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Thomas de Maizière Bundesinnenminister bereut umstrittene Aussage

Nach den Pariser Anschlägen wurde im November ein DFB-Länderspiel in Hannover abgesagt. Grund war eine Terrorwarnung. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bereut mittlerweile seine Wortwahl.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bereut seine Wortwahl nach der Absage des Fußball-Länderspiels im November wegen eines möglichen Terroranschlags. Im Nachhinein hätte er auf seine Aussage "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" gerne verzichtet, sagte de Maizière in einem ARD-Interview. Der Innenminister fürchtete zu dem Zeitpunkt einen Terroranschlag auf den Hauptbahnhof Hannover.

Wenige Tage nach den Terroranschlägen in Paris während eines Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich wurde die Partie der Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Hannover erst kurz vor dem Abpfiff abgesagt. Grund war eine Terrorwarnung.

"Der angekündigte Terroranschlag sollte in zwei Phasen stattfinden", sagte de Maizière in der ARD-Sendung "Beckmann". "Ein Anschlag im Stadion und einige Stunden später im Hauptbahnhof." Als er während einer Pressekonferenz den später viel kritisierten Satz sagte, habe er einen Anschlag am Bahnhof noch für möglich gehalten.

"Satz hat zur Verunsicherung beigetragen"

Obwohl die Pressekonferenz zur Absage des Länderspiels bewusst spät abgehalten worden sei, seien zu diesem Zeitpunkt noch zehntausende Menschen unterwegs gewesen. "Und ich wollte nicht offenbaren, dass eine denkbare Gefahr am Hauptbahnhof ist", erinnerte sich der Innenminister. "Der Satz ist sozusagen der Sache nach richtig gewesen. Wenn man ihn aber alleine liest, hat er natürlich eher zur Verunsicherung als zur Beruhigung beigetragen. Das muss ich eingestehen."

Unter dem Eindruck der Terroranschläge von Brüssel findet am Samstagabend im Berliner Olympiastadion ein Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England statt. De Maizière hatte zuletzt die Erwartung geäußert, dass das Spiel wie geplant stattfinden kann. "Wir haben keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung und wir wollen - wenn es irgendwie geht - unser freiheitliches Leben nicht durch den Terror beeinflussen lassen", sagte de Maizière am Dienstag.

 

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