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Südlich von Bagdad Viele Tote - Terrorangriff auf irakisches Fußballstadion

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Fußballstadion südlich von Bagdad sind nach Angaben irakischer Sicherheitskreise 30 Menschen getötet worden. 65 Menschen wurden verletzt, hieß es weiter.

Bei einem Selbstmordanschlag im Irak sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Attentäter habe sich während der Siegerehrung nach einem Fußballspiel in die Luft gesprengt, sagte ein Polizist. Der Anschlag habe sich in der Ortschaft Al-Asrija etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad ereignet. Es seien 65 Menschen verletzt worden.

"Es sollte gerade der Siegerpokal übergeben werden, als der Attentäter sich in der Menge in die Luft sprengte", berichtete der Polizist. Im Krankenhaus der nächstgelegenen größeren Stadt Iskandarijah wurde am Abend die Zahl von 30 Todesopfern bestätigt. "Auch der Bürgermeister starb im Krankenhaus an den bei der Explosion erlittenen Verletzungen", berichtete ein Arzt.

Im Irak gibt es seit Jahren immer wieder Selbstmordanschläge. Meist richten sie sich gegen Schiiten. Zuletzt bekannte sich häufig die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu derartigen Attentaten.

Unterdessen konnten die Armee und kurdische Peschmerga-Kämpfer mehrere Dörfer westlich der Stadt Machmur einnehmen, wie irakische Medien berichteten. Bei der Operation "Eroberung" seien sie von US-Luftangriffen unterstützt worden, sagte ein Armeesprecher. Bis der eigentliche Angriff auf Mossul beginnt, könnten aber noch Monate vergehen. Die Kämpfe südöstlich der nordirakischen Metropole sind derzeit noch rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt.

IS verliert an Boden

Der IS hatte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht - die Einnahme der zweitgrößten irakischen Stadt war einer der größten Erfolge der Extremisten. Die frühere Millionenstadt gilt neben Al-Rakka in Syrien als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz. Nach westlichen Schätzungen haben die Extremisten inzwischen 40 Prozent des Gebietes verloren, das sie einst im Irak kontrollierten.

Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi hatte die Offensive zur Befreiung Mossuls im Februar bereits angekündigt. Der lang erwartete Angriff musste mehrfach verschoben werden, da es der Armee an Schlagkraft fehlte. Auch jetzt gibt es Zweifel. IS-Experte Charles Lister vom Middle East Institute in Washington twitterte, die Offensive sei ein "Sturm im Wasserglas". Die Leistungsfähigkeit der Armee sei unzureichend.

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