Armee habe drei Richtungen festgelegt, um die Stadt zu stürmen. Nun würden die dorthin führenden Straßen von Minen und Sprengstoff befreit. Er prognostizierte, es werde in den kommenden 48 Stunden "einen überwältigenden Sieg" in Palmyra geben. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, die syrischen Regierungstruppen seien auf starken Widerstand getroffen, als sie versucht hätten, die östliche und südliche Grenze der Stadt einzunehmen.

Palmyra zählt zu den spektakulärsten historischen Stätten im Nahen Osten und zum Unesco-Weltkulturerbe. ImMai hatte der IS die Ruinenstadt erobert. Die Extremisten pflegen in ihrem selbst erklärten "Kalifat" in Syrien und im Irak eine brutale Lesart des islamischen Rechts, das in antiken Kulturgütern Symbole des Götzendiensts und Heidentums sieht, die es zu zerstören gelte.

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