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Holger Münch über den Islamischen Staat BKA-Chef warnt vor neuen Anschlägen - auch in Deutschland

BKA-Chef Holger Münch warnt vor neuen Terroranschlägen in Europa. Die aktuellen militärischen Niederlagen des Islamischen Staat in Syrien und Irak könnten dazu führen. Auch Deutschland ist bedroht.

Vor neuen Anschlägen von Islamisten in Europa und auch in Deutschland hat der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, gewarnt.

Gerade die aktuellen militärischen Niederlagen der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien und Irak könnten diese zu neuen Attacken in Europa veranlassen, sagte Münch der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Davon könnte auch Deutschland betroffen sein.

"Der Islamische Staat braucht spektakuläre Aktionen"

"Europa steht schon seit Langem im Spektrum islamistischer Propaganda", sagte Münch. "Aktuell kommt hinzu, dass der sogenannte Islamische Staat in Syrien und im Irak geschwächt ist. Damit steht die Terrorgruppe unter Druck und braucht spektakuläre Aktionen, um Aufmerksamkeit zu erregen und Macht zu demonstrieren."

Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie hier im Live-Ticker

Derzeit rufe der IS seine Anhänger verstärkt dazu auf, Anschläge auf angeblich "Ungläubigen" in ihren Heimatländern zu verüben.

Sicherheitsbehörden müssen entschlossen handeln

Der BKA-Präsident mahnte vor diesem Hintergrund die Politik, den Sicherheitsbehörden ausreichend Rückendeckung zu geben. Es sei jetzt besonders wichtig, "dass die Sicherheitsbehörden Anschlagsplanungen frühzeitig erkennen und entschlossen handeln". Die Bedrohungslage in Europa bleibe hoch, warnte Münch.

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Die Innenminister der EU-Staaten hatten sich am Donnerstag auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen die Terrorismusbedrohung verständigt. Geplant ist vor allem ein engerer Informationsaustausch.

US-Sicherheitsbehörden warnen auch vor weiteren Anschlägen in Europa

Auch US-Sicherheitsbehörden haben laut einem Bericht des Senders CNN Erkenntnisse über weitere Anschlagspläne des Islamischen Staates (IS) in Europa. Eine Auswertung von elektronischer Kommunikation und Aussagen von Informanten deute auf mehrere mögliche Ziele hin, die Mitglieder der Terrormiliz in den vergangenen Monaten ausgewählt hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise in den USA.

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Die Rede war von Plänen in unterschiedlichen Stadien. Informationen, die nach den Brüsseler Anschlägen in einer Wohnung gefunden worden seien, deuteten daraufhin, dass mehrere weitere Ziele ausgewählt worden seien, berichtete der Sender.

Bei Anschlägen von Islamisten in Brüssel waren am Dienstag 31 Menschen getötet und rund 300 weitere verletzt worden.

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