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Aschaffenburg Kurden attackieren türkische Anti-Terror-Demo

Eine von Türken angemeldete Demonstration unter dem Motto "Gemeinsam gegen den Terror - Demo gegen PKK und ISIS" wurde zur Zielscheibe kurdischer Angreifer. Erst nach stundenlangen Auseinandersetzungen wurden sie festgenommen.

Mit Steinen und Feuerwerkskörpern haben Kurden eine von Türken organisierte Anti-Terror-Demonstration in Aschaffenburg angegriffen. Anschließend verbarrikadierten sich die Täter in einem Haus und attackierten vom Dach aus die Polizei, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte. Erst nachdem die Beamten Verstärkung angefordert hatten, gelang es ihnen am Abend, 36 Personen im Alter zwischen 15 und 40 Jahren in dem Haus vorläufig festzunehmen.

Bis in die frühen Morgenstunden war die Polizei mit "starken Kräften" in der Stadt, wie ein Sprecher sagte. Grund dafür seien Aufrufe von kurdischer Seite in sozialen Netzwerken gewesen, nach Aschaffenburg zu reisen.

Kurden sprechen von vorangegangenen Angriffen

Am Sonntagnachmittag hatten sich nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen einem Demonstrationszug unter dem Motto "Gemeinsam gegen den Terror- Demo gegen PKK und ISIS"" angeschlossen, der von einem Türken angemeldet worden war. Der Zug sei dann plötzlich von rund 30 Kurden attackiert worden. Als die Polizei dazwischen ging, sei ein Beamter von einem Böller am Kopf getroffen und leicht verletzt worden.

Ein kurdischer Studierendenverband hatte zuvor im Internet erklärt, ein kurdischer Verein sei "von Faschisten" angegriffen worden. Gemeint war offenbar die rechtsradikale türkische Organisation "Graue Wölfe". Ob diese hinter den Organisatoren des Demonstrationszuges stand, ist nicht bekannt.

Alle Angreifer am Ende festgenommen

Nachdem die Polizei eingegriffen hatte, flüchteten die kurdischen Angreifer in ein Haus und verweigerten jede Kontaktaufnahme. Vom Dach des Hauses aus seien Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten geschleudert worden, hieß es. Die Polizei forderte Verstärkung an, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Als die Beamten schließlich in das Haus eindrangen, ließen sich laut Polizeibericht alle Personen widerstandslos festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz ein.

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