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Politik Zehntausende zur Walpurgis im Harz

Zehntausende Menschen haben in der Nacht zum 1. Mai eine friedliche Walpurgisnacht im Harz gefeiert. Zu den Veranstaltungen im Ostharz kamen insgesamt 23 900 Menschen, wie die Polizei in Halberstadt mitteilte. «Es war extrem ruhig und friedlich», sagte der Sprecher.

Es gab keine größeren Schlägereien zwischen Betrunkenen. In der Nacht wurde in rund 30 Harz-Orten traditionell mit Hexen und Teufeln der Winter vertrieben. Dazu hatten sich viele Einheimische mit Masken und Kostümen verkleidet.

Benannt ist die Walpurgisnacht nach der an einem 1. Mai heiliggesprochenen Äbtissin Walpurga (710 - 779), der Schutzpatronin gegen Pest, Tollwut und Aberglauben. Die Feiern basieren ursprünglich auf heidnischen Bräuchen. In vorchristlicher Zeit wurde auf dem Brocken im Harz, der als Sitz von Göttern und Geistern galt, zu Frühjahrsbeginn ein Fruchtbarkeitsfest gefeiert. Mit Einführung des Christentums wurden die alte Bräuche umgedeutet.

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