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Mourad Laachraoui Der Bruder des Attentäters und seine bittere Erkenntnis

Mourad Laachraoui ist der Bruder eines der Selbstmordattentäter am Flughafen Brüssel. Er ist betroffen. Mourad beschreibt seinen Bruder als "netten Menschen" - und er hat eine bittere Erkenntnis.

Zwei Tage nach den Anschlägen von Brüssel hat der Bruder eines der Selbstmordattentäter vom Flughafen der belgischen Hauptstadt dessen Tat verurteilt. Er sei "betroffen" und "niedergeschlagen" angesichts der von seinem Bruder Najim Laachraoui verübten Gewalttat, sagte Mourad Laachraoui vor Journalisten. "Ich wollte nicht glauben, dass er es war, aber man kann sich seine Familie nicht aussuchen", ergänzte der 20-jährige Taekwondo-Sportler.

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Bereits zuvor hatte Mourad in einer kurzen Mitteilung erklärt, seine Familie habe keinen Kontakt zu Najim mehr gehabt, seit dieser im Februar 2013 nach Syrien gereist sei. Die Ausreise habe die Familie der Polizei gemeldet, woraufhin aber nichts Wesentliches geschehen sei.

Ein "netter und intelligenter Mensch"

Erst nach den Attentaten von Paris im November habe es eine Hausdurchsuchung gegeben. "Man hat uns gesagt, dass es eventuell eine Verbindung gibt", sagte Mourad. Nach den Anschlägen vom Dienstag wiederum habe die Familie nichts von der Polizei gehört. "Es ist seltsam, aber ich versichere, dass es keinen Kontakt gab", sagte Mourad.

Seinen Bruder beschrieb der in der belgischen Sportszene bekannte Taekwondo-Kämpfer als "netten" und "intelligenten" Menschen. "Er hat hin und wieder Fußball gespielt, er hat gelesen", sagte Mourad. Vor seiner Reise nach Syrien sei Najim ein "praktizierender" Muslim "in einer Familie praktizierender" Muslime gewesen. In seinem Verhalten habe es damals "keine Veränderung" gegeben.

Am Dienstag war der Flughafen Brüssel-Zaventem durch zwei Explosionen erschüttert worden, die von Selbstmordattentätern ausgelöst wurden – darunter Najim. Rund eine Stunde später zündete ein weiterer Selbstmordattentäter einen Sprengsatz in einer U-Bahnstation im Europaviertel. Insgesamt wurden mindestens 31 Menschen getötet und 300 weitere verletzt.


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