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829 Geiseln befreit Militär meldet Erfolg gegen Boko Haram

Die nigerianische Armee hat 829 Geiseln aus der Gefangenschaft von Boko Haram befreit. Die Islamisten nahmen andernorts jedoch erneut Geiseln - zwei Frauen entkamen, weil sie sich tot stellten.

Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben 829 Geiseln aus den Händen der Islamistengruppe Boko Haram befreit. In der Region Kala-Balge hätten Soldaten "22 Terroristen" getötet und 309 von ihnen festgehaltene Geiseln befreit, teilte ein Armeesprecher am Donnerstag mit. An einem anderen Ort seien 520 Geiseln befreit worden, nachdem sich Soldaten ein Feuergefecht mit den Entführern geliefert hätten. Bei einem Feuergefecht seien drei Boko-Haram-Mitglieder getötet und ein weiteres festgenommen worden, teilte der Armeesprecher weiter mit.

Im Norden des Landes haben die Terroristen jedoch neue Geiseln genommen. Die Islamistengruppe entführte 16 Frauen, darunter zwei Mädchen, wie die Polizei im Bundesstaat Adamawa am Donnerstag mitteilte. Es seien Sicherheitskräfte in die Gegend geschickt worden, um die Opfer zu befreien.

Zwei Frauen entkamen, weil sie sich tot stellten

Der Abgeordnete Adamu Kamale bestätigte die Angaben. Laut Augenzeugen waren die Frauen zum Holzsammeln und Fischen ausgezogen. Demnach wurden sie von Mitgliedern einer Bürgerwehr begleitet, die aber beim Herannahen der Boko-Haram-Kämpfer die Flucht ergriffen. Zwei Frauen hätten entkommen können, indem sie sich tot gestellt hätten, und seien ins Dorf zurückgekommen, um Alarm zu schlagen.


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Im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias kämpft Boko Haram seit dem Jahr 2009 für einen islamischen Staat. Die Islamisten entführen regelmäßig Frauen und Kinder, um sie als Kämpfer, Diener oder Sexsklavinnen zu benutzen. Mehr als 17.000 Menschen wurden seither getötet und etwa 2,6 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Laut Menschenrechtsgruppen wurden zudem Tausende Frauen und Mädchen entführt. Im März 2015 leistete Boko Haram der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat den Treueschwur.

Der Konflikt weitete sich mittlerweile auch auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger aus, deren Armeen sich am Kampf gegen Boko Haram beteiligen.

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