Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Ermittlungen in Charleroi Wachmann in Belgien erschossen

Wenige Tage nach den Terroranschlägen von Brüssel ist ein Wachmann ermordet worden. Sein Sicherheitsausweis wurde entgegen ersten Meldungen aber nicht gestohlen. Die Ermittlungen laufen.

Die Staatsanwaltschaft in Belgien hat im Zusammenhang mit den Terrorattacken von Brüssel einen Bericht über eine mögliche Sicherheitslücke in einem Atomkraftwerk dementiert. Im Fall eines am Donnerstag durch mehrere Schüsse getöteten Sicherheitsmannes gebe es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Charleroi südlich von Brüssel. Auch die Information, der Dienstausweis des Toten sei gestohlen, wurde dementiert.

Der Mann habe zudem nicht in einem Atomkraftwerk gearbeitet, sondern an einem Institut (Institut national des radioéléments) in Fleurus bei Charleroi, das sich mit medizinischen Anwendungen von Radioaktivität befasst.

Die belgische Zeitung "La Dernière Heure" hatte gemeldet, der Wachmann habe Zugang zu einem AKW gehabt. Zudem sei ihm sein Zugangsausweis gestohlen worden. Belga schriebt, der Mann sei in seinem Haus in Froidchapelle getötet worden. Die Polizei ermittele in zwei Richtungen: Der Tod könne mit einem Einbruch zusammenhängen oder einen privaten Hintergrund haben. 

Auch interessant: Abdeslam hüllt sich nach Brüssel in Schweigen

Belgische Atomkraftwerke gelten schon länger als potenzielle Ziele islamistischer Attentäter. Am 17. Februar hatten belgische Medien enthüllt, dass der belgische Chefentwickler des Nuklearprogramms durch islamistische Terroristen ausspioniert worden wurde. Erst zwei Wochen nach Bekanntwerden dieses Vorfalls wurde Militär zu den Atomkraftwerken beordert. Die belgischen Anlagen gelten ohnehin nicht als besonders sicher.

Atomkraftwerke nach Anschlägen teilweise evakuiert

Einen Tag nach den Anschlägen am Brüsseler Flughafen Zaventem und in der U-Bahn-Station Maelbeek wurden alle für den Betrieb nicht unbedingt notwendigen Mitarbeiter der Atomkraftwerke nach Hause geschickt. Am Mittwoch durften Mitarbeiter externer Firmen die Anlagen nur noch "in dringenden Fällen" betreuen. Etwa die Hälfte der 2000 Mitarbeiter sind Angestellte von Subunternehmen.

Im Oktober 2014 wurde bekannt, dass ein belgischer Islamist mehr als drei Jahre im Hochsicherheitsbereich des Atomkraftwerks Doel als Sicherheitstechniker gearbeitet hatte. Der marokkanisch-stämmige Ilyass Boughalab war laut Medienberichten bei einem externen Dienstleister angestellt. Boughalab hatte vor seiner Einstellung offenbar alle Sicherheitstests bestanden.

Nach Angaben von Ermittlern gehörte er zu einer besonderes radikalen Terrororganisation. Boughalab ist inzwischen nicht mehr am Leben. Er starb bei Kämpfen in Syrien.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.