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Palmyra in Syrien und Mossul im Irak Regierungstruppen nehmen den IS in die Zange

Die syrischen und irakischen Regierungstruppen wollen zwei IS-Hochburgen zurückerobern. In Syrien rückte die Armee in Palmyra vor. Irakische Truppen starteten einen Einsatz zur Eroberung Mossuls.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist von syrischen und irakischen Regierungstruppen in die Zange genommen worden. In Syrien rückte die von der russischen Luftwaffe und verbündeten Milizen unterstützte Armee in die Antikenstadt Palmyra vor, was von der UN-Kulturorganisation Unesco begrüßt wurde. Die irakischen Regierungstruppen starteten gemeinsam mit paramilitärischen Gruppen einen Einsatz zur Rückeroberung der Provinzhauptstadt Mossul.

Die syrischen Regierungstruppen seien nach Gefechten mit IS-Kämpfern am Rand von Palmyra in das südwestliche Viertel al-Gharf vorgedrungen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Regierungstruppen wurden demnach von russischen Kampfjets unterstützt. Auch vom Norden aus rücke die Armee auf die Stadt vor. Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova erklärte, Palmyra sei unter der IS-Herrschaft zum "Symbol" der kulturellen Verwüstung im Nahen Osten geworden, gehöre aber weiter zum Weltkulturerbe.

Mehr zum Thema: Wie der IS gegen den Untergang kämpft

Ein Vertreter des syrischen Militärs sagte, die "schweren Kämpfe" dauerten an. Auch russische Elitesoldaten seien daran beteiligt, verlautete aus Armeekreisen. Russische Nachrichtenagenturen zitierten einen russischen Militärvertreter mit der Aussage, dass in der Nähe von Palmyra ein russischer Offizier getötet worden sei, der vom Boden aus Hinweise für präzise Luftangriffe gegeben habe.

Der Beobachtungsstelle zufolge wurden bei den Gefechten seit Dienstag etwa 40 Dschihadisten und acht regierungstreue Kämpfer getötet. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Organisation sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die IS-Dschihadisten kontrollierten die Stadt Palmyra, deren antike römische Ausgrabungsstätten zum Weltkulturerbe zählen, seit Mai vergangenen Jahres. In den folgenden Monaten schockierten sie die Weltöffentlichkeit mit der Sprengung antiker Tempel, Gräber und Statuen sowie öffentlichen Hinrichtungen.

Kein Durchbruch in Genf

Im Irak starteten die Regierungstruppen und verbündete Kämpfer unterdessen eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Mossul. Während der "ersten Phase" ihres Einsatzes in der nördlichen Provinz Niniwe eroberten die Soldaten nach Angaben der Armee vier Dörfer. Mossul ist die Hauptstadt der Provinz Niniwe. Eine Rückeroberung Mossuls wäre ein Meilenstein für das irakische Militär im Kampf gegen die IS-Miliz. Die Stadt befindet sich seit Juni 2014 in den Händen der Dschihadisten.

In Genf wurde weiter über eine friedliche Lösung des Syrien-Konflikts beraten. Bei den indirekten Verhandlungen zwischen syrischer Regierung und Opposition wurde kein Durchbruch erzielt, wie der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura mitteilte. Er schlug den 9. April als Beginn für die nächste Gesprächsrunde vor.

US-Außenminister John Kerry beriet in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow über eine Beilegung des Konflikts. Dabei suchte Kerry die russische Führung davon zu überzeugen, dass Syriens Staatschefs Baschar al-Assad abtreten müsse. Er habe "einige Ideen", wie der "politische Übergangsprozess anfangen" könne, sagte Kerry. Putin lobte die "konstruktive Haltung" der USA, die eine Feuerpause zwischen Assads Truppen und den Rebellen ermöglicht habe.

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