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US-Vorwahlen Bernie Sanders gewinnt gleich drei Vorwahlen

Bernie Sanders bleibt im Vorwahlrennen an Hillary Clinton dran. Der Demokrat konnte in Alaska, Washington und Hawaii punkten. Doch der Abstand zu Clinton ist groß. Nun will Sanders aufholen.

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich bei den Vorwahlen der Demokraten in Alaska, Washington und Hawaii gegen seine Rivalin Hillary Clinton durchgesetzt. Damit konnte der Senator von Vermont im Kampf um die innerparteiliche Kandidatenkür zur früheren Außenministerin etwas aufschließen, liegt jedoch immer noch weit zurück.

Seine jüngsten Erfolge im Westen der USA feierte Sanders dennoch als Startschuss für eine bevorstehende Aufholjagd. Stunden später holte der 74-Jährige auch den Sieg in Hawaii. Dort stimmen die Demokraten am Samstag wie in Alaska und Washington nach dem Caucus genannten System der Wahlversammlungen ab. Bei den Republikanern gab es an diesem Tag keine Vorwahl.

Sanders hat inzwischen 15 Vorwahlsiege auf dem Konto. Erfolg hatte der Senator bisher zumeist in den Staaten mit überwiegend weißer Bevölkerung und bei Caucuses, zu denen tendenziell besonders aktive liberale Demokraten kommen. Breiten Rückhalt genießt er vor allem unter Jungwählern, seine Kundgebungen ziehen oft begeisterte Menschenmengen an.

Die meisten Delegierten unterstützten dennoch Clinton

Bei den letztlich entscheidenden Delegiertenstimmen hat Clinton allerdings klar die Nase vorn. Bisher hat sie 1234 Wählmänner und Wahlfrauen, Sanders 956. Noch höher fällt Clintons Vorsprung aus, wenn man die sogenannten Superdelegierten hinzuzählt, die sich beim Parteitag im Sommer nach Gutdünken für einen Kandidaten entscheiden können: Danach verfügt sie über 1703 und Sanders über 985. Für die Nominierung sind bei den Demokraten 2383 Delegierte nötig.

Sanders gab sich bei einem Auftritt im Staat Wisconsin dennoch optimistisch. Seine Siege im Westen der USA würden ihn auf die Erfolgsspur führen, erklärte er vor Anhängern in der Stadt Madison. Dazu verwies Sanders auf seine letzten Vorwahlerfolge in Utah und Idaho. "Lasst euch von keinem einreden, dass wir die Nominierung oder die Hauptwahl nicht gewinnen können. Wir werden beides tun", schärfte Sanders seinen Unterstützern ein.

Allerdings müsste der Senator nach Analysen der Nachrichtenagentur AP mehr als 67 Prozent der Delegierten bei verbleibenden Vorwahlen sowie der ungebundenen Superdelegierten gewinnen. Der Staat Washington war am Samstag die größte Trophäe: Dort gab es 101 Delegierte zu vergeben. Die Demokraten weisen Bewerbern die Delegiertenstimmen proportional zu; somit kann sich auch der Verlierer einer Vorwahl einen Anteil sichern.

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