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Außenminister John Kerry Für Amerika sei die republikanische Rhetorik "peinlich"

Es sind vor allem Donald Trumps Worte, die im Ausland widerhallen: Einreiseverbote für Muslime und ein Plädoyer fürs "Waterboarding" etwa. "Beschämend" findet das John Kerry für Amerika.

US-Außenminister John Kerry findet die republikanische Rhetorik im Wahlkampf "peinlich für unser Land".

In einem Interview des Senders CBS am Sonntag wollte der Moderator von Kerry wissen, wie Menschen im Ausland darauf reagierten, dass sich Präsidentschaftsbewerber etwa für die Foltermethode Waterboarding und Einreiseverbote für Muslime im Kampf gegen den Terror stark machten.

"Überall wo ich hinkomme, bei jedem Treffen mit einer Führungsperson, werde ich gefragt, was in Amerika vor sich geht", antwortete Kerry.

Seine Gesprächspartner seien regelrecht schockiert. "Sie wissen nicht, wohin das die Vereinigten Staaten von Amerika führt. Es bringt das Gleichgewichtsgefühl der Menschen durcheinander, was unsere Stabilität und Zuverlässigkeit betrifft."

Die Art der Fragen aus dem Ausland sei erhellend

Kerry fuhr fort: "In einem gewissen Maß macht mir die Art, wie die Fragen gestellt werden, klar, dass das, was geschieht, beschämend für unser Land ist."

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und sein Mitbewerber Ted Cruz forderten immer wieder, Muslime in den USA zu überwachen. "Wir müssen die Strafverfolger ermächtigen, in muslimischen Vierteln zu patrouillieren und sie zu sichern", sagte Cruz am 22. März. Trump schlug im November ein zeitlich begrenztes Einreiseverbot für Muslime vor, zudem befürwortete er die Folter für Terrorverdächtige.

Kritik an Cruz' jüngsten Vorschlägen kam auch von der Polizei: "Wir haben bereits Patrouillen und sichern muslimische Viertel in der gleichen Art wie andere Stadtteilen", sagte der New Yorker Polizeichef Bill Bratton. Es sei offensichtlich, dass Senator Cruz "absolut nichts" über Terrorismusbekämpfung in New York wisse.

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